Nidda

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Nidda
Nidda
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nidda hervorgehoben

Koordinaten: 50° 25′ N, 9° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 132 m ü. NHN
Fläche: 118,35 km2
Einwohner: 17.203 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63667
Vorwahlen: 06043, 06044 (Stornfels), 06046 (Schwickarts­hausen), 06402 (Unter-Widdersheim)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 016
Stadtgliederung: 18 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Wilhelm-Eckhardt-Platz
63667 Nidda
Website: www.nidda.de
Bürgermeister: Hans-Peter Seum (parteilos)
Lage der Stadt Nidda im Wetteraukreis
ButzbachMünzenbergRockenbergOber-MörlenBad NauheimFriedberg (Hessen)Rosbach vor der HöheWöllstadtKarbenBad VilbelWölfersheimReichelsheim (Wetterau)NiddatalFlorstadtEchzellReichelsheim (Wetterau)NiddaHirzenhainGedernRanstadtGlauburgAltenstadt (Hessen)LimeshainOrtenberg (Hessen)KefenrodBüdingenLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisHochtaunuskreisFrankfurt am MainMain-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Nidda ist eine Stadt im hessischen Wetteraukreis im Naturraum Unterer Vogelsberg[2]. Ihren Namen verdankt sie dem Fluss Nidda.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nidda grenzt im Norden an die Stadt Laubach (Landkreis Gießen), im Osten an die Stadt Schotten (Vogelsbergkreis) und die Gemeinde Hirzenhain, im Süden an die Stadt Ortenberg und die Gemeinde Ranstadt, im Südwesten an die Gemeinde Echzell sowie im Westen an die Gemeinde Wölfersheim (alle im Wetteraukreis) und die Stadt Hungen (Landkreis Gießen).

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nidda besteht aus den Stadtteilen Bad Salzhausen, Borsdorf, Eichelsdorf, Fauerbach, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Nidda, Ober-Lais (mit Unter-Lais), Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Schwickartshausen, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Unter-Widdersheim und Wallernhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nidda von Südosten (Valentin Wagner, 1633)
Nidda – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Zwischen 802 und 817 wird Nidda als Nitaha im Codex Eberhardi erstmals urkundlich erwähnt.[3] Spätere Formen des Ortsnamens waren Nithehe (1187), Nitehe (1206) und Nitehehe (1234).[4]

Der Edelfreie Volkold II., vielleicht aber auch schon sein Vater Volkold I. von Malsburg, dem er als Vogt der Reichsabtei Fulda über deren Besitz in der nördlichen Wetterau folgte, erbaute um 1100 eine kreisrunde Wasserburg in Nidda, die den staufischen Kaisern zur Sicherung der vorbeiführenden Handelsstraßen diente. (Sie wurde bald nach 1604, als Nidda an Hessen-Darmstadt fiel, abgerissen und durch ein Renaissanceschloss ersetzt.) Volkold II. verlegte seinen Wohnsitz von der fuldischen Burg Bingenheim nach Nidda und begründete die Familie der Grafen von Nidda.

Im Jahre 1187 übertrug Graf Berthold II. von Nidda die Pfarrei Nidda zusammen mit beträchtlichem Grundbesitz an den Johanniterorden, der danach in Nidda eine Komturei einrichtete. Die dann errichteten Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Ordens bestimmten in den folgenden Jahrhunderten das Bild der Stadt. Im Jahre 1205 erbte Graf Ludwig I. von Ziegenhain die kleine Grafschaft Nidda, da seine Mutter Mechthild, Schwester des ohne männliche Erben verstorbenen letzten Grafen von Nidda, Berthold II., Alleinerbin ihres Bruders gewesen war. Im Jahre 1234 wurde Nidda in einer Urkunde der Grafen Gottfried IV. und Berthold I. von Ziegenhain erstmals als Stadt bezeichnet; 1218 und 1223 wurde der Ort noch als „villa“ bezeichnet.

Von 1258 bis 1311/1333 waren die Grafschaften Ziegenhain und Nidda nach einer Erbteilung wieder voneinander geteilt. Erst 1333 kam es zur erneuten Vereinigung. Graf Johann I. von Ziegenhain heiratete 1311 die Erbtochter Lukardis (Luitgart) des Niddaer Grafen Engelbert I. Dieser starb 1330, und seine Tochter blieb bis 1333 nominelle Regentin. 1333 vereinte dann Johann von Ziegenhain beide Grafschaften in seiner Hand.

