Niederfischbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederfischbach Koordinaten fehlen
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Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Kirchen (Sieg)
Höhe: 282 m ü. NHN
Fläche: 14,48 km2
Einwohner: 4206 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 290 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57572
Vorwahl: 02734
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 076
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenstraße 1
57548 Kirchen (Sieg)
Webpräsenz: www.kirchen-sieg.de
Ortsbürgermeister: Matthias Otterbach (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Niederfischbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Niederfischbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) an.

Gemeindegliederung

Zu Niederfischbach gehören die Ortsteile Eicherhof, Fischbacherhütte, Hahnhof, Hüttseifen, Langenbach und Oberasdorf.

Geografie

Niederfischbach liegt im Westen des Giebelwaldes zwischen den Städten Freudenberg und Betzdorf; Nachbargemeinden sind Harbach im Westen, Niederndorf im Osten und Kirchen (Sieg) im Süden.

Geschichte

Die heutige Gemeinde wurde am 7. Juni 1969 aus den zuvor selbständigen Gemeinden Niederfischbach (2.856 Einwohner) und Hüttseifen (1.494 Einwohner) sowie einem Gebietsteil der Gemeinde Harbach mit 124 Einwohnern neu gebildet.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:

  • 1815 – 874
  • 1835 – 1.031
  • 1871 – 1.507
  • 1905 – 2.344
  • 1939 – 3.006
  • 1950 – 3.349
  • 1961 – 4.051
  • 1970 – 4.623
  • 1987 – 4.452
  • 2005 – 4.892

Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Niederfischbach besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:

  SPD CDU FWG Gesamt
2009 7 13 20 Sitze
2004 7 12 1 20 Sitze

Wappen

Das Wappen ist schräglinksgeteilt von Silber und Blau. Im oberen Bereich befindet sich ein rotes Kleeblattkreuz, unten ist ein silbernes Füllhorn zu sehen.

Das Kleeblatt- oder Mauritiuskreuz weist auf des Patronat des hl. Mauritius und damit auf die historische Bedeutung des Ortes im Mittelalter hin. Das Mauritiuskreuz ist als Symbol in der Darstellung des Mauritius, bei Wappen und Orten, die mit ihm im Zusammenhang stehen, seit dem Mittelalter in Gebrauch. Die alte Kirche des hl. Mauritius, deren Turm uns an der heutigen evangelischen Kirche erhalten geblieben ist, war vermutlich im 11. Jahrhundert Filialkirche von Haiger, später Pfarrkirche. Sie ist das älteste Bauwerk von Niederfischbach.

Die Farben Silber/Rot entsprechen dem Wappen des Kurfürsten von Trier, des ehemaligen Landesherren: in Silber durchgehendes rotes Kreuz.

Das aufrechtstehende silberne Füllhorn ist dem Fischbacher Erstlingstaler von 1750 entnommen. Es stellt den Bezug her zu den Silberfunden und zu der historischen Bedeutung des Bergbaus in der Gemeinde.

Die Wappenfarbe Blau deutet auf den Ursprung des Namens Niederfischbach = „Vispe“ hin in dem das Wort „apa“ = Wasser, kleiner Bachlauf in der Nachsilbe „-pe“ enthalten ist. Dieser Name ist ein Nachweis für das hohe Alter des Ortes, da er aus einer Zeit stammen muss, in der das Wort „apa“ und nicht "Bach" gebräuchlich war.

(Nach W. Arnold und J. Heinzeling sind die „apa“-Orte unserer Heimat vor 500 n. Chr. gegründet, nach L. Bald sogar noch vor unserer Zeitrechnung. B. Solbach)

Städtepartnerschaften

katholische Kirche St. Mauritius und Gefährten
evangelische Kirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius und Gefährten ist die einzige viertürmige Kirche im Kreis Altenkirchen. Die neuromanische Basilika wurde von 1897 bis 1898 erbaut und von 1956 bis 1958 das erste Mal renoviert. 1986 bis 1990 fand eine weitere, umfangreiche Innenrenovierung statt. Besonders sehenswert ist das Bodenmosaik Die Wurzel Jesse im Mittelgang des Kirchenschiffes. Im Volksmund heißt sie "Siegerländer Dom".

Museen

  • Eisenbahnmuseum

Parks

  • Tierpark e. V. Niederfischbach

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Kirmes – 3. Wochenende im August
  • Karnevalsumzug – Karnevaldienstag
  • Brunnenfest – immer 1. Sonntag im Mai
  • Kinderfest im Tierpark Niederfischbach
  • Marsch zur Wasenecke (Musikverein)
  • Pfingstlager der Pfadfinder

Kulinarische Spezialitäten

Föschber Schwarzbrurd

Kulturdenkmäler

Liste der Kulturdenkmäler in Niederfischbach

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehrsanbindungen

Eisenbahnmuseum

Öffentlicher Nahverkehr findet nur noch mit Bussen der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd statt.

Bis 1983 gab es in Niederfischbach auch auf der Schiene Personenverkehr. Mit dem Zug konnte man mit der Asdorftalbahn von Betzdorf über Freudenberg und Olpe entlang des Biggesees nach Finnentrop gelangen. 1994 wurde der Güterverkehr eingestellt, im Jahr 2000 wurden die Gleis endgültig abgebaut. Jetzt verläuft auf der Trasse der Asdorftalradweg. Ein Eisenbahnerverein hat ein Reststück von Gleisen im Bahnhof Niederfischbach erhalten und dort ein paar Fahrzeuge aufgestellt.

Über die Straße hat man eine Verbindung an die A 45 sowie nach Siegen und in den Westerwald.

Soziales

  • DRK Ortsverein Niederfischbach,
  • DPSG Niederfischbach,
  • U.N.S. Unterhaltung und Spaß in Niederfischbach
  • TV 66 Niederfischbach e.V.
  • Musikverein "1871" Niederfischbach

Bildung

W. E. Ketteler-Grundschule in Niederfischbach

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).

Weblinks