Nicole Deitelhoff

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Nicole Deitelhoff, im November 2018 bei den Römerberggesprächen in Frankfurt am Main

Nicole Deitelhoff (* 1974) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Hochschullehrerin. Seit 2016 ist sie Leiterin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt am Main.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicole Deitelhoff studierte Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt, bevor sie 1997/1998 den Masterstudiengang Political Science an der State University of New York at Buffalo absolvierte. Im Jahr 1998 erwarb sie den Abschluss Master of Arts. Anschließend war sie bis 2001 Mitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Walter Hoffmann und dort für die Themen Bildung und Forschung sowie Außenpolitik zuständig.

Von 2000 bis 2001 war Deitelhoff Stipendiatin der Hessischen Landesgraduiertenförderung, in den vier darauffolgenden Jahren Stipendiatin der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Die Promotion zur Dr. phil. an der TU Darmstadt erfolgte im Jahr 2004.

Im Anschluss an das Promotionsstipendium blieb Deitelhoff bis 2009 der HSFK als Wissenschaftliche Mitarbeiterin verbunden. Im gleichen Zeitraum war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für interdisziplinäre Technikforschung (ZIT) an der TU Darmstadt.

Nach einer Vertretungsprofessur am Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) der Universität Bremen im Jahr 2008 sowie einer Forschungsprofessur Bremer Sonderforschungsbereich 597 „Staatlichkeit im Wandel“ erfolgte 2009 die Berufung zur Professorin für „Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungspolitik“ an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Daneben leitete Deitelhoff die Forschergruppe „Globale Verhandlungen – Regionale Dynamiken“ der HSFK.[1][2]

Von 2010 bis 2011 war sie Gastprofessorin an der Hebrew University in Jerusalem, 2011 zudem Gastforscherin am Center for European Studies, Harvard University. 2012 war sie Gastforscherin an der University of Hawaii at Manoa.

Seit 2016 ist sie Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK).

Deitelhoff ist seit 2015 zusammen mit Christopher Daase Geschäftsführende Herausgeberin der Zeitschrift für internationale Beziehungen. Seit 2009 gehört Nicole Deitelhoff dem Beirat der Zeitschrift Leviathan an.

Seit 2007 ist Deitelhoff Mitglied des Direktoriums und Principal Investigator des Exzellenzclusters Die Herausbildung normativer Ordnungen an der Universität Frankfurt.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Überzeugung in der Politik: Grundzüge einer Diskurstheorie internationalen Regierens. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag. 2006. Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft; 1821. Zugl.: Darmstadt, Techn. Univ., Diss., 2004. ISBN 978-3-518-29421-5
  • Staatlichkeit im Wandel. Was bleibt vom Staat? Demokratie, Recht und Verfassung im globalen Zeitalter. Frankfurt am Main, New York, Campus-Verlag. 2009. ISBN 978-3-593-39017-8
  • mit Klaus Dieter Wolf als Hrsg.: Corporate Security Responsibility? Corporate Governance Contributions to Peace and Security in Zones of Conflict. Houndmills, Palgrave Macmillan. 2010.
  • mit Anna Geis: Beyond the Taboos? Die Privatisierung des Militärs, in: Nina Leonhardt/Jacqueline Werkner (Hg.), Militärsoziologie - Eine Einführung, Heidelberg, VS Springer, S. 139–157. 2011.
  • Parallele Universen oder Verschmelzung der Horizonte, in: Zeitschrift für internationale Beziehungen Jg. 17, Nr. 2, S. 279–292. 2011.
  • Rechtfertigungsnarrative in politischen Verhandlungsprozessen. Viel Lärm um nichts? in: Andreas Fahrmeir (Hg.), Rechtfertigungsnarrative. Frankfurt am Main, Campus-Verlag. 2012.
  • Is Fair Enough? Legitimation internationalen Regierens durch deliberative Verfahren, in: Niesen, Peter (Hg.), Transnationale Gerechtigkeit und Demokratie. Frankfurt am Main, Campus, 103–130. 2012.
  • mit Klaus Dieter Wolf: Business and Human Rights: How Corporate Norm Violators become Norm-entrepreneurs, in: Thomas Risse/Stephen Ropp/Kathyrin Sikkink (Hg.), The Persistent Power of Human Rights. From Commitment to Compliance. Cambridge, Cambridge University Press, S. 222–238. 2013.
  • mit Linda Walbott: Beyond Soft Balancing. Small States and Coalition-Building in the ICC and Climate Negotiations, in: Cambridge Review of International Studies, 25:3, 334–366, doi:10.1080/09557571.2012.710580 2013.
  • mit Christopher Daase: Herrschaftszeiten. Internationale Politische Theorie als Gesellschaftstheorie der Internationalen Beziehungen, in: Zeitschrift für Politische Theorie, 6:2, 141–158. 2015.
  • mit Michael Zürn: Lehrbuch der Internationalen Beziehungen. Per Anhalter durch die IB-Galaxis. München, C.H. Beck. 2016.
  • als Hrsg. mit Christopher Daase, Ben Kamis, Jannik Pfister und Philip Wallmeier: Herrschaft in den Internationalen Beziehungen. Heidelberg, VS Springer. 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nicole Deitelhoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marlar Kin: Nicole Deitelhoff wird Professorin an Universität Frankfurt und leitet Forschergruppe an HSFK. Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Pressemitteilung. 22. April 2009. In: idw-online.de. Abgerufen am 4. Dezember 2011.
  2. Leiterin der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. In: hsfk.de. Abgerufen am 7. April 2017.
  3. Mitarbeiterprofil. Deitelhoff, Nicole, Prof. Dr.. In: normativeorders.net. Abgerufen am 4. Dezember 2011.
  4. Eva-Maria Streier: Ausgezeichneter Forschernachwuchs. DFG vergibt Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2008 an sechs junge Wissenschaftler. Deutsche Forschungsgemeinschaft. Pressemitteilung. 14. März 2011. In: idw-online.de. Abgerufen am 4. Dezember 2011.
  5. Schader-Stiftung: Widerspruch und Normativität im globalen Regieren. Nicole Deitelhoff erhält den Schader-Preis 2017. (Memento des Originals vom 13. Dezember 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schader-stiftung.de In: schader-stiftung.de. Abgerufen am 13. Dezember 2016.