Niddatal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Niddatal
Niddatal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Niddatal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 17′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 149 m ü. NHN
Fläche: 40,21 km²
Einwohner: 9291 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 61194,
61130 (Winnerhöfe)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06034 (Stadtteil Kaichen: 06187)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 017
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 2
61194 Niddatal
Webpräsenz: www.niddatal.de
Bürgermeister: Bernhard Hertel (parteilos)
Lage der Stadt Niddatal im Wetteraukreis
Butzbach Münzenberg Rockenberg Ober-Mörlen Bad Nauheim Friedberg (Hessen) Rosbach vor der Höhe Wöllstadt Karben Bad Vilbel Wölfersheim Reichelsheim (Wetterau) Niddatal Florstadt Echzell Reichelsheim (Wetterau) Nidda Hirzenhain Gedern Ranstadt Glauburg Altenstadt (Hessen) Limeshain Ortenberg (Hessen) Kefenrod Büdingen Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen Vogelsbergkreis Hochtaunuskreis Frankfurt am Main Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Niddatal ist eine deutsche Stadt des Wetteraukreises. Sie zählt historisch zu Oberhessen. Durch die Stadt fließt die Nidda.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niddatal grenzt im Norden an die Stadt Friedberg, im Nordosten an die Stadt Florstadt, im Osten an die Gemeinde Altenstadt und die Stadt Nidderau (Main-Kinzig-Kreis), im Süden an die Gemeinde Schöneck (Main-Kinzig-Kreis) und die Stadt Karben, sowie im Westen an die Gemeinde Wöllstadt.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niddatal besteht aus den Stadtteilen Assenheim (mit dem 1957 in die Stadt Assenheim eingemeindeten Dorf Wickstadt), Bönstadt, Ilbenstadt und Kaichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Dezember 1970 bildeten die Stadt Assenheim und die Gemeinden Bönstadt und Ilbenstadt die neue Stadt Niddatal. Das Dorf Kaichen kam am 31. Dezember 1971 hinzu.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Von 31 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,1 9 39,7 12 42,3 13 39,9 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,6 14 35,5 11 37,1 12 35,9 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,6 3 15,5 5 7,2 2 8,5 3
FWG Freie Wählergemeinschaft Niddatal 7,7 2 9,1 3 15,7 5
FDP Freie Demokratische Partei 11,5 3 1,6 1 4,3 1
LINKE Die Linke 5,2 2
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 56,9 49,0 47,2 56,6

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seit 2002 amtierende von der SPD unterstützte parteilose Bürgermeister Bernhard Hertel setzte sich am 27. Januar 2008 im ersten Wahlgang mit 60,7 % der Stimmen durch. Zur Wahl traten vier Kandidaten an, die Wahlbeteiligung betrug 70,8 %. Eine erneute Bestätigung von Bernhard Hertei im Amt des Bürgermeisters erfolgte mit der Wahl am 19. Januar 2014 (54,82 % der Stimmen im ersten Wahlgang, 3 Bewerber, 52,52 % Wahlbeteiligung).[6]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrei St. Nikolaus in Wickstadt (für die Ortsteile: Assenheim, Bönstadt)
  • Katholische Pfarrgemeinde St. Maria, Petrus und Paulus in Ilbenstadt
  • Evangelische Kirchengemeinde Assenheim
  • Evangelische Kirchengemeinde Bönstadt und Kaichen
  • Evangelische Kirchengemeinde Ilbenstadt

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • NABU Umweltwerkstatt Wetterau (Umweltbildungseinrichtung)

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eichendorff-Schule (Grundschule mit Vorklasse)
  • Geschwister-Scholl-Schule (Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinerner Tisch bei Kaichen
Basilika in Ilbenstadt
  • Natur- und Kulturpark Niddatal
  • In Assenheim: Wissenspfad entlang der Flüsse Nidda und Wetter, Storchenweg (Rundwanderweg um Assenheim mit 3,8 km Länge), Altes Rathaus, Schloss der Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim, Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, historische Altstadt mit evangelischer Kirche, ehemalige Stadtmühle mit 45 m hohem Siloturm in der Ortsmitte, zahlreiche Radwege kreuzen in Assenheim: Radfernweg R4, Apfelwein- und Obstwiesenroute, Keltenradroute, Rosenradweg.
  • In Bönstadt: Freizeitgelände u. a. mit großer Teichanlage, Brunnen, Langer Gang
  • In Kaichen: Der Steinern Tisch, alter Gerichtsplatz. Als Freigericht gehörte es zu keiner Herrschaft. Hier wurde die Gerichtsbarkeit im Namen des Königs ausgeübt. Das Freie Gericht war ein Blutgericht und befasste sich mit Verbrechen, die nur durch den Tod des Angeklagten gesühnt werden konnten. Außerdem war es ein Berufungsgericht.
  • In Ilbenstadt: Das Kloster Ilbenstadt wurde durch den Grafen Gottfried von Cappenberg hier 1123 als ein Männer- und ein Frauenkloster (Ober- und Nieder-Ilbenstadt) gestiftet. Dieses Prämonstratenserkloster ist die älteste geistliche Niederlassung in der Wetterau. Der erste Propst war Antonius, ein Schüler des heiligen Norbert. 1657 wurde das Kloster zur Abtei. Einer Sage zufolge soll es zwischen dem Männer- und dem Frauenkloster einen unterirdischen Gang gegeben haben. Aufbauend auf dieser Sage wurde 2005 die lokale Novellensammlung Das Ilbenstädter Dekameron erstellt. Das Kloster beherbergte von 1946 bis 1979 ein Erziehungsheim für Mädchen.
  • Die alte Ilbenstädter Abtei- und heutige Pfarrkirche St. Maria, Petrus und Paulus wird auch Dom der Wetterau genannt. Sie wurde 1929 durch Papst Pius XI. zur Basilica minor erhoben.
  • Die Wallfahrtskirche St. Gangolf in dem untergegangenen Dorf Sternbach wurde urkundlich bereits 778 in der so genannten Beatusurkunde erstmals erwähnt.
  • Das Assenheimer Getreidesilo war in den 1940er Jahren das größte Getreidesilo in ganz Europa und Bestandteil der in den 1970er Jahren stillgelegten Walzenmühle. Auch heute noch dient der 45 Meter hohe Turm, der auf der ehemaligen Mühlinsel errichtet wurde, der Lagerung von Getreide.
  • Ende der 1960er Jahre wurde ein Bunker als Kommandozentrale für den Zivil- und Katastrophenschutz Frankfurts gebaut.[7] Die nicht mehr genutzte Einrichtung liegt zwischen den Stadtteilen Ilbenstadt und Kaichen, etwa 300 m außerhalb von Ilbenstadt.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niddatal ist durch den Bahnhof Assenheim an das RMV-Nahverkehrsnetz angeschlossen. Regionalzüge der DB Regio AG verkehren dort montagmorgens bis samstagabends annähernd stündlich bis halbstündlich in Richtung Friedberg und Hanau. Sonntags fahren die Züge in einem stark ausgedünnten Takt.
  • Der ehemalige Haltepunkt Erbstadt-Kaichen, der zu der Gemarkung Bönstadt gehört, wurde in den 1990ern auf Grund von fehlender Rentabilität, bedingt durch seine Distanz zu den beiden Orten, aufgegeben.
  • Weiterhin sind alle Stadtteile im Linienverkehr mit Bussen zu erreichen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfentwicklung Kaichen (DEK) e. V.
  • Kulturelles und Kommunales (KUK) Assenheim
  • Betreuungsschule „Mäusezahn“ der GSS e. V.
  • Gesellschaft für Geschichte, Denkmalpflege und Landschaftsschutz Niddatal
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU), Gruppe Niddatal e. V.
  • Fußballclub 1963 Kaichen e. V., 1. Vorsitzender Dietmar Hartmann
  • VfR 1920 Ilbenstadt e. V., 1. Vorsitzender Andreas Unterstab
  • Freiwillige Feuerwehrvereine, (Fördervereine in allen Stadtteilen)
  • Karnevalsverein Bieschder „Wissegickel“
  • Gesangverein EINTRACHT Kaichen 1888 e. V.
  • Gesangverein EINIGKEIT Kaichen e. V.
  • Modellfluggruppe Kaichen e. V.
  • Assenheimer Karnevalsgesellschaft Verein Humor 1914 e. V.
  • Betreuungsschule Schatzinsel e. V. der v.Eichendorff-Schule
  • TSC Niddatal
  • SV1920 Assenheim e. V.
  • Bunker Ilbenstadt e. V.
  • Tennisclub Niddatal e. V.
  • Inlineverein Assenheim Rhein-Main Patriots 1999 e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niddatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 361.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Herrmann (Wahlleiter): Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses bei der Wahl des Bürgermeisters in Niddatal am 19. Januar 2014 und den Namen des gewählten Bewerbers. Stadt Niddatal, 3. Februar 2014, abgerufen am 27. Januar 2015 (PDF).
  7. Bunker Ilbenstadt