Nicolas Mahut

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Nicolas Mahut Tennisspieler
Nicolas Mahut
Nicolas Mahut 2016 bei den French Open
Nation: FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag: 21. Januar 1982
Größe: 191 cm
Gewicht: 80 kg
1. Profisaison: 2000
Spielhand: Rechts, einhändige Rückhand
Trainer: Gabriel Urpi
Jérôme Haehnel
Preisgeld: 6.974.391 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 150:188
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 37 (5. Mai 2014)
Aktuelle Platzierung: 42
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 237:166
Karrieretitel: 16
Höchste Platzierung: 1 (6. Juni 2016)
Aktuelle Platzierung: 1
Wochen als Nr. 1: 3
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 18. Juli 2016
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Nicolas Mahut (* 21. Januar 1982 in Angers) ist ein französischer Tennisspieler. Seine größten Erfolge sind der Gewinn der Doppelkonkurrenzen der US Open 2015 und in Wimbledon 2016, sowie die Führung in der Doppel-Weltrangliste.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahut ist ein Serve-and-Volley-Spieler und Doppelexperte. 1999 gewann er den Orange Bowl, die inoffizielle Jugend-WM, im Jahr 2000 wurde er Profi. Mit seinem Doppelpartner Julien Benneteau gewann er das Juniorendoppel 1999 bei den US Open und bislang zwei ATP-Turniere.

2007 erreichte Mahut nach Siegen über Ivan Ljubičić und Rafael Nadal das Finale der Queen's Club Championships, das er gegen Andy Roddick in drei Sätzen mit 6:4, 6:77, 6:72 verlor. Einen Monat später stand er auch im Finale in Newport. In der Saison 2013 gewann er in ’s-Hertogenbosch im Alter von 31 Jahren seinen ersten Titel auf der ATP World Tour, als er Stan Wawrinka mit 6:3, 6:4 besiegte. Sein insgesamt viertes Finale auf Rasen bestritt Nicolas Mahut im Juli 2013 in Newport. Er besiegte Lleyton Hewitt mit 5:7, 7:5 und 6:3 und gewann damit innerhalb eines Monats seinen zweiten Karrieretitel. Sein dritter Einzeltitel gelang ihm 2015, wiederum auf Rasen und erneut in ’s-Hertogenbosch. Im Jahr darauf gewann er zum nunmehr dritten Mal den Titel in ’s-Hertogenbosch.

2013 stand er mit Michaël Llodra im Doppelfinale der French Open, das sie gegen die Bryan-Zwillinge mit 4:6, 6:4, 6:74 verloren. 2015 folgte ein weiteres Grand-Slam-Finale; an der Seite seines Landsmanns Pierre-Hugues Herbert unterlag er im Endspiel der Australian Open den Italienern Simone Bolelli und Fabio Fognini. Bei der dritten Finalteilnahme lief es erfolgreicher; mit Herbert gewann er am 12. September 2015 die US Open und damit seinen ersten Grand-Slam-Titel. Zu Beginn der Saison 2016 sicherte er sich zunächst mit Vasek Pospisil den Titel in Rotterdam, ehe er mit Pierre-Hugues Herbert nacheinander die Masters in Indian Wells, Miami und Monte Carlo gewann. Zum 6. Juni 2016 übernahm er als erster Franzose seit Yannick Noah 1987 die Führung in der Weltrangliste.[1] Bereit in der Folgewoche wurde er von Jamie Murray an der Spitze abgelöst. Kurz darauf verteidigten Mahut und Herbert ihren Titel in Queen’s Club und sicherten sich in Wimbledon ihren zweiten gemeinsamen Grand-Slam-Sieg nach einem Finalsieg über Julien Benneteau und Édouard Roger-Vasselin. In der Weltrangliste übernahm Mahut daraufhin wieder die Spitze.

Mahut gab 2015 sein Debüt in der französischen Davis-Cup-Mannschaft.

Rekordmatch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Juni 2010 stellten Mahut und der US-Amerikaner John Isner beim Erstrundenspiel in Wimbledon einen historischen Rekord auf. Nach insgesamt elf Stunden und fünf Minuten verlor Mahut das Match gegen Isner mit 4:6, 6:4, 7:6, 6:7, 68:70. Bemerkenswert war dabei der entscheidende fünfte Satz, der erst nach 138 Spielen die Entscheidung zugunsten des US-Amerikaners brachte. Das Match begann am 22. Juni 2010 und wurde abends nach dem vierten Satz vertagt. Da es am folgenden Spieltag wieder zu keiner Entscheidung kam, wurde das Match schließlich beim Stande von 59:59 erneut wegen zu schlechter Lichtverhältnisse unterbrochen. Allein der letzte Satz dauerte acht Stunden und elf Minuten. Nicht nur hinsichtlich seiner Länge, sondern auch der Zahl der Asse stellte das Spiel neue Rekorde auf: Isner gelangen 112, Mahut 103 Asse. Nie zuvor hatte ein Spieler innerhalb eines Matches eine dreistellige Anzahl von Assen erreicht.[2] Durch die lange Matchdauer wurden viele weitere Rekorde aufgestellt.[3]

2011 trafen beide erneut in Wimbledon aufeinander.[4] Diesmal entschied Isner die Partie der ersten Runde in nur drei Sätzen (7:64, 6:2, 7:66) für sich.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam (2)
Tennis Masters Cup /
ATP World Tour Finals
ATP Masters Series /
ATP World Tour Masters 1000 (3)
ATP International Series Gold /
ATP World Tour 500 Series (4)
ATP International Series /
ATP World Tour 250 Series (11)
ATP Challenger Tour (32)
Titel nach Belag
Hartplatz (10)
Sand (1)
Rasen (8)
Teppich (1)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 21. Juni 2013 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch (1) Rasen SchweizSchweiz Stanislas Wawrinka 6:3, 6:4
2. 14. Juli 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newport Rasen AustralienAustralien Lleyton Hewitt 5:7, 7:5, 6:3
3. 14. Juni 2015 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch (2) Rasen BelgienBelgien David Goffin 7:61, 6:1
4. 12. Juni 2016 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch (3) Rasen LuxemburgLuxemburg Gilles Müller 6:4, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 11. Juni 2007 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Queen’s Club Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andy Roddick 6:4, 6:77, 6:72
2. 9. Juli 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newport Rasen FrankreichFrankreich Fabrice Santoro 4:6, 4:6

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 29. September 2003 FrankreichFrankreich Metz (1) Teppich (i) FrankreichFrankreich Julien Benneteau FrankreichFrankreich Michaël Llodra
FrankreichFrankreich Fabrice Santoro
7:62, 6:3
2. 11. Oktober 2004 FrankreichFrankreich Metz (2) Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Arnaud Clément KroatienKroatien Ivan Ljubičić
ItalienItalien Uros Vico
6:2, 7:610
3. 26. Oktober 2009 FrankreichFrankreich Lyon Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Julien Benneteau FrankreichFrankreich Arnaud Clément
FrankreichFrankreich Sébastien Grosjean
6:4, 7:66
4. 5. Februar 2012 FrankreichFrankreich Montpellier Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Édouard Roger-Vasselin AustralienAustralien Paul Hanley
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jamie Murray
6:4, 7:64
5. 26. Februar 2012 FrankreichFrankreich Marseille Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Édouard Roger-Vasselin DeutschlandDeutschland Dustin Brown
FrankreichFrankreich Jo-Wilfried Tsonga
3:6, 6:3, [10:6]
6. 23. September 2012 FrankreichFrankreich Metz (3) Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Édouard Roger-Vasselin SchwedenSchweden Johan Brunström
DanemarkDänemark Frederik Nielsen
7:63, 6:4
7. 15. Juli 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newport Rasen FrankreichFrankreich Édouard Roger-Vasselin Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim Smyczek
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rhyne Williams
6:74, 6:2, [10:5]
8. 16. Februar 2014 NiederlandeNiederlande Rotterdam (1) Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Michaël Llodra NiederlandeNiederlande Jean-Julien Rojer
RumänienRumänien Horia Tecău
6:2, 7:64
9. 21. Juni 2015 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Queen’s Club (1) Rasen FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert PolenPolen Marcin Matkowski
SerbienSerbien Nenad Zimonjić
6:2, 6:2
10. 12. September 2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Hartplatz FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jamie Murray
AustralienAustralien John Peers
6:4, 6:4
11. 14. Februar 2016 NiederlandeNiederlande Rotterdam (2) Hartplatz (i) KanadaKanada Vasek Pospisil DeutschlandDeutschland Philipp Petzschner
OsterreichÖsterreich Alexander Peya
7:62, 6:4
12. 19. März 2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells Hartplatz FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert KanadaKanada Vasek Pospisil
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jack Sock
6:3, 7:65
13. 2. April 2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami Hartplatz FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert SudafrikaSüdafrika Raven Klaasen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rajeev Ram
5:7, 6:1, [10:7]
14. 17. April 2016 MonacoMonaco Monte Carlo Sand FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jamie Murray
BrasilienBrasilien Bruno Soares
4:6, 6:0, [10:6]
15. 19. Juni 2016 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Queen’s Club (2) Rasen FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert AustralienAustralien Chris Guccione
BrasilienBrasilien André Sá
6:3, 7:65
16. 9. Juli 2016 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Rasen FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert FrankreichFrankreich Julien Benneteau
FrankreichFrankreich Édouard Roger-Vasselin
6:4, 7:61, 6:3

