Nidarosdom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nidarosdom
Westportal
Adresse Trondheim, Bispegata 11
Konfession evangelisch-lutherisch
Gemeinde Pfarrgemeinde Trondheim
Aktuelle Nutzung Bischofskirche des Bistums Trondheim,
Kirche der Vorsitzenden der norwegischen Bischofskonferenz.
Gebäude
Baujahr(e) 1090 erste Steinkirche,
1152–1320 Großbau,
ab 1869 Restauration
Stil Neogotik und Romanik

Der Nidarosdom in Trondheim (alter Name der Stadt: Nidaros) gehört zu den bedeutendsten Kirchen in Norwegen, er gilt als Nationalheiligtum. Er war die Kathedrale der norwegischen Erzdiözese, die 1152 gegründet wurde. Weil hier der Schrein von Olaf dem Heiligen hinter dem Hochaltar stand, trug der Dom auch den Beinamen „Herz Norwegens“. Nach der Reformation wurde er zur Kathedrale der evangelisch-lutherischen Bischöfe von Trondheim. Im Mittelalter und von 1818 bis 1906 war der Nidarosdom die Krönungsstätte der norwegischen Könige. Hier wurden sieben Könige gekrönt und zehn begraben. Krönungen finden hier nicht mehr statt. Der Nidarosdom ist auch seit der Reformation weiterhin Bischofskirche des Bistums Nidaros, heute Bistums Trondheim. Seit 2011 ist er außerdem Sitz des neugeschaffenen Amtes der Vorsitzenden der norwegischen Bischofskonferenz.

Südlich an den Nidarosdom schließt sich der Erzbischöfliche Palast an.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorläufer[Bearbeiten]

Der Dom wurde auf der Grabstätte des Königs Olav Haraldsson errichtet, der 1030 in der Schlacht von Stiklestad fiel. Als er ein Jahr nach seinem Tod heiliggesprochen wurde, setzte ein Pilgerstrom zu seinem Grab ein. Kurz darauf, unter Magnus dem Guten, wurde über der Grabstätte eine kleine Holzkapelle errichtet. König Olav III. „der Ruhige“ ließ 1070 die Kapelle durch eine steinerne Kirche ersetzen, die 1090 fertiggestellt wurde.

Die Kathedrale[Bearbeiten]

Erhaltenes mittelalterliche Mauerwerk, nach einer Zeichnung von J. Mathiesen

1152 machte man sich daran, als Sitz des norwegischen Erzbischofs eine große Kathedrale nach westeuropäischem Vorbil zu errichten, zunächst im englisch-normannischen Stil dann in einem romanisch-gotischen Übergangsstil. Große Fortschritte machte der Bau unter Erzbischof Øystein Erlendsson (Amtszeit 1157/61–1188). Nach seiner Rückkehr von einer Englandreise wurde 1185 am östlichen Ende des Chors die achteckige Kapelle (das „Oktogon“) für den Olavsschrein errichtet. Erzbischof Sigurd Eindridesson (Amtszeit 1231–1252) legte 1248 den Grundstein für die zweitürmige Westfront. 1320 war die Kathedrale im Wesentlichen vollendet.

Brände und Konflikte[Bearbeiten]

1661 von Norden

Bei mehreren Bränden 1328, 1432 und 1531 wurde die Kirche schwer beschädigt. Noch um 1520 ließ Erzbischof Erik Valkendorf wesentliche Reparaturen durchführen. Aber nach dem Brand von 1531 verzögerte eine politische Krise den Wiederaufbau, bei der drei Konflikte miteinander verquickt waren. Es ging um das Maß norwegischer Selbstständigkeit in der Personalunion mit Dänemark, um einen dänischen Thronstreit und um die Einführung der Reformation. 1537 wurde Norwegen evangelisch, und Erzbischof Olav Engelbrektsson ging ins Exil.

Der verkleinerte Dom[Bearbeiten]

um 1830 von Südosten

Beim Wiederaufbau ab 1537 wurde der Innenraum verkleinert, am Westrand von Querschiff und Vierung wurde eine Trennwand eingezogen. Westlich davon wurde das Gebäude nicht wiederhergestellt. Nur die Turmstümpfe und die Außenwände erhielten Notdächer. Im östlichen Teil erhielt der Langchor eine flache Decke. Der Vierungsturm wurde mit einem hohen spitzen Turmhelm auf eine Höhe von 110 m gebracht.

