Niedergesteln

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Niedergesteln
Wappen von Niedergesteln
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Westlich Raron
BFS-Nr.: 6198i1f3f4
Postleitzahl: 3942
Koordinaten: 626432 / 129110Koordinaten: 46° 18′ 46″ N, 7° 46′ 54″ O; CH1903: 626432 / 129110
Höhe: 639 m ü. M.
Fläche: 17,46 km²
Einwohner: 703 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 40 Einw. pro km²
Website: www.niedergesteln.ch
Niedergesteln mit den Burgruinen der Gestelnburg

Niedergesteln mit den Burgruinen der Gestelnburg

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Über dieses Bild
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BLS Bahnbrücke Lüegilchinviadukt
Lötschberg Südrampe
Hängebrücke über der Jolischlucht

Niedergesteln (walliserdeutsch: Geschtillu [ˈgeʃdɪlˑʊ][2] oder [ˈgeʃtilːu][3], frz. Châtillon-le-Bas) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde mit einem Burgerrart des Bezirks Westlich Raron sowie eine Pfarrgemeinde des Dekanats Raron im Schweizer Kanton Wallis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst eine Fläche von insgesamt 1746 Hektar; davon gehören 1213 Hektar zum UNESCO-Weltnaturerbegebiet Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Sie ist eine von 23 Gemeinden, die Flächen in der Welterbe-Region besitzen.

Das Dorf liegt im Norden des Schweizer Rhonetals am Fusse der im 12. Jahrhundert von den Herren von Turn erbauten Gestelnburg, die von hier aus ihre Besitztümer regierten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die begehbare und beleuchtete Eiszeithöhle im Innern des Burgfelsens. Das Dorfbild wird einerseits durch den Dorfkern geprägt, andererseits durch die Jolibachschlucht. Entlang dieser Schlucht gelangt man über Wanderwege, Suonen und die Südrampe der BLS-Lötschberg-Bergstrecke ins Jolital, welches ein Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnungen des Ortes sind Chastellon (1179/1184) und Castellion (1224). Der Ortsname geht auf lateinisch-romanisches castelliōne zurück, das die Verkleinerungsform zu lateinisch castellum «befestigtes Lager, Burg» ist.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1900 1950 2000 2010 2012 2014 2016
Einwohner 176 240 344 573 679 684 679 696

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Priorats- und Pfarrkirche St. Maria
  • Ruine Gestelnburg
  • Eiszeithöhle auf der Gestelnburg-Ruine
  • Wafa-Hüs (Wefa-Haus)
  • Pfarreizentrum
  • Gut erhaltener alter Dorfteil
  • UNESCO-Weltnaturerbe Schweizer Alpen – Eingangstor (Info Point)
  • Hängebrücke über der Jolischlucht
  • Jolischlucht
  • BLS Bahnbrücke Lüegilchinviadukt
  • Wandergebiet Niedergesteln – Joli
  • Suonenwanderungen bei Niedergesteln und im Jolital
  • Baggilla (Kleiner See an der Rhone)

Weiler und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesch (Geesch)
  • Alpe Tatz
  • Voralpe Liden
  • Voralpe Brägji (Bregy)
  • Lüegjiu
  • Alpe Joli
  • Alpe Mattachru (Mattackern)
  • Wasserleitu

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niedergesteln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V 1b.
  3. a b Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 646.