Niederbrombach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederbrombach
Niederbrombach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederbrombach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 41′ N, 7° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Birkenfeld
Höhe: 319 m ü. NHN
Fläche: 7,28 km2
Einwohner: 482 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55767
Vorwahl: 06787
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 057
Adresse der Verbandsverwaltung: Schneewiesenstraße 21
55765 Birkenfeld
Webpräsenz: www.gemeinde-niederbrombach.de
Ortsbürgermeister: Bernd Brombacher
Lage der Ortsgemeinde Niederbrombach im Landkreis Birkenfeld
Horbruch Krummenau (Hunsrück) Weitersbach Gösenroth Schwerbach Oberkirn Hausen (Hunsrück) Rhaunen Stipshausen Hottenbach Hellertshausen Schauren Asbach Sulzbach (Hunsrück) Bollenbach Bundenbach Baumholder Frauenberg Reichenbach Heimbach Ruschberg Berglangenbach Fohren-Linden Berschweiler bei Baumholder Mettweiler Eckersweiler Rohrbach Rückweiler Hahnweiler Leitzweiler Sien Sienhachenbach Schmidthachenbach Oberreidenbach Mittelreidenbach Dickesbach Fischbach Bergen Berschweiler bei Kirn Hintertiefenbach Gerach Niederwörresbach Niederhosenbach Griebelschied Sonnschied Wickenrodt Herrstein Oberwörresbach Veitsrodt Herborn Mörschied Breitenthal Oberhosenbach Weiden Vollmersbach Kempfeld Kirschweiler Bruchweiler Allenbach Wirschweiler Langweiler (bei Idar-Oberstein) Idar-Oberstein Sensweiler Hettenrodt Mackenrodt Siesbach Leisel Schwollen Hattgenstein Oberhambach Rinzenberg Börfink Buhlenberg Abentheuer Brücken (bei Birkenfeld) Achtelsbach Meckenbach Ellweiler Dambach Gimbweiler Hoppstädten-Weiersbach Dienstweiler Nohen Birkenfeld (Nahe) Ellenberg Gollenberg Rimsberg Schmißberg Elchweiler Niederhambach Niederbrombach Kronweiler Sonnenberg-Winnenberg Oberbrombach Rötsweiler-Nockenthal Wilzenberg-Hußweiler Saarland Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Bernkastel-Wittlich Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Landkreis KuselKarte
Über dieses Bild
Evangelische Kirche

Niederbrombach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an. Niederbrombach ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Niederbrombach liegt an einem Talbogen der von Birkenfeld nach Idar-Oberstein führenden Bundesstraße 41.

Vier Täler treffen von Nord nach Süd, Ost und West zusammen. Im Talkessel vereinigen sich Hambach, Schwollbach und Rothenbach zu einem Gewässer, das unter der Bezeichnung Schwollbach bei Kronweiler in die Nahe mündet. Niederbrombach ist im Norden umgeben vom Hömelskopf und dem Heidkopf, im Osten von der Pferdshöhe und der Brombacher Höhe, im Süden vom Rothenbachberg, dem Winnenberg und Hochkastell und schließlich im Westen vom Kleb und dem Bauterskopf.

Zu Niederbrombach gehören auch die Wohnplätze Fischerhof, Haus Manzenbach, Lärchenhof und Robinienhof.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

In den ältesten Urkunden findet man die Namensform Brambach oder Branbach. Erst in der Neuzeit wird Niederbrombach von Oberbrombach unterschieden.

Branbach mit seinen Zugehörigen und seiner Kirche sind um 700 n. Chr. aus dem Eigenbesitz des Herzog-Erzbischofs Liutwin an das Trierer Paulinusstift, von diesem 981 an das Trierer Erzstift gekommen. Brombach war der Vorort der trierischen, dann der sponheimischen Besitzungen südlich des Idarwaldes, und innerhalb des Hochgerichtes und Amtsbezirkes war Brombach der Vorort eines eigenen Großbannes, eigener Pflege und eigenen Kirchspieles geworden und geblieben. Weltlicher und kirchlicher Besitz deckten sich so vollständig, dass im 18. Jahrhundert der Ausdruck Kirchspiel auch auf den Verwaltungsbezirk angewandt worden ist. Der Großbann unterlag bei fortschreitender Besiedlung im Laufe des Mittelalters einer immer stärker werdenden Zersetzung. Zunächst vollzog sich im frühen Mittelalter eine Zweiteilung, die sich in kirchlicher Beziehung später im 18. Jahrhundert wiederholen sollte.

Niederbrombach war der Mittelpunkt des alten Großbannes, so der Pflege, des Gerichtes und des Kirchspieles. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Pflege Brombach nicht nur kirchlich, sondern auch für die Verwaltung und Gericht geteilt worden. Unter französischer Herrschaft in den Jahren 1797 bis 1814 traten an die Stelle des Kirchspieles eine Mairie. Vom Jahre 1815 bis 1817 war die Brombacher Pflege preußisch gewesen, von 1817 bis 1937 oldenburgisch, dann wieder wenige Jahre preußisch. Seit 1946 gehört dieses Gebiet zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederbrombach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 256
1835 256
1871 400
1905 392
1939 678
1950 503
Jahr Einwohner
1961 545
1970 563
1987 541
1997 519
2005 505
2015 482

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederbrombach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Unter zwölfmal rot-silbern geschachtem Schildhaupt zu zwei Reihen in Gold zwei schwarze Arkaden.“

Wappenerklärung: Das rot-silbern geschachte Schildhaupt symbolisiert die ehemalige Zugehörigkeit des Ortes zur hinteren Grafschaft Sponheim (rot-silbern ungezählt geschacht), Oberamt Birkenfeld. Die Arkaden versinnbildlichen als Gebäudeteil die alte Pfarrkirche von Niederbrombach (damals Brambach bzw. Branbach). Sie wurde mit dem Ort um 700 vom Erzbischof Liutwinus von Trier aus dessen Eigenbesitz dem Stift St. Paulin in Trier geschenkt, das dann wohl die Kirche gründete.

Das Wappen wurde durch Erlass des Ministeriums des Innern vom 20. August 1965 genehmigt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Geschäfte, Banken, Handwerksbetriebe, Gastwirtschaften, Arztpraxis, Grund- und Realschule plus mit Sporthalle, Kindergarten, ebenso eine bei der Schule gelegene Freiluftsportanlage sind vorhanden, so dass man hierorts von einer Eigenversorgung sprechen kann.

Durch den Ort führt die Bundesstraße 41, die im Süden zur Bundesautobahn 62 führt. In Kronweiler ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Pfarrer wirkte bis zu seinem Tod wohl 1503 in Brambach, wie Niederbrombach damals hieß, der berühmte Astrologe Johannes Lichtenberger (um 1426–1503).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederbrombach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 19 (PDF; 2,16 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen