Niederhausen an der Appel

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Wappen Deutschlandkarte
Niederhausen an der Appel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederhausen an der Appel hervorgehoben

Koordinaten: 49° 45′ N, 7° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Nordpfälzer Land
Höhe: 191 m ü. NHN
Fläche: 5,46 km2
Einwohner: 233 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67822
Vorwahl: 06362
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 050
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 16
67821 Alsenz
Website: www.nordpfälzerland.de
Ortsbürgermeisterin: Jutta Kreis
Lage der Ortsgemeinde Niederhausen an der Appel im Donnersbergkreis
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Über dieses Bild

Niederhausen an der Appel ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Rockenhausen und eine zusätzliche Verwaltungsstelle in Alsenz hat.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederhausen liegt im Appelbachtal nördlich des Pfälzerwalds. Im Norden befindet sich Tiefenthal, im Süden Münsterappel und westlich liegt Winterborn. Die nächstgelegenen Städte sind Bad Kreuznach, Rockenhausen und Kaiserslautern.

Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Freyhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1325 als Niderhusen erstmals urkundlich erwähnt.[3]

Niederhausen war zu dieser Zeit Teil des von den Wildgrafen verwalteten Vogteibesitzes der Reichsabtei St. Maximin in Trier, deren örtliche Filiale die Propstei in Münsterappel war. Im Zuge der Reformation wurde Niederhausen 1555 lutherisch, die Propstei aufgelöst, und die Abtei verlor ihren Einfluss. Der Ort gehörte nun zum Territorium der Rheingrafen, welche die Wildgrafen nach dem Erlöschen deren Linie zwischenzeitlich beerbt hatten. Im Jahr 1775 fiel Niederhausen im Rahmen eines Tauschvertrags an Nassau-Weilburg, womit es nun zum Amt Alsenz gehörte.[4]

Die alte Ordnung wurde ab 1792 durch französischen Revolutionstruppen beendet und die Pfalz von Frankreich annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte Niederhausen zum Département Donnersberg, Arrondissement Kaiserslautern, Kanton Obermoschel. Auf dem Wiener Kongress fiel die linksrheinische Pfalz 1815 zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Der Ort wurde nun dem Landkommissariat Kirchheim im bayerischen Rheinkreis zugeordnet.[4]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Niederhausen innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Zunächst gehörte der Ort weiterhin dem Landkreis Rockenhausen an (im Jahr 1900 als Bezirksamt gebildet, 1939 in Landkreis umbenannt), im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform ab 1969 dem neugebildeten Donnersbergkreis. Innerhalb des Kreises wurde 1972 aus Niederhausen und 15 anderen Gemeinden die Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel gebildet, die zum 1. Januar 2020 in die Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land aufging.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederhausen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[5]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jutta Kreis wurde 2009 Ortsbürgermeisterin von Niederhausen.[6] Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Bewerber angetreten war, erfolgte die anstehende Neuwahl gemäß Gemeindeordnung durch den Rat.[7] In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates im Juli 2019 wurde sie mehrheitlich gewählt und trat damit ihre dritte Amtszeit an.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Niederhausen an der Appel
Blasonierung: „Geteilt von Gold und Blau. Oben ein wachsender roter Löwe, blau gezungt, blau bewehrt und blau gekrönt; unten eine silberne, rot bedachte Kirche mit zwei rot bedachten und mit goldenen Kreuzen besteckten Türmen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund um die evangelische Kirche befindet sich eine Denkmalzone.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederhausen an der Appel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort kreuzen sich die L 400 und die L 403. Über die A 63 im Osten und die A 61 im Nordosten besteht Anschluss an den Fernverkehr. Nächstgelegener Bahnhof ist der Alsenz an der Alsenztalbahn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niederhausen an der Appel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 138 (PDF; 2,6 MB).
  3. Niederhausen a. d. Appel. Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land, abgerufen am 21. Mai 2020.
  4. a b Juliane Märker: Niederhausen an der Appel. In: regionalgeschichte.net. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., 17. Februar 2014, abgerufen am 21. Mai 2020.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Niederhausen. Abgerufen am 29. August 2019.
  6. a b Die Rheinpfalz: Niederhausen: Jutta Kreis bleibt Ortsbürgermeisterin. 4. Juli 2019, abgerufen am 29. August 2019.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Nordpfälzer Land, Verbandsgemeinde, 17. Ergebniszeile. Abgerufen am 21. Mai 2020.