150 Jahre später, 1689, zerstörte ein Sturm den Turmhelm. 1708 brannte die ganze Kirche bis auf die Grundmauern ab. Noch während des Wiederaufbaus kam es 1719 durch Blitzschlag zu einem erneuten Brand. Bei der anschließenden Reparatur erhielt das Oktogon eine barocke Haube. Erst 1741 wurde die 1708 zerstörte Orgel ersetzt, durch ein prächtiges Barockinstrument.

Wiederherstellung[Bearbeiten]

Chorraum 1848, Blick zum Oktogon

Die Besinnung auf den kulturellen Wert des Nidrarosdomes begann 1762 mit Gerhard Schönings Buch Beskrivelse over den tilforn meget prægtige og vidtberømte Dom-Kirke i Trondhjem.

In den 1820er Jahren schuf der Maler J. C. Dahl mehrere Abbildungen des ehrwürdigen Gebäudes.

1833 traten Schäden am Oktogon auf.

Ernst Schirmer[Bearbeiten]

1840 zeigte ein Pfeiler des Doms Veränderungen, die einen baldigen Einsturz befürchten ließen. Nun suchte das Kirchenministerium (Kirkedepartementet) dringend nach einer Lösung, um den Verfall zu stoppen. Der damals 27-jährige deutsche Architekt Heinrich Ernst Schirmer wurde um 1841 beauftragt, Untersuchungen und Studien zur Restaurierung und Wiederherstellung des Nidarosdoms durchzuführen. Gleichzeit erforschte der Historiker Peter Andreas Munch die Baugeschichte. Schirmers erste Wiederaufbaupläne wurden zunächst aus Kostengründen verworfen, aber durch sein starkes Engagement für das Projekt und den fortgesetzten Verfall des Bauwerkes gewann das Thema in den nächsten Jahrzehnten in Norwegen stark an Popularität. 1859 präsentierte Schirmer zusammen mit Munch in Ausstellungen mehrere Schautafeln mit Plänen zum Wiederaufbau der Kathedrale und stieß auf große Aufmerksamkeit. Das führte dann trotz pekuniärer Engpässe 1869 zum Beginn eines durch Schirmer geleiteten grundlegenden Wiederaufbaus des Nidarosdomes. Allerdings trafen seine künstlerischen Pläne auf heftige Kritik von Befürwortern eines archäologischen Wiederaufbaues. Da fast alle historischen Vorlagen fehlten, beruhte die Rekonstruktion zum großen Teil auf Spekulationen.

Christian Christie[Bearbeiten]

Risse im Seitenschiff durch abgesackten Vierungspfeiler um 1890
1839 von Westen
Rekonstruktion einer Wand anhand von Trümmersteinen, Christie um 1903
Westfassade vor dem Wiederaufbau

Bereits 1872 wurde Schirmer durch den Dombaumeister Christian Christie ersetzt, der den Bau bis zu seinem Tod 1906 leitete. Durch Christies Einsatz versprach man sich beim Wiederaufbau Besserung, dennoch wurde der Dom nach dem Konzept seines Vorgängers Schirmer weiter rekonstruiert. Unter Christies Regie und Hauptverantwortung wurden in dieser Zeit die Restaurierung des Chores und des Oktogons vorangetrieben, und mit der Wiedererrichtung des westlichen Kirchenschiffs begonnen. Die westlichen Ecktürme wurden noch nicht berücksichtigt. Er verfasste einige Vorstudien zum Wiederaufbau des Nidarosdomes im Stil der Gotik, die auch zum Teil zur Ausführung kamen. Christie überprüfte außerdem gründlich die Verwendbarkeit von verfügbarem archäologischem Material, um den Bau im Gegensatz zu seinem Vorgänger dem historischen Original anzunähern und die Kirche auf einer soliden Basis zu rekonstruieren. Dabei war sein Hauptziel, den Nidarosdom wieder in seine ursprüngliche gotische und romanische Form zu bringen. Er ließ systematisch alle neueren Ergänzungen einschließlich der barocken Haube des Oktogons entfernen. Christies sorgfältige und präzise Arbeit beim Wiederaufbau erhielt seinerzeit breite Anerkennung in Fachkreisen, auch wenn nach heutigen Maßstäben seine Herangehensweise als unsensibel und etwas grob angesehen wird.

