Nieder-Mörlen

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Nieder-Mörlen
Wappen von Nieder-Mörlen
Koordinaten: 50° 22′ 51″ N, 8° 43′ 34″ O
Höhe: 159 (154–179) m ü. NHN
Fläche: 5,76 km²[1]
Einwohner: 5192 (30. Jun. 2012)[2]
Bevölkerungsdichte: 901 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 61231
Vorwahl: 06032
Nieder-Mörlen (2007)
Nieder-Mörlen (2007)

Nieder-Mörlen ist mit über 5000 Einwohnern neben der Kernstadt der größte Stadtteil von Bad Nauheim im hessischen Wetteraukreis.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nieder-Mörlen liegt am nördlichen linken Ufer der Usa und nördlich der Kernstadt Bad Nauheim. Die Bebauungen gehen ineinander über. Jenseits der Usa erhebt sich der 269 Meter hohe Eichberg, der zum Nauheimer Taunussporn zählt und den östlichsten Gipfel des Taunushauptkamms im Hohen Taunus darstellt. Die Gemarkungsfläche beträgt 576 Hektar, davon sind 86 Hektar bewaldet (Stand: 1961).

Die Bundesstraße 275 und die Bundesstraße 3 bilden im Westen, Norden und Osten der Ortslage eine Ortsumfahrung. Über die B 275 ist Nieder-Mörlen im Westen durch die Abfahrt Ober-Mörlen an die Bundesautobahn (BAB) A 5/E 451 angeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 790. Etwa 7000 Jahre vorher hat, wie Ausgrabungen bestätigten, eine bandkeramische Siedlung bestanden.

Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt wurde im Barockstil erbaut und 1754 eingeweiht. 1780 wurde die Usa-Kapelle erbaut. Die evangelische Christuskirche wurde erst 1956/57 errichtet.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Nieder-Mörlen am 1. August 1972 kraft Landesgesetzes in die Stadt Bad Nauheim eingegliedert.[3][4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. Februar 1964 wurde der Gemeinde Nieder-Mörlen im damaligen Landkreis Friedberg ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In Gold auf blauem Schrägkreuz aufgelegt ein rotes Herzschild mit einem silbernen, ein schwarzes Kreuz tragenden und in einen Kelch blutenden Lamm.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neben der Mehrzweckhalle steht die Erdzeituhr des Geologischen Lehrgartens, die dem Besucher eine „Zeitreise“ durch die Entwicklungsgeschichte der Erde ermöglicht.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Nieder-Mörlen

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nieder-Mörlen, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. September 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Bad Nauheim: Einwohner HW und NW (Memento des Originals vom 9. Dezember 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bad-nauheim.de
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Büdingen und Friedberg (GVBl. II 330-19) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 230, § 2 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 361.
  5. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Nieder-Mörlen, Landkreis Friedberg, Regierungsbezirk Darmstadt vom 28. Februar 1964. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1964 Nr. 11, S. 346, Punkt 314 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,5 MB]).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur des Nieder-Mörler Geschichtsverein e. V.:

Festschrift zur 1200-Jahrfeier – 1990
  • Die Urkunde aus 790
  • Das Ortswappen
  • Deutung des Ortsnamens
  • Flur und Flurnamen
  • Verkehrswege in der Wetterau
  • Funde aus verschiedenen Zeiten
  • Herrschaftsverhältnisse in der Mark
  • Die katholische Kirchengemeinde
  • Geschichte der ev. Kirchengemeinde
  • Wegekreuze in der Gemarkung
  • Die Saline im Wettertal
  • Das Mordkreuz von Nieder-Mörlen
  • Der Hexenprozess von 1739
  • Ortsbürger Anton Kissel
  • Der Limesturm am Winterstein
  • Der Schulhausbau 1824
  • Alte Haus- und Familiennamen
  • Zeittafel zur Ortsgeschichte
  • Literatur über Nieder-Mörlen
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 1 – 1992, ZDB-ID 2054035-8
  • Dokumentation der 1200-Jahrfeier
  • Festansprache zum Thema „Heimat“
  • Bilddokumentation
  • Pressespiegel
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 2 – 1993
  • Der historische Rundgang
  • Hoftore
  • Die „Wisselsheimer“ Saline
  • Die Keltensaline in der Kernstadt
  • Römische Siedlungsplätze
  • Veränderungen im Stadtteil
  • Kulturelles und Feste
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 3 – 1994
  • Schul- und Dorfgeschichte
  • Der Altar der Maria Himmelfahrtskirche
  • Spinnstuben in Nieder-Mörlen
  • Ausgrabung römischer Siedlungsplätze
  • Römische Lebensweise
  • Archäologische Arbeitsmethoden
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 4 – 1995
  • Der „Hessenmann“, hessisches Fachwerk
  • Die „Wisselsheimer“ Saline in 1762
  • Nieder-Mörlen im 2. Weltkrieg
  • Vom Honigkochen
  • Gradierbauten in der Kernstadt
  • Keltische Funde am Glauberg
  • Die Keltensaline in der Kernstadt
  • Römische Siedlung und Gräberfeld an der B3a
  • Römische Funde in der Wetterau
  • Feste in Nieder-Mörlen
  • Das Fußgassenfest
  • 90 Jahre TSV 04
  • Partnerschaft mit Oostkamp
  • Veränderungen im Stadtteil
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 5 – 1996
  • Brandschutz und Feuerwehrwesen
  • 100 Jahre „Frauenwald“
  • Die renovierte Maria Himmelfahrtskirche
  • Farbbilder aus der Kirche
  • Der Bau der B3a
  • Keltische Fürstengräber am Glauberg
  • Germanische Siedlungen
  • Römische Siedlungsplätze
  • Trachten in der Wetterau
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 6 – 1997
  • Der Hexenprozeß von 1739
  • Der Hexenprozeß als Strafverfahren
  • Rechtsgrundlagen
  • Der Straftatbestand der Hexerei/Zauberei
  • Verwaltung und Gericht
  • Die Protokolle der Gerichtsverfahren
  • Die gemeindeeigenen Protokolle
  • Würdigung der Aussagen
  • Hexenprozesse in der Wetterau (16.–18. Jhdt.)
  • Urkunden im Original und in Abschrift
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 7 – 1998
  • Bandkeramiker am Hempler
  • 10 Jahre Geschichtsverein
  • Ausstellung „Möchtet verbrennet werden“
  • Keltensaline an der Parkstraße
  • Kelten am Glauberg
  • Römische Siedlungsplätze
  • Veränderungen im Stadtteil
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 8 – 1999/2000
  • Das bandkeramische Dorf am Hempler, Dokumentation der Grabung
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 9 – 2001
  • Baugeschichte der Johannisbergkirche
  • Kinderspiele
  • Alte Dorfbilder
  • Aus der Frauenwaldschule
  • Aus den Vereinen
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 10 -2002
  • Fremd- und Zwangsarbeit in Nieder-Mörlen im 2. Weltkrieg
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 11 – 2003
  • Das bandkeramische Dorf am Hempler
  • Denkmalschutz in Nieder-Mörlen
  • Krieg in der Wetterau
  • Aus der Frauenwaldschule
  • Aus den Vereinen
  • Nieder-Mörlen in der Literatur
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 12 - 2004
  • Das bandkeramische Dorf am Hempler, Wissenschaftliche Ergebnisse, Teil I
  • Idol- und Sonderfunde
  • Die Kreispalisadenanlage
  • Idole und sonderbar verfüllte Gruben
  • Vorbericht zur bandkeramischen Siedlung
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 13 – 2005
  • Das bandkeramische Dorf am Hempler, Wissenschaftliche Ergebnisse, Teil II
  • Spinnwirtel und Webgewichte
  • Bandkeramische Knochenartefakte
  • Archäobotanische Ergebnisse
  • Ein Frauenleiden in der Hallstattzeit
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 14 - 2006/2007
  • 50 Jahre evangelische Christuskirche
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 15 – 2008
  • 275 Jahre Maria Himmelfahrtskirche
  • Orts- und sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 16 - 2009
  • 20 Jahre Geschichtsverein
  • Die Landwirtschaft im 19. Jahrhundert
  • Aus den Kirchengemeinden
  • Aus der Maria Himmelfahrtsgemeinde
  • Nachlese zum Kirchenjubiläum
  • Aus der Christuskirchengemeinde
  • Aus der Frauenwaldschule
  • Aus dem Stadtteil und den Vereinen
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 17 – 2010
  • Das bandkeramische Dorf am Hempler, Wissenschaftliche Ergebnisse, Teil III
  • Fremdformen und Importmuster
  • Henkel in der Bandkeramik?
  • Hämatitfunde
  • Neolithische und metallzeitliche Befundstrukturen
  • Brennpunkt Öfen
  • Bandkeramische Werkzeuge, Sägen, Messer
  • Weinbauspuren
  • Fundberichte aus Hessen
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 18 – 2011–2012
  • 250 Jahre Schlacht am Johannisberg
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 19 – 2013/14
  • Kriegsende und Besatzungszeit
  • Hofreite wird zu Wohnung
  • Zwei Schmieden
  • Landwirtschaft im 20. Jahrhundert
  • Hochwasserschutz
  • Aus den Kirchengemeinden
  • Aus der Frauenwaldschule
  • Aus den Vereinen
  • Fasching in Nieder-Mörlen
  • Orts- und Sachregister
Beiträge zur Ortsgeschichte, Heft 20 – 2015
  • Alle Themen auf 1 Blick
  • Streiflichter aus Nieder-Mörlen
  • Streifzug durch Nieder-Mörlen
  • Literatur über Nieder-Mörlen
  • Zeittafel für Nieder-Mörlen
  • Orts- und Sachregister

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nieder-Mörlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien