Nicolas Hulot

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Nicolas Hulot, Dezember 2015
Nicolas Hulot, September 2008

Nicolas Hulot (* 30. April 1955 in Lille) ist ein bekannter französischer Fernsehmoderator, Umweltschützer, Filmemacher und Politiker. Seit dem 17. Mai 2017 ist er stellvertretender Premierminister (Ministre d’État, „Staatsminister“) und Minister für den ökologischen und solidarischen Übergang von Frankreich.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1973 arbeitete Nicolas Hulot als Photojournalist für die französische Bildagentur Sipa Press. Später war er Radiojournalist und Produzent bei France Inter. Von 1987 bis 2012 wurde seine Dokumentationsserie Ushuaïa, le magazine de l'Extrême (später umbenannt in Ushuaïa Nature) mit Themen aus Natur und Umweltschutz auf dem Fernsehsender TF1 ausgestrahlt.

Im Jahre 2009 erschien der Dokumentarfilm Unsere Welt (Originaltitel: Le Syndrome du Titanic) von Nicolas Hulot und Jean-Albert Lièvre. In der deutschen Version ist Ulrich Wickert der Synchronsprecher.[1]

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicolas Hulot engagierte sich politisch insbesondere im Vorfeld von Präsidentschaftswahlen für ökologische Themen:

Am 17. Mai 2017 hat Präsident Emmanuel Macron Nicolas Hulot zum neuen Umweltminister im Kabinett Philippe ernannt.[6]

Stiftung Nicolas Hulot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1990 gründete Nicolas Hulot die Stiftung Ushuaïa. Sie widmete sich der Umweltbildung und bot dazu insbesondere pädagogisch aufbearbeitetes Unterrichtsmaterial für Lehrer und Vereinen an. Seit 1995 heißt sie Stiftung Nicolas Hulot für die Natur und den Menschen (französisch: Fondation Nicolas-Hulot pour la nature et l’homme) und ist Mitglied der IUCN. Ein Beispiel für eine Kampagne der Stiftung ist « SOS - Mer Propre » zur Sensibilisierung der Bevölkerung für den Meeresschutz im Jahr 1998. Zusammen mit der Fondation de France wurde im 2004 in Le Guerno, Morbihan, ein Bildungszentrum zum Thema Biodiversität unter dem Namen École Nicolas Hulot pour la Nature et l'Homme eröffnet. Beim Grenelle de l'environnement, einem im Jahr 2007 von Präsident Nicolas Sarkozy initiierten Diskussionsforum über Umweltthemen, war die Fondation aktiv beteiligt.

Im Januar 2013 wurde ein Thinktank gegründet mit dem Ziel, durch interdisziplinäre Arbeitsweise konkrete Vorschläge für Fragen zur nachhaltigen Entwicklung auszuarbeiten.[7] Er besteht aus Experten von hohem Niveau aus verschiedenen Bereichen, etwa Jean Jouzel, Jean-Christophe Victor, Dominique Bourg und Jean Claude Ameisen.

Die Stiftung hat momentan 30 festangestellte Mitarbeiter, der Sitz ist in Boulogne-Billancourt.[8]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen Wohnsitz hat Nicolas Hulot auf einer bretonischen Insel; er ist verheiratet und hat drei Kinder.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nicolas Hulot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nicolas Hulot: Unsere Welt auf natur.de
  2. freitag.de, Politik, 22. April 2011, Rudolf Walther: Ein Retter des Planeten (26. April 2011)
  3. a b badische-zeitung.de, Nachrichten, Ausland, 13. April 2011, Axel Veiel: Nicolas Hulot: Frankreichs Liebling möchte kandidieren (26. April 2011)
  4. aargauerzeitung.ch, International, Frankreich, 13. April 2011, sda: Umweltschützer Hulot will Frankreichs Präsident werden (26. April 2011)
  5. yahoo.com, Aktuell, 13. April 2011: Französischer Moderator Hulot kandidiert gegen Sarkozy (26. April 2011)
  6. tagesschau.de: Le Drian ist neuer französischer Außenminister. Abgerufen am 17. Mai 2017 (de-de).
  7. Think Tank - Qui sommes-nous ?
  8. www.fondation-nicolas-hulot.org