Trotzdem blieb die Rekonstruktion des Nidorasdomes unter Christie auch in seiner Zeit nicht ohne Kritik, da ihm ebenso wie Schirmer zuverlässige Quellen und archäologisches Material fehlten. Christie orientierte sich beim Wiederaufbau an den Thesen des französischen Architekten Eugène Viollet-le-Duc und des Briten Giles Gilbert Scott. Diese vertraten das Prinzip der stilistischen Einheit, das schon zur Zeit Christies kritisiert wurde, denn die so „restaurierten“ Bauten konnten in einem Zustand enden, den sie vorher nie hatten. Beim Nidarosdom bedeutete dies die Vernichtung von wertvollen architektonischen Teilen aus dem 16., 17. und frühen 19. Jahrhundert, die nach Christies Meinung stilistisch nicht zum Wiederaufbau passten.[1]

Ende des 19. Jh. von Nordosten

Kurz nach der Rekonstruktion und Fertigstellung des Hauptturmes 1903 gab es erneut kritische Stimmen zu Christies Wirken als Dombaumeister. Dabei wurde insbesondere kritisiert, dass, basierend auf seinen architektonischen Überlegungen, unter anderem die Höhe des Kirchturms zu niedrig rekonstruiert war und er sich in der Ausführung nicht genügend an archäologische Zeugnisse hielt. Nach seinen Plänen wurde 1901 auch das neue charakteristische Kupferhelmdach auf dem Hauptturm des Domes errichtet, ebenfalls ohne entsprechende historische Grundlagen. Christie entwickelte auch die Baupläne für die Neuerrichtung der Westfront des Domes. Nach seinem Tod wurden sie jedoch verworfen. Wegen der zunehmenden Kritik an seinem Vorgehen am Nidarosdom sollte er bereits 1905 als Dombaumeister entlassen werden. Die Debatten zogen sich jedoch in die Länge und es kam zu keiner Entscheidung. Christie konnte dadurch noch bis zu seinem Tod 1906 die Restaurierungsarbeiten an der Kathedrale fortführen.[1]

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Danach leitete der norwegische Architekt Henrik Bull (1864–1953)und 1909–25 Olaf Brochmann Nordhagen (1883–1925) den Wiederaufbau. Im Konflikt zwischen Nordhagens Konzept und der Architekturtheorie des Historikers Fredrik Macody Lund (1863–1943)wurde eine internationale Kommission berufen, die sich einstimmig zugunsten Nordhagens aussprach. 1930 übernahm der in Trondheim geborene Architekt Helge Thiis (1897–1972) die Leitung der Domrekonstruktion. Seine Pläne für die westliche Turmfront wurden 1949 vom Storting gebilligt. Die Türme wurden 1964 und 1968 vollendet. Erst seit 2001 gilt der Wiederaufbau des Nirarosdoms offiziell als abgeschlossen.

Bauwerksbeschreibung[Bearbeiten]

Grundriss des Nidarosdoms
2012 von Norden
Westfassade 1930

Der gesamte Baukörper besitzt die Abmessungen 102 Meter lang, 50 Meter breit (unter Einbeziehung des Querschiffes) und ist in der Gewölbespitze 21 Meter hoch. Er gliedert sich in das gotische Langschiff mit den Türmen (Bauzeit 1140–1180 und 1220–1240; 1328 repariert), in das romanische Querschiff mit Kapelle (Bauzeit 1140–1180), die Sakristei (ein nördlicher Anbau aus der Zeit 1170–118), das Oktogon (Bauzeit 1183–1210) und das Hauptschiff mit der Westfront (Bauzeit 1248–1320). Über dem Kathedralenbau erheben sich drei Türme, zwei zwillingsartige über dem Westchor und einer mittig über der Vierung. Sechs Portale ermöglichen den Zugang zum Dom.

Westfassade 1661

In der Unterkirche gibt es drei Kapellen, die normalerweise nicht für Besucher zugängig sind. Es sind dies die Marienkapelle, die Olafskapelle und die Michaelkapelle.

Fassaden[Bearbeiten]

Das Material der Schmuckfassaden ist Speckstein. Als Schauseite der Kathedrale gilt die Westfassade im Stil der Hochgotik nach englischen Vorbildern wie der Westminster Abbey. Von den ehemals wohl 40 schmückenden Statuen waren im 19. Jahrhundert nur noch fünf erhalten. Die Neugestaltung ab 1929 erfolgte als Kassettenfassade mit einer großen Zahl neuer Statuen, die Personen und Geschichten aus dem Alten Testament künstlerisch darstellen.

Innenansicht – Hauptschiff

Innengestaltung und Ausstattung[Bearbeiten]

Die Kreuzrippengewölbe der Kirchenschiffe entstanden allesamt bei der Rekonstruktion des Gebäudes. Das Oktogon an der Ostseite des Doms ist seit dem 12. Jahrhundert nahezu unverändert erhalten und gilt als authentischster Teil des Nidarosdoms. Es wird im Inneren von Schmuckarkaden ohne tragende Funktion gebildet und enthält Reliefs und steinerne Figuren in sehr naturalistischem Stil. In dieser Apsis (Außendurchmesser 18 Meter, Innendurchmesser 10 Meter) wurde der Schrein des Königs Olav Haraldsson, des Heiligen Olaf, aufbewahrt.

Im Inneren der Kirche befinden sich ferner eine Kanzel aus dem Jahr 1890, zwei Taufbecken, eins aus dem Jahr 1728 von Jon Jensen, das zweite aus dem Jahr 1905 von Gustav Vigeland, sowie ein Altarbild.

Die Glasmalereien fertigten Gabriel Kielland (1908–1934) und Oddmund Kristiansen (1950–1985), inspiriert von französischen Vorbildern wie der Kathedrale von Chartres. Sie stellen unter anderem die Sage von König Olav Haraldsson und Bibelszenen dar. Es war bei der Rekonstruktion umstritten, ob in die Giebel Farbfenster eingesetzt werden sollten und wie die Westfront insgesamt gestaltet werden sollte. Nach einem Kunstwettbewerb billigte das norwegische Parlament schließlich die Umsetzung der neuen Gestaltungspläne.

Orgeln[Bearbeiten]

Wagner-Orgel von 1741[Bearbeiten]

Orgel von 1741

Die ältere der beiden Orgeln wurde 1741 von Joachim Wagner hergestellt und von seinem Schüler Johann Peter Migendt auf dem Nordtransept eingebaut. Im Jahr 1812 wurde die Pedalmixtur durch ein Bordun 8′ ersetzt. Claus Jensen ergänzte 1860/1861 ein Récit auf einem dritten Manual mit sechs Registern, ersetzte 1879 drei Stimmen und ergänzte 1885 ein Fagott 8′. 1930 wurde eine neue Steinmeyer-Orgel hinter dem historischen Prospekt aufgestellt und 1960 die gesamte Orgelanlage auf die Westempore umgesetzt. Ein Großteil des historischen Pfeifenmaterials wurde eingelagert und blieb auf diese Weise erhalten. 1994 rekonstruierte Jürgen Ahrend die barocke Orgel in der ursprünglichen Disposition auf dem Nordtransept und restaurierte das Werk umfassend. Das weitgehend original erhaltene Instrument verfügt über 30 Register auf zwei Manualen und Pedal.[2]

I Hauptwerk CD–c3
1. Bordun 16′
2. Principal 8′
3. Rohrflöte 8′
4. Octav 4′
5. Spitzflöte 4′
6. Quinta 3′
7. Octav 2′
8. Waldflöte 2′
9. Cornet III
10. Scharff V
11. Mixtur III
12. Trompet 8′
II Oberwerk CD–c3
13. Gedackt 8′
14. Quintadena 8′
15. Principal 4′
16. Rohrflöte 4′
17. Nasat 3′
18. Octav 2′
19. Tertia 13/5
20. Quinta 11/2
21. Mixtur IV
22. Vox humana 8′
Pedalwerk CD–d1
23. Subbas 16′
24. Principal 8′
25. Quinta 6'
26. Octav 4′
27. Mixtur V
28. Posaune 16′
29. Trompete 8′
30. Cleron 4′

Steinmeyer-Orgel von 1930[Bearbeiten]

Die Hauptorgel stammt von der Firma Steinmeyer und wurde 1930 anlässlich der 900-Jahr-Feier der Schlacht von Stiklestad ursprünglich im nördlichen Querschiff eingebaut, welches die Orgel auch komplett ausfüllte. 1960 wurde sie in den nun wieder aufgebauten Westteil der Kirche umgesetzt und dabei auch massiv verändert, u. a. wurde das Schwellwerk des dritten Manuals (verteilt auf 2 Manuale) als eigenständige Chororgel im Hochchor verwendet, etliche nicht dem damaligen Zeitgeschmack entsprechende Register wurden im benachbarten Bischofssitz eingelagert, wo sie teilweise später einem Brand zu Opfer fielen.

