Niederbergkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederbergkirchen
Niederbergkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederbergkirchen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 19′ N, 12° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Rohrbach
Höhe: 489 m ü. NHN
Fläche: 24,7 km2
Einwohner: 1224 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84494
Vorwahlen: 08639, 08635, 08631, 08637
Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 130
Gemeindegliederung: 52 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rohrbach 20
84513 Erharting
Website: www.niederbergkirchen.de
Erster Bürgermeister: Werner Biedermann jun. (CSU / Niederbergk.Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Niederbergkirchen im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Niederbergkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gänzlich ländlich geprägte Gemeinde liegt in der Region Südostoberbayern, ca. 72 km östlich von München, neun Kilometer nördlich der Kreisstadt Mühldorf und sieben Kilometer südlich von Neumarkt-Sankt Veit. Sie befindet sich im tertiären Hügelland zwischen den Talniederungen von Rott und Isen. Der Gehringer Bach und etwas weiter nördlich der Miesinger Bach haben ihre Quellen an der nordwestlichen Gemeindegrenze und durchfließen die Gemeinde Richtung Südosten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 52 Gemeindeteile:[2]

Gemarkungen sind Niederbergkirchen und Oberhofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedlung durch aus Böhmen gekommene Bajuwaren dürfte im Gemeindebereich bereits im 6. und 7. Jahrhundert stattgefunden haben. Darauf weist die Endung -ing der Namen von über 30 Gemeindeteilen hin. In den Notitia Arnonis des Salzburger Erzbischofs Arno wurde Niederbergkirchen im Jahre 788 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Das Zisterzienserkloster in Raitenhaslach war bis zur Säkularisation der größte Grundbesitzer im Gemeindebereich.[3] Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Niederbergkirchen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Oberhofen eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1103 auf 1219 Einwohner bzw. um 10,5 %.

  • 1961: 1146 Einwohner
  • 1970: 1051 Einwohner
  • 1987: 1099 Einwohner
  • 1991: 1144 Einwohner
  • 1995: 1152 Einwohner
  • 2000: 1170 Einwohner
  • 2005: 1247 Einwohner
  • 2010: 1222 Einwohner
  • 2015: 1203 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Gemeinderatswahl 2020 gehörten alle Gemeinderatsmitglieder der Liste CSU/Niederbergkirchener Bürgerliste an.[5] Erster Bürgermeister ist Werner Biedermann (CSU/Niederbergkirchener Bürgerliste).[6] Seit Anfang der 1980er-Jahre ist die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Niederbergkirchen
Blasonierung:Geteilt; oben in Schwarz ein von Silber und Rot geschachter Schrägbalken, unten in zwei Reihen Wolkenfeh von Silber und Blau“[7]

Die 1985 genehmigte rot-weiß-blaue Gemeindeflagge wird nicht verwendet.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Blasius wurde als Nachfolger eines romanischen Baus zwischen 1467 und 1484 im spätgotischen Stil neu errichtet. Nach einer Barockisierung von 1715 bis 1732 wurde sie von 1883 bis 1893 im neugotischen Stil umgestaltet (regotisiert). Das benachbarte Pfarrhaus zeigt barocke Gestaltung.

Eiche bei Wotzing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Blasius und Pfarrhaus, Niederbergkirchen

Im Jahre 2013 gab es 104 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in der Gemeinde, davon acht in Land- und Forstwirtschaft, 69 im Produzierenden Gewerbe und zehn im Dienstleistungsbereich. 449 Einwohner standen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Die Zahl der Auspendler überwog somit um 345 Personen.

Von der Gemeindefläche waren 1798 Hektar landwirtschaftlich genutzt, das sind 72,8 %. Im Jahre 2010 wurden 50 landwirtschaftliche Betriebe gezählt.

In der Gemeinde gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 28 Plätzen; sie war 2014 mit 34 Kindern belegt. Weiter gibt es eine Grundschule mit vier Klassen und 72 Schülern im Schuljahr 2017/18.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet und den Hauptort verläuft von Nordwest nach Südost die Kreisstraße MÜ 7. Sie führt über die B 299 zur knapp südlich der Gemeinde verlaufenden Autobahn A 94 Richtung München (AS 20 Mühldorf-Nord).

Die Bahnstrecke Mühldorf–Pilsting verläuft durch die Gemeinde mit einem Haltepunkt in Rohrbach.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niederbergkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Niederbergkirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. Mai 2021.
  3. Chronik der Gemeinde Niederbergkirchen
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 583.
  5. Gemeinderat - Gemeinde Niederbergkirchen. Abgerufen am 12. Dezember 2020.
  6. 1. Bürgermeister der Gemeinde Niederbergkirchen. Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach / Gemeinde Niederbergkirchen, abgerufen am 28. September 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Niederbergkirchen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Eintrag zu Niederbergkirchen auf der Seite kommunalflaggen.eu
  9. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 5. Oktober 2020.