Niederösterreichische Landesakademie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Niederösterreichische Landesakademie
Rechtsform Körperschaft öffentlichen Rechts
Gründung 1988
Auflösung 2017
Auflösungsgrund Aufhebung des Gesetzes über NÖ Landesakademie
Sitz letzter Sitz: St. Pölten, Niederösterreich

Die Niederösterreichische Landesakademie war die Zukunftsakademie des Landes Niederösterreich. Sie wurde per 1. Jänner 2017 aufgelöst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1987 wurde die gesetzliche Grundlage für die Errichtung der Wissenschaftlichen Landesakademie für Niederösterreich im niederösterreichischen Landtag beschlossen.[1] Die Gründung erfolgte 1988 durch den Landeshauptmann Siegfried Ludwig. Als Standort wurde das Areal der ehemaligen Produktionswerkstätte der Austria Tabakwerke in der Dr.-Karl-Dorrek-Straße in Krems an der Donau ausgewählt. Seit ihrer Gründung beschäftigte sich die Landesakademie mit dem Thema Zukunft.[2] Ihre ursprüngliche Bestimmung war es, eine Universität neuen Stils in Niederösterreich vorzubereiten, was mit der Eröffnung der Donau-Universität Krems im Jahr 1995 gelungen ist.[3] Seit dem Umzug von Krems nach St. Pölten im Jahr 1997[4] befand sich ihre Heimstätte bis zur Stilllegung im Kulturbezirk des Regierungsviertels im Haus 17A.[5] Sie koordinierte die Aktivitäten und Projekte im Jahr der Freiwilligen 2011.[6]

Im Zuge einer Budgetklausur des Landtagsklubs der ÖVP Niederösterreich Anfang Juni 2016 wurde die Auflösung der Landesakademie beschlossen. Der Landtag von Niederösterreich hat am 16. Juni 2016 die Auflösung der NÖ Landesakademie (Aufhebung des Gesetzes über eine NÖ Landesakademie 1995 LGBl. 5100) verabschiedet.[7] Die Aufhebung trat mit 1. Jänner 2017 in Kraft. Auf Initiative von Friedrich Faulhammer wurde stattdessen eine Privatstiftung in Form einer Denkwerkstätte für die Herausforderungen der Zukunft gebildet. Diese 100-Prozent-Tochter des Landes Niederösterreich (Forum Morgen Privatstiftung) hat ihren Sitz in Krems an der Donau.[8][9]

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NÖ Landesakademie war eine Wissensdienstleisterin für fach- und gesellschaftspolitisch wichtige Themen, insbesondere in Fragen des Bildungswesens und der Landesentwicklung.[10]

Daraus ergaben sich folgende Arbeitsfelder:[10]

  • Leitbild- und Zukunftsarbeit
  • Management innovativer Bildungs- bzw. Landesentwicklungsprojekte
  • Dokumentation und Wissensmanagement
  • Fort- und Weiterbildung im Sinne lebensbegleitenden Lernens

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über eine NÖ Landesakademie 1995@1@2Vorlage:Toter Link/www.ris.bka.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. NÖ Landesakademie (Gründungsjahr 1988)@1@2Vorlage:Toter Link/www.noe-lak.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Vorbereitung einer Universität in Niederösterreich – der Donau-Universität Krems@1@2Vorlage:Toter Link/www.noe-lak.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Übersiedlung in die Landeshauptstadt St. Pölten
  5. Dienststellen im Landhaus, Haus 17a (Memento des Originals vom 11. Juni 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.noel.gv.at
  6. Gesetz über eine NÖ Landesakademie 1995 §2@1@2Vorlage:Toter Link/www.ris.bka.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Privatstiftung löst Landesakademie ab noe.orf.at, 5. Juni 2016. Abgerufen am: 2. Januar 2017.
  8. Grüne Skepsis zum Aus der NÖ Landesakademie ots-Presseaussendung, 7. Juni 2016. Abgerufen am: 2. Januar 2017.
  9. Stiftungsurkunde "Forum Morgen Privatstiftung" Amt der NÖ Landesregierung, 31. Mai 2016. Abgerufen am: 2. Januar 2017
  10. a b Auftrag und Tätigkeit der NÖ Landesakademie (Memento des Originals vom 14. April 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.noe-lak.at

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Urban: NÖ Landesakademie 1998-2008. St.Pölten 2008, ISBN 978-3-901967-34-4
  • Alberich Klinger, Karl Sablik, Werner Fröhlich: Von der Tabakfabrik zur Donau-Universität Krems. St. Pölten 2000, ISBN 3-901967-05-2

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]