2012 bis 2014 wurde die Orgel durch Orgelbau Kuhn AG wieder auf die ursprüngliche Disposition von 1930 zurückgeführt, wobei 17 Register rekonstruktiv ergänzt oder neu gebaut werden mussten.[3] Auch der neue viermanualige Spieltisch ist trotz modernster Technik dem historischen Spieltisch von 1930 nachempfunden, es sind z.B. trotz zeitgemässer Setzeranlage alle historisch vorhandenen Spielhilfen integriert worden. Die Wiedereinweihung fand am 17. Mai 2014 statt - dem Nationalfeiertag Norwegens und gleichzeitig das 200. Jubiläum der Verfassung von Eidsvoll.

Das Instrument hat 125 klingende Register, 12 transmittierte Register und zwei Effektregister. Die Numerierung der Register entspricht der am Spieltisch.[4]

Pedal C–g1
1. Subbourdon 32′
2. Contra Violone 32′
3. Majorbass 16′
4. Principalbass Nr. 1 16′
5. Principalbass Nr. 2 (= Nr. 33) 16′
6. Contra Bass 16′
7. Harmonikabass 16′
8. Subbass 16′
9. Bourdon (= Nr. 34) 16′
10. Saliciona (= Nr. 61) 16′
11. Quintbass 102/3
12. Oktavbass 8′
13. Principal (= Nr. 37) 8′
14. Violoncello 8′
15. Dulciana (= Nr. 65) 8′
16. Røhrfløite 8′
17. Fløitebass 8′
18. Kvint 51/3
19. Oktav 4′
20. Bachflöte 4′
21. Ters 31/5
22. Waldflöte 2′
23. Mixtur V 51/3
24. Pedalcornet V 22/3
25. Contra Bombarde 32′
26. Bombarde 16′
27. Basstuba (= Nr. 131) 16′
28. Fagot (= Nr. 78) 16′
29. Ranket (= Nr. 144) 16′
30. Trompet 8′
31. Clarin 4′
32. Chimes (= Nr. 59)
I Hauptwerk C–c4
33. Principal 16′
34. Bourdon 16′
35. Principal Nr. 1 8′
36. Principal Nr. 2 8′
37. Principal Nr. 3 8′
38. Flauto major 8′
39. Doppelgedeckt 8′
40. Violoncello 8′
41. Røhrfløite 8′
42. Gemshorn 8′
43. Kvint 51/3
44. Oktav 4′
45. Principal 4′
46. Fløite 4′
47. GrossTers 31/5
48. Kvint 22/3
49. Superoktav 2′
50. Ters 13/5
51. Cornet V 4′
52. Mixtur VI 2′
53. Cymbel III 1′
54. Bombarde 16′
55. Tromba 8′
56. Trompet 8′
57. Clairon harmonique 4′
58. Celesta
59. Chimes
II Schwellwerk C–c5
60. Nachthorn 16′
61. Salicional 16′
62. Principal 8′
63. Spissfløite 8′
64. Gedeckt 8′
65. Dulciana 8′
66. Unda maris 8′
67. Kvintaten 8′
68. Principal 4′
69. Fugara 4′
70. Røhrfløite 4′
71. Kvint 22/3
72. Sifflöte 2′
73. Ters 13/5
74. Larigot 11/3
75. Septim 11/7
76. Sedecima 1′
77. Mixtur IV 2′
78. Contra Fagott 16′
79. Bassethorn 8′
80. Clarinett 8′
81. Trompet 8′
82. French Horn 8′
83. Euphone 4′
84. Tremolo
III Schwellwerk II C–c5
86. Geigenprinzipal 16′
87. Røhrfløite 16′
88. Principal major 8′
89. Principal minor 8′
90. Jubalfløite 8′
91. Wienerflöte 8′
92. Bourdon 8′
93. Viola di Gamba 8′
94. Gamba celeste 8′
95. Aeoline 8′
96. Voix celeste 8′
97. Prestant 4′
98. Gambette 4′
99. Flute harmonique 4′
100. Kleingedeckt 4′
101. Kvint 22/3
102. Piccolo 2′
103. Terts 13/5
104. Cornet V 8′
105. Plein jeu V 22/3
106. Trompet 16′
107. Trompete harm. 8′
108. Cornopean 8′
109. Orkesteroboe 8′
110. Vox humana 8′
111. Clarin 4′
112. Harpe (= Nr. 58) 8′
113. Harpe (ext. Nr. 58) 4′
114. Tremolo
IV Fernwerk C–c5 (schwellbar)
117. Bourdon 16′
118. Viola 8′
119. Viola celeste 8′
120. Bourdon 8′
121. Principalfløite 4′
122. Flageolet 2′
123. Mixtur III 22/3
124. Trompet 8′
125. Pedalbourdon (aus Nr. 117) 16′
126. Vox humana 8′
127. Tremolo (für Nr. 126)
IV Solowerk C–c4 (schwellbar)
128. Diapason Stentor 8′
129. Geigenprincipal 8′
130. Grossmixtur V 4′
131. Tuba 16′
132. Tuba 8′
133. Trompette orchestrale 8′
134. Tuba 4′
Rückpositiv C–c4
135. Mildprinzipal 8′
136. Violfløite 8′
137. Cor de Nuit 8′
138. Prestant 4′
139. Bachflöte 4′
140. Nasat 22/3
141. Blockflöte 2′
142. Nachthorn 1′
143. Cymbel IV 1/2
144. Ranket 16′
145. Krummhorn 8′
146. Tremolo
  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, IV/I, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P
    • Suboktavkoppeln: II/I, II/II, III/I, III/II, III/III, IV/I, IV/II, IV/III, IV/IV
    • Oktavkoppeln: II/I, II/II, III/I, III/II, III/III, IV/I, IV/II, IV/III, IV/IV, II/P, III/P
    • Unison: II off, III off
    • Rückpositiv: RP/I, RP/II, RP/III, RP/Ped

Torkildsen-Orgel von 2015[Bearbeiten]

Da die seit 1960 als Chororgel genutzten Teile der Steinmeyer-Orgel wieder in die Hauptorgel im Westteil integriert wurden, befindet sich seit 2013 bei der norwegischen Orgelbaufirma Br. Torkildsen Orgelbyggeri AS eine neue Chororgel im Bau, die im Herbst 2015 eingeweiht werden soll. Das Instrument wird im südlichen Triforium des Hochchores stehen und wird bei vollelektrischer Ansteuerung 32 Register verteilt auf zwei Manuale und Pedal besitzen. Der zweimanualige Spieltisch wird mit dem Spieltisch der Steinmeyer-Orgel vernetzt sein, so dass über ein gemeinsames Setzersystem beide Orgeln von beiden Spieltischen angespielt werden können. Ein Zentralspieltisch ist zur Zeit aber nicht geplant.

Nutzung[Bearbeiten]

Der Nidarosdom ist eine aktive Pfarrkirche für die Trondheimer Kirchengemeinde. Seine Orgeln werden darüber hinaus auch für Konzerte genutzt. Es gibt insgesamt fünf Chöre; der achtstimmige Knabenchor (Nidarosdomens Guttekor), dessen Repertoire von der Gregorianik bis zu Gegenwartskompositionen reicht, ist der älteste Norwegens und unternimmt neben regelmäßigen Auftritten im Gottesdienst auch Konzertreisen durch Europa und Nordamerika. Für die Touristen aus aller Welt finden geführte Besichtigungen statt.

Siehe auch: Liste von Kathedralen und Domen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nidarosdom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Petter Henriksen: Christian Christie. In: Store norske leksikon. Kunnskapsforlaget, Oslo 2007 (norwegisch)
  2. Informationen zur Wagner-Orgel; zur Disposition, abgerufen am 22. September 2014.
  3. Projektbeschrieb auf der Website der Orgelbaufirma, abgerufen am 9. April 2013
  4. Zur derzeitigen Disposition (PDF; 30 kB) auf der Website der Orgelbaufirma

63.42685710.397Koordinaten: 63° 25′ 37″ N, 10° 23′ 49″ O