Niederbergkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederbergkirchen
Niederbergkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederbergkirchen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 19′ N, 12° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Rohrbach
Höhe: 489 m ü. NHN
Fläche: 24,7 km2
Einwohner: 1212 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84494
Vorwahlen: 08639, 08635, 08631, 08637
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 130
Gemeindegliederung: 52 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rohrbach 20
84513 Erharting
Webpräsenz: www.niederbergkirchen.de
Bürgermeister: Werner Biedermann jun. (CSU / Niederbergk.Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Niederbergkirchen im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Niederbergkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gänzlich ländlich geprägte Gemeinde Niederbergkirchen liegt in der Region Südostoberbayern im tertiären Hügelland zwischen den Talniederungen von Rott und Isen rund neun Kilometer nördlich der Kreisstadt Mühldorf und sieben Kilometer südlich von Neumarkt-Sankt Veit.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Niederbergkirchen hat 52 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Niederbergkirchen und Oberhofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederbergkirchen wurde in den Notitia Arnonis des Salzburger Erzbischofs Arno im Jahre 788 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Das Zisterzienserkloster in Raitenhaslach war bis zur Säkularisation der größte Grundbesitzer im Gemeindebereich. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Niederbergkirchen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberhofen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1146 Einwohner
  • 1970: 1051 Einwohner
  • 1987: 1099 Einwohner
  • 1991: 1144 Einwohner
  • 1995: 1152 Einwohner
  • 2000: 1170 Einwohner
  • 2005: 1247 Einwohner
  • 2010: 1222 Einwohner
  • 2015: 1203 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Werner Biedermann (CSU/Niederbergkirchener Bürgerliste).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Blasius wurde als Nachfolger eines romanischen Baus zwischen 1467 und 1484 im spätgotischen Stil neu errichtet. Nach der Barockisierung von 1715 bis 1732 wurde die Kirche von 1883 bis 1893 im neugotischen Stil umgestaltet (regotisiert). Das benachbarte Pfarrhaus zeigt barocke Gestaltung.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 6,50 m (2015).[4]

Wirtschaft und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Blasius und Pfarrhaus, Niederbergkirchen

Es gab 2013 insgesamt 104 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in der Gemeinde, davon acht in Land- und Forstwirtschaft, 69 im Produzierenden Gewerbe und zehn im Dienstleistungsbereich. Von den Einwohnern standen 449 in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Die Zahl der Auspendler überwog somit um 345 Personen.

Von der Gemeindefläche waren 1798 Hektar landwirtschaftlich genutzt, das sind 72,8 %. Im Jahr 2010 wurden 50 landwirtschaftliche Betriebe gezählt.

In der Gemeinde gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 28 Plätzen; sie war 2014 mit 34 Kindern belegt. Weiter gibt es eine Grundschule mit vier Klassen und 72 Schülern im Schuljahr 2017/18.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120104/224014&attr=OBJ&val=409
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 583.
  4. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederbergkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien