Niddatal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Niddatal
Niddatal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Niddatal hervorgehoben

Koordinaten: 50° 18′ N, 8° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 149 m ü. NHN
Fläche: 40,26 km2
Einwohner: 9828 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 244 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 61194,
61130 (Winnerhöfe)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06034 (Stadtteil Kaichen: 06187)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 017
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 2
61194 Niddatal
Website: www.niddatal.de
Bürgermeister: Michael Hahn (CDU)
Lage der Stadt Niddatal im Wetteraukreis
ButzbachMünzenbergRockenbergOber-MörlenBad NauheimFriedberg (Hessen)Rosbach vor der HöheWöllstadtKarbenBad VilbelWölfersheimReichelsheim (Wetterau)NiddatalFlorstadtEchzellReichelsheim (Wetterau)NiddaHirzenhainGedernRanstadtGlauburgAltenstadt (Hessen)LimeshainOrtenberg (Hessen)KefenrodBüdingenLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisHochtaunuskreisFrankfurt am MainMain-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Niddatal ist eine hessische Stadt im Wetteraukreis. Sie zählt historisch zu Oberhessen. Durch die Stadt fließt die Nidda.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niddatal grenzt im Norden an die Stadt Friedberg, im Nordosten an die Stadt Florstadt, im Osten an die Gemeinde Altenstadt und die Stadt Nidderau (Main-Kinzig-Kreis), im Süden an die Gemeinde Schöneck (Main-Kinzig-Kreis) und die Stadt Karben, sowie im Westen an die Gemeinde Wöllstadt.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niddatal besteht aus den Stadtteilen Assenheim (mit der am 1. April 1957 in die Stadt Assenheim eingemeindeten gemeindefreien Gehöftgruppe Wickstadt), Bönstadt, Ilbenstadt und Kaichen.

Gemeindebildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Dezember 1970 fusionierten die Stadt Assenheim und die Gemeinden Bönstadt und Ilbenstadt im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig zur neuen Stadt Niddatal.[2] Das Dorf Kaichen kam am 31. Dezember 1971 hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Insgesamt 31 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,1 9 39,7 12 42,3 13 39,9 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,6 14 35,5 11 37,1 12 35,9 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,6 3 15,5 5 7,2 2 8,5 3
FWG Freie Wählergemeinschaft Niddatal 7,7 2 9,1 3 15,7 5
FDP Freie Demokratische Partei 11,5 3 1,6 1 4,3 1
LINKE Die Linke 5,2 2
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 56,9 49,0 47,2 56,6

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der am 15. März 2020 stattgefundenen Bürgermeisterwahl konnte sich Michael Hahn (CDU) im ersten Wahlgang mit 57,49 % gegen 2 Mitbewerber durchsetzen. Nach Ablauf der Amtsperiode seines Vorgängers trat er am 1. Juli 2020 sein Amt für 6 Jahre an.[7]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrei St. Nikolaus in Wickstadt (für die Ortsteile: Assenheim, Bönstadt)
  • Katholische Pfarrgemeinde St. Maria, Petrus und Paulus in Ilbenstadt
  • Evangelische Kirchengemeinde Assenheim
  • Evangelische Kirchengemeinde Bönstadt und Kaichen
  • Evangelische Kirchengemeinde Ilbenstadt

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • NABU Umweltwerkstatt Wetterau (Umweltbildungseinrichtung)

Schulen:

  • Eichendorff-Schule (Grundschule mit Vorklasse)
  • Geschwister-Scholl-Schule (Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinerner Tisch bei Kaichen
Basilika in Ilbenstadt
  • Natur- und Kulturpark Niddatal
  • In Assenheim: Wissenspfad entlang der Flüsse Nidda und Wetter, Storchenweg (Rundwanderweg um Assenheim mit 3,8 km Länge), Altes Rathaus, Schloss der Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim, Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, historische Altstadt mit evangelischer Kirche, ehemalige Stadtmühle mit 45 m hohem Siloturm in der Ortsmitte, zahlreiche Radwege kreuzen in Assenheim: Radfernweg R4, Apfelwein- und Obstwiesenroute, Keltenradroute, Rosenradweg.
  • In Bönstadt: Freizeitgelände u. a. mit großer Teichanlage, Brunnen, Langer Gang
  • In Kaichen: Der Steinern Tisch, alter Gerichtsplatz. Als Freigericht gehörte es zu keiner Herrschaft. Hier wurde die Gerichtsbarkeit im Namen des Königs ausgeübt. Das Freie Gericht war ein Blutgericht und befasste sich mit Verbrechen, die nur durch den Tod des Angeklagten gesühnt werden konnten. Außerdem war es ein Berufungsgericht.
  • In Ilbenstadt: Das Kloster Ilbenstadt wurde durch den Grafen Gottfried von Cappenberg hier 1123 als ein Männer- und ein Frauenkloster (Ober- und Nieder-Ilbenstadt) gestiftet. Dieses Prämonstratenserkloster ist die älteste geistliche Niederlassung in der Wetterau. Der erste Propst war Antonius, ein Schüler des heiligen Norbert. 1657 wurde das Kloster zur Abtei. Einer Sage zufolge soll es zwischen dem Männer- und dem Frauenkloster einen unterirdischen Gang gegeben haben. Aufbauend auf dieser Sage wurde 2005 die lokale Novellensammlung Das Ilbenstädter Dekameron erstellt. Das Kloster beherbergte von 1946 bis 1979 ein Erziehungsheim für Mädchen.
  • Die alte Ilbenstädter Abtei- und heutige Pfarrkirche St. Maria, Petrus und Paulus wird auch Dom der Wetterau genannt. Sie wurde 1929 durch Papst Pius XI. zur Basilica minor erhoben.
  • Die Wallfahrtskirche St. Gangolf in dem untergegangenen Dorf Sternbach wurde urkundlich bereits 778 in der so genannten Beatusurkunde erstmals erwähnt.
Der Jüdische Friedhof in Assenheim
  • Das Assenheimer Getreidesilo war in den 1940er Jahren das größte Getreidesilo in ganz Europa und Bestandteil der in den 1970er Jahren stillgelegten Walzenmühle. Auch heute noch dient der 45 Meter hohe Turm, der auf der ehemaligen Mühlinsel errichtet wurde, der Lagerung von Getreide.
  • Ende der 1960er Jahre wurde ein Bunker als Kommandozentrale für den Zivil- und Katastrophenschutz Frankfurts gebaut.[8] Die nicht mehr genutzte Einrichtung liegt zwischen den Stadtteilen Ilbenstadt und Kaichen, etwa 300 m außerhalb von Ilbenstadt.
  • Jüdische Friedhöfe: In Assenheim und in Bönstadt befinden sich jüdische Friedhöfe mit erhaltenen Grabsteinen.

Freizeit- und Sportanlagen:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niddatal ist durch den Bahnhof Assenheim an das RMV-Nahverkehrsnetz angeschlossen. Regionalzüge der DB Regio Mitte verkehren dort montagmorgens bis samstagabends annähernd stündlich bis halbstündlich in Richtung Friedberg und Hanau. Sonntags fahren die Züge in einem stark ausgedünnten Takt.
  • Der ehemalige Haltepunkt Erbstadt-Kaichen, der zu der Gemarkung Bönstadt gehört, wurde in den 1990ern auf Grund von fehlender Rentabilität, bedingt durch seine Distanz zu den beiden Orten, aufgegeben.
  • Weiterhin sind alle Stadtteile im Linienverkehr mit Bussen zu erreichen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Umwelt
  • Kommunales
    • Freiwillige Feuerwehrvereine, (Fördervereine in allen Stadtteilen)
    • Bunker Ilbenstadt e. V.
    • Dorfentwicklung Kaichen (DEK) e. V.
    • Gesellschaft für Geschichte, Denkmalpflege und Landschaftsschutz Niddatal
  • Kultur
    • Ewaldshof e.V.
    • Kulturelles und Kommunales (KUK) Assenheim
  • Brauchtumspflege
    • Assenheimer Karnevalsgesellschaft Verein Humor 1914 e. V.
    • Weiberfassenacht Kaichen e.V.
    • Karnevalsverein Bieschder „Wissegickel“
    • Schützenverein Assenheim
  • Kinder und Bildung
    • Betreuungsschule „Mäusezahn“ der GSS e. V.
    • Betreuungsschule Schatzinsel e. V. der v.Eichendorff-Schule
  • Musik
    • Gesangverein EINTRACHT Kaichen 1888 e. V.
    • Männergesangverein EINIGKEIT Kaichen 1908 e. V.
    • Gesangverein Frohsinn Assenheim
    • Chorgemeinschaft Kaichen aus beiden o. g. Vereinen seit 2014
  • Sport
    • Modellfluggruppe Kaichen e. V.
    • Fußballclub 1963 Kaichen e. V.
    • VfR 1920 Ilbenstadt e. V.
    • TV Ilbenstadt
    • TSC Niddatal
    • SV1920 Assenheim e. V.
    • Tennisclub Niddatal e. V.
    • Inlineverein Assenheim Rhein-Main Patriots 1999 e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niddatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Niddatal – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2019 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)  (Hilfe dazu).
  2. Zusammenschluss der Stadt Assenheim und die Gemeinden Bönstadt und Ilbenstadt im Landkreis Frieberg zur Stadt „Niddatal“ vom 11. November 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 48, S. 2252, Punkt 2242 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,6 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 361.
  4. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Wahl des Bürgermeisters in Niddatal am 15. März 2020. votemanager.de, 15. März 2020, abgerufen am 1. Juli 2020.
  8. Bunker Ilbenstadt