Niederdreisbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederdreisbach
Niederdreisbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederdreisbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 45′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Daaden-Herdorf
Höhe: 296 m ü. NHN
Fläche: 4,16 km2
Einwohner: 903 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 217 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57520
Vorwahl: 02743
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 075
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 4
57567 Daaden
Webpräsenz: www.daaden.de
Ortsbürgermeister: Stefan Strunk
Lage der Ortsgemeinde Niederdreisbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Freibad Niederdreisbach

Niederdreisbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf an. Niederdreisbach ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt im Daadetal an der Mündung des Dreisbachs in den Daadenbach zwischen Schutzbach im Westen und Biersdorf (Daaden) im Südosten; im Süden liegt Weitefeld.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge des Ortes liegen in den Wanderungen der Kelten, die im heutigen Dreisbachtal nach Eisenerzvorkommen suchten. Vom keltischen Name des Baches dreisafa leitet sich der Ortsname ab, als dieser in Dreisbach umgewandelt wurde. Bis zur festen Besiedlung des Tales dauerte es noch bis zum 12. und 13. Jahrhundert, als das Dreisbachtal entsumpft, gerodet und urbar gemacht wurde und die ersten Höfe entstanden sind. Kernsiedlung von Niederdreißbach, wie es noch bis ins 18. Jahrhundert geschrieben wurde, war ein im Spätmittelalter errichteter Einzelhof in Blockflur. Eine Urkunde von 1252, in der ein Herbord von Dreisbach erwähnt wurde, bestätigt, diesen Siedlungsbeginn, die sich im alten Flurnamen „Weijre Horstatt“ (zwischen den Fluren „In der Bruchwies“ und „In der Bitze“) erhalten hat.[3]

Niederdreisbach gehörte bis zum Jahr 1806 zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen und zum Kirchspiel Daaden. Die Grafschaft Sayn-Altenkirchen kam 1791 auf dem Erbweg zu Preußen und wurde 1803 im Reichsdeputationshauptschluss dem Fürstentum Nassau-Usingen zugesprochen. 1806 traten die beiden nassauischen Fürsten dem napoleonischen Rheinbund bei, sodass die Region von 1806 an zum Herzogtum Nassau gehörte. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Gebiet der ehemaligen saynischen Grafschaften an das Königreich Preußen abgetreten.

Unter der preußischen Verwaltung wurde Niederdreisbach der Bürgermeisterei Daaden im neu errichten Kreis Altenkirchen (Regierungsbezirk Koblenz) zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederdreisbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 133
1835 185
1871 245
1905 422
1939 496
1950 591
Jahr Einwohner
1961 667
1970 855
1987 979
1997 993
2005 985
2015 903

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederdreisbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat 16 Ratsmitglieder an.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind die Fachwerkbauten im Ortskern. Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederdreisbach

In dem Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden wurde die Gemeinde mehrfach mit Medaillen ausgezeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hüttenindustrie prägte 200 Jahre lang den Ort, bis 1965 die „Niederdreisbacher Hütte“ stillgelegt wurde. Heute befindet sich an der Stelle der „Niederdreisbacher Hütte“ ein Betonwerk.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederdreisbach besitzt einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Daadetalbahn, auf welcher die Züge der Linie RB97 der Westerwaldbahn GmbH nach dem Rheinland-Pfalz-Takt täglich ca. im Stundentakt von Betzdorf nach Daaden verkehren. Aufgrund der Lage im Landkreis Altenkirchen gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederdreisbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  3. Marianne Schubert-Thaler: Niederdreisbach (Westerwald). In : Heimatjahrbuch Kreis Altenkirchen 1982, S. 142 ff.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen