Niederhone

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Niederhone
Stadt Eschwege
Koordinaten: 51° 11′ 54″ N, 10° 0′ 35″ O
Höhe: 158 m ü. NHN
Einwohner: 1430 (30. Jun. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. April 1936
Postleitzahl: 37269
Vorwahl: 05651

Niederhone ist ein Stadtteil von Eschwege im Werra-Meißner-Kreis in Hessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederhone liegt nordwestlich direkt an Eschwege anschließend (getrennt durch ein Gewerbegebiet) in Nordhessen. Durch den Ort führt die Landesstraße 3403. Im Norden führt die Bundesstraße 249, im Westen die Bundesstraße 27 am Ort vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde erstmals im Jahr 860 mit dem Ortsnamen Hônide urkundlich erwähnt. Der Ort war Mittelpunkt der Honermark und als Sitz eines Erzpriesters der Mittelpunkt des Eschweger Beckens.

Auf eine ältere Kirche weist der Turm von 1508, der 1751 eine barocke Turmhaube erhielt. Das ursprüngliche Langhaus wurde vor 1896 abgerissen und durch einen neogotischen Neubau des Architekten Gustav Schönermark ersetzt. Zur bauzeitlichen Ausstattung dieses Neubaus gehört die künstlerische Verglasung aus der Marburger Glasmaler-Werkstatt K.J. Schultz.[2]

1925 hatte der Ort 1.425 Einwohner. Schon damals gehörte Niederhone zum Amtsgericht und Finanzamt Eschwege. Am 1. April 1936 wurde das Dorf nach Eschwege eingegliedert, da man Gelände zum Bau des Fliegerhorsts Eschwege brauchte.

Niederhone erhielt im Jahre 1875 einen Bahnanschluss, als die Strecke von Bebra nach Eschwege gebaut wurde. Der Bahnhof Niederhone (ab 1936 durch Eingemeindung Niederhones umbenannt in Eschwege West) war Kreuzungspunkt der Kanonenbahn mit der Bebraer Bahn. Bis Dezember 2009 verlief die Bahnstrecke Bebra–Göttingen nur am westlichen Ortsrand vorbei. Zum 12. Dezember 2009 wurde die Stichstrecke bis Eschwege Stadtbahnhof nach Erneuerung und Elektrifizierung wieder eröffnet und ein Haltepunkt in Niederhone errichtet.

Im Dorf gibt es eine evangelische Kirche und einen evangelischen Kindergarten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entwicklungskonzept der Kreisstadt Eschwege. Albungen – Eltmannshausen - Niddawitzhausen - Niederdünzebach – Niederhone - Oberdünzebach – Oberhone; Seite 10 (pdf; 5,16 MB), abgerufen im Februar 2016.
  2. Götz J. Pfeiffer: „an die letzten Ausläufer der alten Tradition angeknüpft“. Die Marburger Glasmalerei-Werkstatt K.J. Schultz seit 1850. In: Hessische Heimat. 68. Jg., Heft 1, S. 10–16.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]