Niederdünzebach

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Niederdünzebach
Stadt Eschwege
Koordinaten: 51° 10′ 40″ N, 10° 5′ 43″ O
Höhe: 175 (162–191) m ü. NHN
Fläche: 4,23 km²[1]
Einwohner: 611 (30. Jun. 2012)[2]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1972
Postleitzahl: 37269
Vorwahl: 05651
Evangelische Pfarrkirche Niederdünzebach

Niederdünzebach ist ein Stadtteil von Eschwege im Werra-Meißner-Kreis in Osthessen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederdünzebach liegt drei Kilometer südöstlich von Eschwege in Osthessen. Durch den Ort führt die Landesstraße 3244.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem 1263 urkundliche erwähnten "Thuncenbach" handelt es sich vermutlich um Niederdünzebach.[1] 1392 wurde ein Kirchhof genannt. Als die Herren von Boyneburg-Hohenstein 1444 und 1471 mit Niederdünzebach samt Kirchhof belehnt wurden, nannte man den Ort in den Urkunden eine Wüstung. Da die zur Pfarrei Oberdünzebach gehörende Kirche im Jahr 1516 erbaut wurde, muss der Ort in dieser Zeit wieder besiedelt gewesen sein. Kirchenpatrone waren die Herren von Boyneburg. In einem Vertrag von 1602 wurde den Herren von Boyneburg das Untergericht belassen, während der Landgrafschaft Hessen die peinliche Gerichtsbarkeit zustand.

Ursprünglich zum Amt Eschwege gehörig, kam der adlige Ort 1654 zum landgräflichen Amt Bischhausen.[1] Seit 1821 gehörte Niederdünzebach zum Kreis Eschwege. 1939 hatte der Ort 433 Einwohner. Schon damals gehörte Niederdünzebach zum Amtsgericht und Finanzamt Eschwege.

Am 31. Dezember 1971 wurde der bis dahin selbständige Ort in die Kreisstadt Eschwege eingegliedert.[3]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf gibt es eine evangelische Kirche.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Niederdünzebach, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 22. Januar 2016). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Entwicklungskonzept der Kreisstadt Eschwege. Albungen – Eltmannshausen - Niddawitzhausen - Niederdünzebach – Niederhone - Oberdünzebach – Oberhone; Seite 10 (pdf; 5,16 MB), abgerufen im Februar 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]