Nach dem Aussterben der Grafen von Ziegenhain und Nidda mit dem Tode Johanns II. im Jahre 1450 kam die Grafschaft Nidda in den Besitz der Landgrafen von Hessen. Seitdem ist im Haus Hessen der Titel „Graf von Nidda“ Bestandteil des Familiennamens. Zur Grafschaft Nidda gehörten zu diesem Zeitpunkt das Amt Nidda mit den Gerichten Widdersheim, Rodheim, Ulfa und Wallernhausen, die Herrschaft Lißberg, die Fuldische Mark mit den halben Vogteien Echzell, Berstadt, Dauernheim und Bingenheim (mit Ausnahme des dortigen Schlosses), und die Gerichte Burkhards und Crainfeld. An die romanische Pfarrkirche wurde 1491 ein spätgotischer Kirchturm angebaut, der 2012 umfangreich einschließlich des Dachturms erneuert wurde.[5]

Im Jahre 1821 wurden die Ämter aufgelöst und Nidda wurde Sitz des Landratsbezirks Nidda bzw. ab 1830 des Kreises Nidda und von 1848 bis 1852 des Regierungsbezirks Nidda.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Nidda:

„Nidda (L. Bez. gl. N.) Stadt; liegt in einer sumpfigen Gegend an der Nidda, über welche hier eine Brücke führt, so wie an der von hier nach Berstadt ziehenden Chaussee, die sich daselbst mit der von Friedberg nach Grünberg führenden Chaussee verbindet. Die Stadt, welche ummauert und mit Thoren versehen ist. und 486 Hess. (374 Par.) Fuß über der Meeresfläche, sowie 7 St. südöstlich von Giessen liegt, hat 303 Häuser und 1700 Einwohner, die außer 3 Kathol und 40 Juden evangelisch sind. Nidda ist der Sitz des Landraths, des einen Landgerichts und des Obereinnehmers. Man findet 1 schöne Kirche, die 1617 erbaut worden, 1 Kirchhofskapelle, 1 Thurm, der Johanniter Thurm genannt, mit einem schönen Geläute, 1 Schloß, 1 Rathhaus, 2 Mühlen, 1 Posthalterei, 1 Apotheke. Vom Schloß wird der eine Bau vom Landrath und der andere vom Landrichter bewohnt. Das Schloß ist von einem Wall umgeben, der nunmehr als Garten benutzt wird. In der Nähe liegen auf einem Berg die Fundamente der Altenburg. Unter den Einwohnern befinden sich 114 Bauern und 108 welche bürgerliche Gewerbe treiben, und unter letztern besonders viele Leineweber und Strumpfwirker, so wie auch Gerber. Jährlich werden 4 Märkte gehalten. Im Jahr 1809 wurde Nidda so überschwemmt, daß viele Familien sich in den zweiten Stock flüchten mußtenm und fast alle Lebensmittel fortgeführt oder verdorben wurden. Die meisten Einwohner haben ihre Keller vor der Stadt ligen, und in der Stadt selbst sind nur wenige Keller. – Nidda kommt in ältern Fuldischen Urkunden, jedoch ohne Zeitbestimmung, unter dem Namen Nitahe, mehrmals vor. Die Grafen von Nidda, welche wahrscheinlich in der letzten Hälfte des 11. Jahrhunderts hier ihren Sitz genommen, haben ohne Zweifel viel zum Emporkommen des Orts beigetragen. Hier bestand eine Johanniter-Ordens-Commende, deren Entstehung aber unbekannt ist. Aber schon 1234 hatte dieser Orden einen Pfarrer hier. Ludwig II., Graf von Nidda verkaufte dem Orden, 1278, Niederleisa und Jchelshausen um 60 Mark. Heilwig, Engelberts I. Grafen von Nidda Wittwe, kaufte 1330 die Güter der Johanniter zu Nidda an sich, wodurch und da auch die jährliche Einnahme nur noch acht Mark betrug, der Orden hier aufhörte. Durch Schenkung kamen diese Güter noch in demselben Jahre an das Kloster Hersfeld. In einer Urkunde von 1206 führte Graf Ludwig von Ziegenhain unter andern auch seine Burgmänner (Castellani in Nitehe), und den dasigen Schultheiß an. In dem Zeitraum von 1218 bis 1223 wird Nidda eine Villa, und 1234 ein Oppidum genannt. Im Jahr 1323 ließ sich Johann I., Graf von Nidda, vom Kaiser Ludwig von Baiern mit Burg und Stadt Nidda nebst Zugehörungen belehnen, vermuthlich aus dem Grunde weil das Kloster Fuld Schwierigkeiten machte. Johann II., der auch die Belehnung, 1420, vom Kaiser Siegmund empfangen hatte, überließ Nidda dem Landgrafen Ludwig I., der schon 1434 die Belehnung, und zwar von dem Fuldischen Abt Johann empfing. Den 3. August 1437 huldigte dem Landgrafen die Stadt, die ihm der Graf noch bei Lebzeiten eingeräumt hatte. Im 30jährigen Kriege überfiel eine kaiserliche Streifparthei von 400–500 Mann die Stadt, drang wegen vernachlässigter Wache von Seiten der Bürgerschaft, durchs Thor, erschoß den Pförtner und vertheilte sich zum Plündern. Aber der Hessische Hauptmann Blum, der mit seiner Compagnie im Schlosse lag, vertrieb mit Hülfe der bewaffneten Bürger das Streifkorps, das zwar mehrmals ansetzte, endlich jedoch abziehen mußte, aus Rache aber einige Häuser in der Vorstadt verbrannte. Nachdem im Jahr 1688 die Franzosen in die Obergrafschaft Katzenellenbogen eingedrungen waren und auch Darmstadt besetzt hatten, hatte sich der Hof nach Nidda begeben, von wo er sich nach Giessen zurückzog.“[6]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Nidda lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[4][7][8]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten am 1. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Borsdorf, Fauerbach bei Nidda, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Bad Salzhausen, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen und die Stadt Nidda zur neuen Stadt Nidda.[18] Am 31. Dezember 1971 wurde Schwickartshausen eingemeindet. Eichelsdorf und Unter-Widdersheim sowie ein Teilgebiet der Nachbarstadt Hungen mit damals etwa 50 Einwohnern folgten am 1. August 1972 kraft Landesgesetz.[19][20]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Nidda 16.864 Einwohner. Darunter waren 1020 (6,0 %) Ausländer, von denen 302 aus dem EU-Ausland, 554 aus anderen Europäischen Ländern und 164 aus anderen Staaten kamen.[21] Von den deutschen Einwohnern hatten 12,9 % einen Migrationshintergrund.[22] Die Einwohner lebten in 7164 Haushalten. Davon waren 2147 Singlehaushalte, 2195 Paare ohne Kinder und 2008 Paare mit Kindern, sowie 632 Alleinerziehende und 182 Wohngemeinschaften.[23]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1791: 1177 Einwohner[12]
• 1800: 1401 Einwohner[24]
• 1806: 1431 Einwohner, 282 Häuser[14]
• 1829: 1700 Einwohner, 303 Häuser[6]
• 1867: 1703 Einwohner, 292 bewohnte Gebäude[25]
• 1875: 1759 Einwohner, 294 bewohnte Gebäude[26]
Nidda: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2015
Jahr  Einwohner
1791
  
1.177
1800
  
1.401
1806
  
1.431
1829
  
1.700
1834
  
1.755
1840
  
1.966
1846
  
1.926
1852
  
1.920
1858
  
1.816
1864
  
1.759
1871
  
1.753
1875
  
1.759
1885
  
1.814
1895
  
1.792
1905
  
2.001
1910
  
2.130
1925
  
2.283
1939
  
2.543
1946
  
4.055
1950
  
4.394
1956
  
4.310
1961
  
4.443
1967
  
4.775
1970
  
4.619
1975
  
16.086
1980
  
16.281
1985
  
16.486
1990
  
17.342
1995
  
18.519
2000
  
18.403
2005
  
18.168
2010
  
17.599
2011
  
16.864
2015
  
17.299
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [4]; ab 1975:[27]; Zensus 2011[21]
Ab 1972 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1829: 1.657 evangelische (= 97,47 %), 3 römisch-katholische (= 0,78 %), 40 jüdische (= 2,35 %) Einwohner[4]
• 1961: 2.943 evangelische (= 72,83 %), 798 römisch-katholische (= 24,06 %) Einwohner[4]
• 2011: 10.680 evangelische (= 63,7 %), 2.360 katholische (= 14,1 %), 210 orthodoxe (= 1,2 %), 2.360 andersgläubig (= 3,3 %), 2.780 sonstige[Anm. 1] (= 16,6 %) Einwohner[28]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Stadt Nidda ist überwiegend evangelischen Glaubens.

Anfang des 20. Jahrhunderts lebten ca. 100 Juden in Nidda. Etwa die Hälfte konnte vor dem Krieg auswandern, die anderen wurden Opfer der NS-Herrschaft. Im Februar 2014 wurden die ersten Stolpersteine in Nidda verlegt.

Im Juni 2011 eröffnete die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat die Bait-ul-Aman-Moschee, die mit Minarett und Kuppel ausgestattet ist.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[29] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Insgesamt 37 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,3 12 36,8 14 40,3 15 41,5 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,8 10 30,0 11 46,0 17 45,7 17
BL Bürger Liste Nidda 30,8 12 16,6 6
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,5 2 10,0 4 5,4 2 2,3 1
FWG/FDP Freie Wählergemeinschaft/Freie Demokratische Partei 3,6 1
DIE LINKE Die Linke 3,6 1 2,9 1
FWG Freie Wählergemeinschaft Nidda 1,1 1 7,4 3
FUB/FDP Freie Unabhängige Bürger/Freie Demokratische Partei 6,3 2
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 0,9 0 0,9 0
FDP Freie Demokratische Partei 2,1 1
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 47,8 48,9 52,1 56,8

Ortsvorsteher des Stadtteils Nidda ist Rudolf Allmansberger (Stand Juni 2013).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Nidda neben dem Bürgermeister sieben Stadträte angehören. Die Stelle des Ersten Stadtrates wird hauptamtlich verwaltet. Bürgermeister ist seit 19. April 2010 der parteilose Hans-Peter Seum.[30][31] Seine Amtsvorgängerin Lucia Puttrich beendete ihre dritte Amtszeit vorzeitig, nachdem sie 2009 ein Direktmandat für den Bundestag erhalten hatte. Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2016 Hans-Peter Seum parteilos 91,6
Wahlbeteiligung in % 40,7
2010 Hans-Peter Seum parteilos 62,7
Reimund Becker SPD 37,3
Wahlbeteiligung in % 55,7
2007 Lucia Puttrich CDU 64,2
Rosemarie Spamer SPD 33,1
Daniel Lachmann NPD 2,8
Wahlbeteiligung in % 48,6
2000 Ute Kohlbecher SPD 28,3
Lucia Puttrich CDU 71,7
Wahlbeteiligung in % 64,1
1995 Georg Wegner SPD 45,9
Lucia Puttrich CDU 54,1
Wahlbeteiligung in % 69,3

Liste der Bürgermeister und Schultheiße:

Quelle:[32]

seit 2010 Hans-Peter Seum
1995–2009 Lucia Puttrich
1989–1995 Helmut Jung
1961–1989 Wilhelm Eckhardt
1949–1961 August Ludwig Böcher
~ ~
1910–1924 Ludwig Erk
1899–1910 Hermann Roth
1898–1899 Wilhelm Erk
1869–1898 Ludwig Rullmann
1859–1869 August Reuning
1848–1858 Ludwig Uhl
~ ~
1824–1839 Johannes Ringshausen[33]
~ ~
1710 Ludwig Ringshausen[33]
~ ~
1701 Johannes Ringshausen (1648–1722)[34]
1565 Malte Lauterbach

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Blasonierung: „In Schwarz über einem achtstrahligen Stern (Ziegenhain) im Halbbogen eine silberne, rot (Tor und Fenster) abgesetzte Burg (Nidda).“

Flaggenbeschreibung: „Die Flagge zeigt die Farben Schwarz und Gold, im oberen Drittel das Stadtwappen“ Die Flagge ist senkrecht geteilt, links Schwarz und rechts Gold. Die Farben lassen sich bis zur Grafschaft Ziegenhain und Nidda zurückverfolgen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nidda hat Städtepartnerschaften mit Crest in Frankreich, Bad Kösen in Sachsen-Anhalt, Weißenstein in Österreich und Cromer in England. Derzeit werden Verhandlungen über eine Partnerschaft mit Nida in Litauen und Salandra (Italien) geführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Gesamtfläche von 1.835 Hektar, davon entfallen in ha auf:[27]

Nutzungsart 2011 2015
Gebäude- und Freifläche 658 663
davon Wohnen 356 350
Gewerbe 84 94
Betriebsfläche 60 60
davon Abbauland 35 36
Erholungsfläche 61 61
davon Grünanlage 40 40
Verkehrsfläche 851 848
Landwirtschaftsfläche 6.156 6.154
davon Moor 0 0
Heide 0 0
Waldfläche 3.864 3.864
Wasserfläche 140 140
Sonstige Nutzung 46 46

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch seinen Wald- und Wasserreichtum sowie durch die Qualität des Wassers hat das Papierhandwerk in Nidda eine lange Tradition. Einige in Nidda ansässige Unternehmen haben dieses Handwerk weiterentwickelt und sind heute industrielle Hersteller mit modernen Anlagen und vielseitigen Produktpaletten. Sie sind wichtige Arbeitgeber in der Region.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nidda liegt an den Bundesstraßen 455 und 457 sowie an der Bahnstrecke Gießen–Gelnhausen mit Stationen in den Ortsteilen Nidda, Borsdorf und Ober-Widdersheim. Der Bahnhof Nidda ist außerdem Endstation der Bahnstrecke nach Friedberg.

Die Stadt gehört zusammen mit dem Kreis Wetterau zum Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

Durch den Stadtteil Unter-Widdersheim führt der Deutsche Limes-Radweg. Dieser folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau. Durch Nidda führt der Hessische Radfernweg R4. Er steht unter dem Motto Von Dornröschen zu den Nibelungen. Der Radfernweg beginnt in Hirschhorn am Neckar und verläuft von Süd nach Nord durch Hessen, entlang von Mümling, Nidda und Schwalm nach Bad Karlshafen an der Weser. Die Gesamtlänge beträgt ungefähr 385 Kilometer.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gymnasium des Wetteraukreises
  • Otto-Dönges-Schule (Grundschule)
  • Haupt- und Realschule
  • Gudrun-Pausewang-Schule (Schule für Lernhilfe)
  • Berufsschule mit Berufsfach- und Fachoberschule.
  • Kindergärten
  • Stadtbibliothek Nidda

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Segelfluggelände Nidda des Fliegersportklub Nidda, Segelflug und Motorsegler
  • Sportplatz der Viktoria Nidda (Rasenplatz, der Sandplatz wurde 2005 in Rasenplatz umgewandelt)
  • Tennisplatz (fünf Sandplätze im Stadtteil Bad Salzhausen)
  • Minigolf (Bad Salzhausen)
  • Tartanbahn
  • Solebewegungsbad (im Stadtteil Bad Salzhausen)
  • Hallenbad und Freibad mit Schwimmer-, Springer-, Nichtschwimmer- und Babybecken, ein Fünfmeterturm, ein Dreimeterturm, zwei Einmeterbretter, zwei Beach-Volleyball-Felder
  • Reitverein mit Halle

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Niddaer Altstadt mit Mühle und Mühlrad.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Institut für Kirchengeschichte von Böhmen, Mähren und Schlesien
  • Niddaer Heimatmuseum, befindet sich im markanten 1632 erbauten Stadtwirtshaus am Marktplatz.
  • Zimmermann-Strauss-Museum – Jüdisches Museum Nidda
  • Feuerwehrmuseum Nidda

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gudrun Landgrebe im April 2012 bei Nidda erlesen

  • Nidda erlesen – Literatur, Kunst, Illustres, Lesungen bekannter Autoren oder Schauspieler.
  • nidda in concert – Klassik-Konzert-Reihe im historischen Parksaal Nidda-Bad Salzhausen
  • Niddaer Triathlon für Jedermann
  • swingin'parc – jazz meets…, Jazz-Konzert-Reihe im historischen Parksaal Nidda-Bad Salzhausen
  • Kirmes Unter-Widdersheim, jährlich am zweiten Wochenende im Juni
  • Kirmes Wallernhausen, jährlich am ersten Juli-Wochenende
  • Kirmes Ober-Lais, jährlich am letzten Wochenende im August
  • Volksfeste:
    • Frühjahrsmarkt
    • Herbstmarkt/Kirmes
    • Martinimarkt
  • Weihnachtsmarkt Nidda

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindstein im Ortsteil Unter-Widdersheim, ein Megalith aus Phonolith (Klingstein) als Zeuge für einen vorzeitlichen Kultplatz. Der Stein muss von weit her an diese Stelle geschafft worden sein. Eine Gedenktafel gibt nähere Auskunft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nidda geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Nidda verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Keiner öffentlich rechtlichen Religionsgemeinschaft angehörig.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2019 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)  (Hilfe dazu).
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Heinrich Meyer zu Ermgassen, Codex Eberhardi. Band 2, Marburg 1995–2007, S. 212, Auszug 176.
  4. a b c d e Nidda, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  5. Marode Dachkonstruktion in FAZ vom 29. Februar 2012, S. 46.
  6. a b Georg Wilhelm Justin Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt August 1830, OCLC 312528126, S. 179 ff. (Online bei google books).
  7. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  8. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause's Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, DNB 013163434, OCLC 162730471, S. 12 ff. (Online bei google books).
  9. Martin Röhling: Niddaer Geschichtsblätter. Heft 9. Die Geschichte der Grafen von Nidda und der Grafen von Ziegenhain. Hrsg.: Niddaer Heimatmuseum e. V. Im Selbstverlag, 2005, ISBN 3-9803915-9-0, S. 75, 115.
  10. Die Zugehörigkeit des Amtes Nidda anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866.
  11. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause's Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, DNB 013163434, OCLC 162730471, S. 13 ff., § 26 Punkt d) IX. (Online bei google books).
  12. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 203 ff. (Online in der HathiTrust digital library).
  13. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, OCLC 165696316, S. 9 (Online bei google books).
  14. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 268 ff. (Online in der HathiTrust digital library).
  15. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 421 (online bei Google Books).
  16. Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 181 ff. (online bei Google Books).
  17. Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 11,2 MB]).
  18. Zusammenschluß der Stadt Nidda und der Gemeinden Bad Salzhausen, Borsdorf, Fauerbach bei Nidda, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen im Landkreis Büdingen zur neuen Stadt „Nidda“ vom 24. November 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 49, S. 2290, Punkt 2281 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,3 MB]).
  19. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Büdingen und Friedberg (GVBl. II 330-19) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 230, § 9 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  20. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 351–353.
  21. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Nidda, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im April 2020.
  22. Migrationshintergrund in %: Nidda, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im April 2020.
  23. Haushalte nach Familien: Nidda, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im April 2020.
  24. Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 222 ff. (Online in der HathiTrust digital library).
  25. Wohnplätze 1867. In: Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause’s Hofbuchhandlung, Darmstadt 1877, DNB 013163434, OCLC 162730484, S. 121 (Online bei google books).
  26. Wohnplätze 1875. In: Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 15. G. Jonghause’s Hofbuchhandlung, Darmstadt 1877, DNB 013163434, OCLC 162730484, S. 14 (Online bei google books).
  27. a b Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.
  28. Religionszugehörigkeit: Nidda, Stadt. In: Zensus2011. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen im April 2020.
  29. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  30. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Nidda
  31. Nidda: Bürgermeister/innen und hauptamtliche Erste Stadträte der Stadt Nidda, abgerufen am 9. August 2016.
  32. Nidda: die Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes, J. Friedrich Battenberg, ISBN 3-9803915-8-2
  33. a b Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien, Band 94, Hessisches Geschlechterbuch Band 9, 1937
  34. Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien, Band 94, Hessisches Geschlechterbuch Band 9, Seite 379, 1937

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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