Nicola Gratteri

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Nicola Gratteri während einer Konferenz zur ’Ndrangheta bei ELSA-Trient

Nicola Gratteri (* 1958 in Gerace im Locride) ist ein italienischer Staatsanwalt.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gratteri wurde als drittes von fünf Kindern in eine Familie aus bescheidenen Verhältnissen geboren. Nach einem Wissenschaftsabitur schrieb er sich an die Juristische Fakultät der Universität von Catania ein. Er schloss sein Studium nach vier Jahren ab und begann zwei Jahre später seine Karriere an der Magistratur in Reggio Calabria.

Derzeit ist Gratteri einer der bekanntesten Staatsanwälte der Direzione Distrettuale Antimafia. Gratteri steht seit April 1989 auf Grund seiner hervorragenden Stellung im Kampf gegen die kalabresische Mafia ’Ndrangheta unter Personenschutz. Am 21. Juni 2005 entdeckte die Sondereinsatztruppe Raggruppamento Operativo Speciale der Carabinieri in der Ebene von Gioia Tauro ein Waffenarsenal (ein Kilogramm Plastiksprengstoff mit einem Zünder, Raketenwerfer, Kalaschnikows, Handgranaten), die möglicherweise für ein Attentat gegen Gratteri genutzt werden sollten.[1]

Er gilt als einer der besten Kenner der Verwicklungen zwischen Ermittlung, Rechtsprechung und Strafvollzug, die die drei großen italienischen Mafiagruppen stärkten.

Er nahm an verschiedenen Fernsehdiskussionen der Rai teil, auch um seine Bücher Fratelli di sangue, La Malapianta und La giustizia è una cosa seria vorzustellen. Hierbei wies er darauf hin, wie mit wenigen kostenfreien Mitteln die Abhörmaßnahmen verbessert werden könnten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 'Ndrangheta, scoperto l'arsenale per colpire un magistrato di Reggio, Repubblica.it