Nicole Hoffmeister-Kraut

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Nicole Hoffmeister-Kraut am 22. Juli 2019 beim Schwörmontag in Ulm

Nicole Hoffmeister-Kraut (* 9. Oktober 1972 in Balingen) ist deutsche Politikerin (CDU) und seit April 2016 Abgeordnete des Landtags Baden-Württemberg. Seit Mai 2016 ist sie baden-württembergische Wirtschaftsministerin.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Gymnasium Balingen studierte Hoffmeister-Kraut ab 1992 BWL an der Universität Tübingen.[1] Sie schloss als Diplom-Kauffrau ab und promovierte 2001 an der Universität Würzburg[2] mit der Dissertation Unternehmensanalyse in mittelständischen Industrieunternehmen. Konzepte – Methoden – Instrumente.[3]

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2001 bis 2002 war sie Praktikantin bei der Investmentbank Morgan Stanley in London, danach bis 2005 Analystin im Bereich Mergers & Acquisitions bei Ernst & Young in London[4] und Frankfurt.

Hoffmeister-Kraut ist seit 1998 Gesellschafterin der Bizerba SE & Co. KG, die sich in Besitz der Gründerfamilie Kraut befindet.[5] 2014 bis 2016 war sie auch Mitglied des Aufsichtsrats des Unternehmens.[6]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoffmeister-Kraut trat 2009 in die CDU ein[7] und wurde im selben Jahr Mitglied des Gemeinderats der Stadt Balingen[8]; ab 2014 war sie Mitglied im Kreistag des Zollernalbkreises[9]. Aus beiden Gremien schied Hoffmeister-Kraut 2016 anlässlich ihrer Ernennung zur Ministerin aus.

Im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 wurde Hoffmeister-Kraut im Juli 2015 erst im dritten Wahlgang mit 2,8 Prozentpunkten Vorsprung als CDU-Kandidatin für den Wahlkreis Balingen nominiert.[10] Bei der Landtagswahl selbst gewann sie das Erstmandat knapp mit 311 Stimmen Vorsprung (0,4 Prozentpunkte) gegenüber dem Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen.[11] Am 10. Mai wurde Hoffmeister-Kraut überraschend als Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Kabinetts Kretschmann II bekanntgegeben.[12]

Seit 2016 ist Hoffmeister-Kraut Vorsitzende des CDU Kreisverbands Zollernalb und seit 2017 Beisitzerin im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg.[13]

Bei der Landtagswahl 2021 konnte sie ihr Direktmandat mit 32,6 Prozent der Stimmen verteidigen. Im Kabinett Kretschmann III ist sie weiterhin als Wirtschaftsministerin vertreten, mit weiteren Zuständigkeiten für Arbeit und Tourismus.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2020 forderte sie von der Bundesregierung die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für alle Steuerzahler und Unternehmen.[14] Im Dezember 2020 machte sie sich dafür stark, dass Einzelhändler, die ihre Geschäfte infolge des Lockdowns schließen mussten, einen Abholservice anbieten dürfen.[15]

Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoffmeister-Kraut engagiert sich als Elternbeiratsvorsitzende am Gymnasium Balingen[21], im Förderverein Sichelschule Balingen, als Kirchengemeinderätin der evangelischen Gesamtgemeinde Balingen sowie im Beirat der Balinger Tafel. Sie ist bekennende Anhängerin des VfB Stuttgart.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoffmeister-Kraut ist verheiratet, hat drei Kinder, lebt und wohnt in Balingen.[22] Sie ist evangelischer Konfession.[23]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nicole Hoffmeister-Kraut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, CDU Landtag von Baden-Württemberg, abgerufen im Juni 2020
  2. Mathaisemarkt 2017: Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut ist Festrednerin, Rhein-Neckar-Zeitung, 4. August 2016
  3. Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: Gewappnet fürs Amt, Südwestpresse, 27. Mai 2016
  4. Beck-Shop Fachbuchverlag: Unternehmensanalyse in mittelständischen Industrieunternehmen, abgerufen am 26. März 2016
  5. Bizerba: Über Bizerba Deutschland, abgerufen am 26. März 2016
  6. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg: Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, abgerufen am 30. August 2016
  7. CDU nominiert Nicole Hoffmeister-Kraut, Südwestpresse, 10. Juli 2015
  8. Aus der Kommunalpolitik direkt ins Kabinett, Stuttgarter Zeitung, 10. Mai 2016
  9. Nicole Hoffmeister-Kraut: Senkrechtstarterin aus der Kommunalpolitik, Schwarzwälder Bote, 10. Mai 2016
  10. Hohenzollerische Zeitung: CDU nominiert Nicole Hoffmeister-Kraut, abgerufen am 10. Mai 2016.
  11. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Wahl zum 16. Landtag von Baden-Württemberg am 13. März 2016 - Vorläufige Ergebnisse, abgerufen am 25. März 2016. (PDF)
  12. Stuttgarter Nachrichten: Nicole Hoffmeister-Kraut wird Wirtschaftsministerin, abgerufen am 10. Mai 2016.
  13. Biografie - Nicole Hoffmeister-Kraut - Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  14. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/corona-in-bw-100.html
  15. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/lockdown-regel-chaos-bei-drogeriekette-mueller-in-bw-100.html
  16. Gremien, Website von Baden-Württemberg International
  17. Aufsichtsrat. Website der e-mobil GmbH BW
  18. Aufsichtsrat. Website der Leichtbau GmbH BW
  19. Aufsichtsrat. Website Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg
  20. Aufsichtsrat. Website der Baden-Württemberg Stiftung
  21. Netzwerkerin und Organisatorin, Südwestpresse, 20. Februar 2016
  22. Nicole Hoffmeister-Kraut über die Auswirkungen der Corona-Krise, Heilbronner Stimme, 27. März 2020
  23. Landtag Baden Württemberg - Hoffmeister-Kraut. Abgerufen am 2. April 2021.