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 20. Februar 2003 FrankreichFrankreich Lyon Teppich (i) FrankreichFrankreich Julien Benneteau IsraelIsrael Jonathan Erlich
IsraelIsrael Andy Ram
1:6, 3:6
2. 20. Februar 2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newport Rasen FrankreichFrankreich Grégory Carraz AustralienAustralien Jordan Kerr
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim Thomas
3:6, 7:65, 3:6
3. 20. Februar 2007 ThailandThailand Bangkok Hartplatz FrankreichFrankreich Michaël Llodra ThailandThailand Sanchai Ratiwatana
ThailandThailand Sonchat Ratiwatana
6:3, 5:7, [7:10]
4. 20. Februar 2011 FrankreichFrankreich Paris Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Julien Benneteau IndienIndien Rohan Bopanna
PakistanPakistan Aisam-ul-Haq Qureshi
2:6, 4:6
5. 8. Juni 2013 FrankreichFrankreich French Open Sand FrankreichFrankreich Michaël Llodra Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Bryan
4:6, 6:4; 6:74
6. 22. September 2013 FrankreichFrankreich Metz (1) Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Jo-Wilfried Tsonga SchwedenSchweden Johan Brunström
SudafrikaSüdafrika Raven Klaasen
4:6, 6:75
7. 9. Februar 2014 FrankreichFrankreich Montpellier Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Marc Gicquel UsbekistanUsbekistan Denis Istomin
RusslandRussland Nikolai Dawydenko
6:3, 4:6, [2:10]
8. 31. Januar 2015 AustralienAustralien Australian Open Hartplatz FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert ItalienItalien Simone Bolelli
ItalienItalien Fabio Fognini
4:6, 4:6
9. 13. Juni 2015 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch Rasen FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert KroatienKroatien Ivo Karlović
PolenPolen Łukasz Kubot
2:6, 6:79
10. 27. September 2015 FrankreichFrankreich Metz (2) Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Pierre-Hugues Herbert PolenPolen Łukasz Kubot
FrankreichFrankreich Édouard Roger-Vasselin
6:2, 3:6, [7:10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nicolas Mahut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mahut's Rich Reward, atpworldtour.com vom 6. Juni 2016. Abgerufen am 15. Juni 2016.
  2. Wimbledon - 70:68! Tennis-Wahnsinn zu Ende Eurosport, 24. Juni 2010
  3. Denkwürdige Erstrundenpartie orf.at, 24. Juni 2010
  4. Jörg Allmeroth: Wimbledon 2011: Das Spiel, das niemals endet. In: fr-online.de. 20. Juni 2011, abgerufen am 19. Dezember 2014.