Niederahr

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederahr
Niederahr
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederahr hervorgehoben

Koordinaten: 50° 30′ N, 7° 52′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 4,03 km2
Einwohner: 817 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56414
Vorwahl: 02602
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 273
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Website: www.niederahr.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Eulberg
Lage der Ortsgemeinde Niederahr im Westerwaldkreis
Karte

Niederahr ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Hachenburg. Durch den Ort fließt der Ahrbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederahr wurde im Jahre 959 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Kirche St. Joseph wurde 1870 erbaut. Seet 1901 pfarrt sie nach Oberahr, seit 1916 nach Sainerholz und Ettinghausen.

1525 wird eine erste Mühle am Ort erwähnt, 1564 zwei.

Ursprünglich befand sich im heutigen Gemeindegebiet auch der Ort Mittelahr, der 1490 erstmals erwähnt wurde. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts ging dieser aber in Niederahr auf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederahr besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürgen Eulberg wurde am 26. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Niederahr.[3] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 87,30 % für fünf Jahre gewählt worden.[4]

Eulbergs Vorgänger Hermann Girhard hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Niederahr
Blasonierung: „Spätgotischer Rundschild. schräglinks geteilt durch eine viermal gewellte silberne Leiste, oben in Blau wachsend ein goldener rot bewehrter Löwe ein silbernes Zahnrad haltend, unten in Blau schräglinks ein goldener Tongräberspaten.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Direkt durch den Ort verlief bis 2016 die Bundesstraße 255, die Montabaur und Rennerod verbindet. Seit November 2016 führt die B 255 auf einer Umgehungsstraße um den Ort, die durch einen Planungsfehler überregional Schlagzeilen machte: Der Pfeiler einer von der Deutschen Bahn erbauten Eisenbahnbrücke ragt in die Fahrbahn, so dass statt der geplanten drei Fahrspuren nur zwei verwirklicht werden konnten.
  • Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Montabaur an der Bundesautobahn 3 (KölnFrankfurt am Main), etwa fünf Kilometer entfernt.
  • Der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main sowie der Unterwesterwaldbahn bietet Anschluss an den Fernverkehr in Richtung Frankfurt und Köln sowie zur RB29 (Limburg (Lahn) – Diez Ost – Elz Süd – Montabaur – Wirges – Siershahn).
  • Niederahr liegt an der Westerwaldquerbahn (Herborn (Dillkreis) – Rennerod – Westerburg – Wallmerod – Montabaur), auf dieser Bahnstrecke findet jedoch nur Güterverkehr zwischen Montabaur und Wallmerod sowie Ausflugsverkehr mit Draisinen zwischen Westerburg und Rennerod statt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GEA Westfalia Separator fertigt im Werk Niederahr Dekanter.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niederahr – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. a b Aus der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 26.06.2019. In: Wir über uns - Verbandsgemeinde Wallmerod, Ausgabe 28/2019. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 6. Juli 2020.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Wallmerod, Verbandsgemeinde, 15. Ergebniszeile. Abgerufen am 6. Juli 2020.