Niederelbert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederelbert
Niederelbert
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederelbert hervorgehoben

Koordinaten: 50° 24′ N, 7° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Montabaur
Höhe: 264 m ü. NHN
Fläche: 10,25 km2
Einwohner: 1711 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56412
Vorwahl: 02602
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 053
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Website: www.niederelbert.de
Ortsbürgermeisterin: Carmen Diedenhoven
Lage der Ortsgemeinde Niederelbert im Westerwaldkreis
Karte

Niederelbert ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald südlich von Montabaur im Naturpark Nassau, die Gemarkung auf einer Höhe von 240 bis 275 m ü. NHN. Zu Niederelbert gehören auch der Wohnplatz Heide, das Waldhaus Werthwiese und der Stocklandhof.[2]

Nachbargemeinden von Niederelbert sind Oberelbert, Holler, Horressen und Montabaur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederelbert wurde im Jahre 1211 als Elewartin erstmals urkundlich erwähnt; 1233 Elewarthe; 1260 Elwarten; 1326 Eylewart; 1385 Elwert; 1427 Nederen eelfart; 1499 Nederen Elwert; 1786 Niederelbert.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 523
1835 675
1871 775
1905 864
1939 946
1950 1.063
Jahr Einwohner
1961 1.048
1970 1.412
1987 1.616
2005 1.631
2011 1.636
2017 1.063

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Niederelbert

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederelbert besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carmen Diedenhoven wurde am 22. April 2021 Ortsbürgermeisterin von Niederelbert.[5] Bei der Neuwahl am 14. März 2021 war sie mit einem Stimmenanteil von 88,95 % gewählt worden, nachdem sie als bisherige Erste Beigeordnete die Amtsgeschäfte bereits seit Jahresanfang geführt hatte.[6][7]

Diesenhovens Vorgänger Christoph Neyer hatte das Amt seit 2014 ausgeübt,[8] es aber mit Wirkung zum 1. Januar 2021 niedergelegt.[9] Er war zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 64,03 % in seinem Amt bestätigt worden.[10] Vor Neyer waren Willi Müller, der das Amt 15 Jahre ausübte, und Willi Bode Ortsbürgermeister von Niederelbert.[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Niederelbert
Blasonierung: „Unter blauem, von einer goldenen Wellenleiste abgeschlossenem Schildhaupt, darin eine goldene Lilie, beseitet von zwei silbernen Elchschaufeln, in Rot ein goldbewehrter silberner Hahn.“
Wappenbegründung: Auf den ehemaligen Ortsnamen Elewarthin weisen die beiden silbernen Elchschaufeln im Schildhaupt hin. Die goldene Lilie in Blau ist dem Wappen der Lehnsherren von Helfenstein entnommen. Für die 4 Bäche (Elbertbach, Gambach, Stelzenbach und Weiherhellbach) steht im Ortswappen symbolisch die goldene Wellenleiste mit den 4 Wellen. Der Hahn, das volkstümliche Symbol Niederelberts, ist als heraldische Schildfigur goldbewehrt in Silber auf rotem Feld in das Ortswappen aufgenommen. Rot und Silber sind die kurtrierischen Wappenfarben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Josef

Bei der 1909 geweihten katholische Pfarrkirche St. Josef handelt es sich um eine neuromanische dreischiffige Basilika.[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niederelbert geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niederelbert. Texte und Bilder im Spiegel der Zeit. Niederelbert 1995, ISBN 3-921548-53-5 (Dorfchronik).
  • Niederelbert – im Wandel der Zeit. Das Dorf, seine Menschen und ihre Werke. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1997, ISBN 3-89570-307-9 (Bildband).
  • Willi Bode: Niederelbert im „Dritten Reich“. Ein Westerwälder Dorf gedenkt seiner Kriegsopfer. Niederelbert 2009, ISBN 978-3-00-029440-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niederelbert – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 73 (PDF; 2,6 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 4. September 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 4. September 2019.
  5. Carmen Diedenhoven: Ernennung. In: Wochenblatt der Verbandsgemeinde Montabaur, Ausgabe 17/2021. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 7. Mai 2021.
  6. Christoph Neyer: Weihnachtsgrüße aus dem Rathaus. Ortsgemeinde Niederelbert, 22. Dezember 2020, abgerufen am 13. Februar 2021.
  7. Wahl der Ortsbürgermeisterin der Ortsgemeinde Niederelbert. Verbandsgemeinde Montabaur, abgerufen am 16. März 2021.
  8. Bilder des Jahres 2014 – Kommunalwahl. Christoph Neyer – Neuer Ortsbürgermeister von Niederelbert. Verbandsgemeinde Montabaur, abgerufen am 23. Juni 2020.
  9. Christoph Neyer: Rücktritt. Ankündigung. Ortsgemeinde Niederelbert, 21. September 2020, abgerufen am 14. November 2020.
  10. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 23. Juni 2020 (siehe Montabaur, Verbandsgemeinde, 24. Ergebniszeile).
  11. Ehrenteller für Willi Müller. Ortsgemeinde Niederelbert, 1. Dezember 2014, abgerufen am 23. Juni 2020.
  12. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Westerwaldkreis. Mainz 2020[Version 2021 liegt vor.], S. 47 f. (PDF; 4,8 MB).