Nicola Baumann (Psychologin)
Nicola Baumann (* 1964) ist eine deutsche Psychologin und Hochschullehrerin an der Universität Trier.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baumann studierte ab 1987 Psychologie an der Universität Osnabrück, wo sie 1993 ihr Diplom erwarb. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim DFG-Projekt „Messung und Analyse von Selbstdiskriminationsdefiziten“ an der Universität Osnabrück. Ab 1996 arbeitete sie ebendort am ebenfalls von der DFG geförderten Forschungsprojekt „Affektive und kognitive Korrelate von Persönlichkeitseigenschaften“ mit. 1998 wurde Baumann von der Universität Osnabrück mit der Arbeit Selbst- vs. Fremdbestimmung: Zum Einfluss von Stimmung, Bewusstheit und Persönlichkeit summa cum laude zur Dr. rer. nat. promoviert. Im folgenden Jahr schloss sie ihre 1990 begonnene Ausbildung zur Psychotherapeutin ab. Anschließend war sie für ein Jahr mithilfe eines Stipendiums der DFG beim Forschungsprojekt Effects of autonomy support vs. external control on the self-regulation dynamics – Part I an der University of Rochester tätig. Ab 2001 arbeitete sie am zweiten Teil des vorgenannten Forschungsprojekts an der Universität Osnabrück mit. Nach Abschluss des Projekts trat sie eine Stellung als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Osnabrück an. Dort habilitierte sie sich im Februar 2007 und erhielt die Venia legendi für das Fach Psychologie.
Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Universität Trier im Wintersemester 2007/08 übernahm Baumann im folgenden Sommersemester den zuvor vertretenen Lehrstuhl für Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik an der Universität Trier, den sie seitdem innehat. Zwischenzeitlich war sie zudem als Gastprofessorin an den Universitäten Wellington, Colorado, Boulder, Split, Danzig und Aberdeen tätig. 2021 erhielt sie „für ihren großen Beitrag zu einer humanistisch geprägten empirischen Forschung“ den Preis der Dr. Margrit Egnér-Stiftung.[1] Sie ist unter anderem Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Positiv-Psychologische Forschung[2] und externes Mitglied der Ethikkommission der Universität des Saarlandes.[3]
Forschung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baumanns Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Selbstregulation, impliziter Motive, im Flow und der Prosozialität. Sie steht in der Tradition ihres akademischen Lehrers Julius Kuhl und setzt dessen PSI-Theorie fort.[4]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nicola Baumann bei ihrem Lehrstuhl an der Universität Trier
- Nicola Baumann bei der DGPPF
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Großer Beitrag zu einer humanistisch geprägten empirischen Forschung, abgerufen am 30. September 2025.
- ↑ Ordentliche Mitglieder auf der Website der DGPPF, abgerufen am 30. September 2025.
- ↑ Ethikkommission, abgerufen am 30. September 2025.
- ↑ Was die Geschichten, die wir erzählen, über uns erzählen, abgerufen am 30. September 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baumann, Nicola |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Psychologin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 1964 |