Niederkrüchten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederkrüchten
Niederkrüchten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederkrüchten hervorgehoben
Koordinaten: 51° 12′ N, 6° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Viersen
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 67,07 km²
Einwohner: 14.961 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 223 Einwohner je km²
Postleitzahl: 41372
Vorwahl: 02163
Kfz-Kennzeichen: VIE, KK
Gemeindeschlüssel: 05 1 66 020
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Laurentiusstraße 19
41372 Niederkrüchten
Webpräsenz: www.niederkruechten.de
Bürgermeister: Karl-Heinz „Kalle“ Wassong (parteilos)
Lage der Gemeinde Niederkrüchten im Kreis Viersen
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Über dieses Bild
Kirche in Niederkrüchten

Die Gemeinde Niederkrüchten liegt am linken Niederrhein im Westen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Gemeinde des Kreises Viersen im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab September 1944[2] wurde die Zivilbevölkerung genötigt, Elmpt zu verlassen. Viele Niederkrüchtener wurden nach nach Borghorst (Münsterland), Lindhorst, Steinhude, Amt Rahden oder nach Authausen (in Sachsen) evakuiert.[3] Ende Februar 1945, einige Tage nach dem Beginn der Operation Grenade, räumten deutsche Truppen die Maas-Rur-Stellung; am 1. März rückten US-Soldaten über Niederkrüchten, Brüggen, Bracht und Kaldenkirchen nach Venlo vor.[4]

Seit dem 1. Januar 1972 sind die vormals selbstständigen Gemeinden Niederkrüchten und Elmpt per Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Aachen (vom 14. Dezember 1971) zusammengeschlossen. Gehörten beide Kommunen ursprünglich zum ehemaligen Kreis Erkelenz und nach kommunaler Neugliederung zum Kreis Heinsberg, so wurden sie 1975 dem Kreis Viersen zugeordnet, wobei aber die Orte Merbeck, Schwaam, Tetelrath, Venn und Venheyde der Stadt Wegberg zugeordnet wurden und somit weiter zum Kreis Heinsberg gehören.

Aus dem Ortsteil Elmpt stammt das barocke Gnadenbild „Maria Schutz zu Pfeddersheim“, in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Worms-Pfeddersheim, Rheinland-Pfalz. Es überstand 1869 unversehrt einen Brand in Elmpt und kam als Geschenk an seinen jetzigen Standort, wo es seit 1927 verehrt wird.[5]

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birth, Blonderath, Boscherhausen, Brempt, Dam, Elmpt, Gützenrath, Heyen, Laar, Niederkrüchten, Oberkrüchten, Overhetfeld, Ryth, Silverbeek, Varbrook, Venekoten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem Ergebnis:[6]

Partei / Liste Sitze Stimmenanteil
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 14 41,8 %
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 10 28,0 %
Bündnis 90/Die Grünen 4 13,2 %
Freie Demokratische Partei (FDP) 2 6,3 %
Die Linke 2 5,0 %
Christlich Kommunale Wählergemeinschaft (CWG) 2 5,7 %

Wappen und Banner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung:„Gespalten; vorne in Gold (Gelb) eine halbe rote Lilie, auf deren Kelchblatt ein linksgekehrter grüner Sittich sitzend; hinten in Silber (Weiß) drei blaue Balken.“ Bedeutung: Das Wappen der Gemeinde Niederkrüchten entstammt dem Wappen der Grundherren von Elmpt. Die drei blauen Balken auf silbernem Grund weisen auf das Emblem der Edelherren von Brempt hin, die im 13. Jahrhundert in Niederkrüchten Grundherrenrechte ausübten.

Beschreibung des Banners: "Unter weißem Bannerhaupt, darin der Wappenschild der Gemeinde, Blau - Gelb im Verhältnis 1:1 längsgestreift."[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten in Niederkrüchten geboren:

Persönlichkeiten mit Niederkrüchten verbunden:

Kurioses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Böken: Niederkrüchten in alten Ansichten. Band II. Niederkrüchten 1990
  • Ulrich Coenen: Zwischen den Grenzen - Eine Lebensgeschichte, Verlag Mainz, Aachen 1993. ISBN 3-925714-94-4
  • Jochen Hild: Das Naturschutzgebiet Elmpter Bruch. In: Heimatbuch des Kreises Viersen, 27. Folge/1976, S. 252–259.
  • Ludwig Hügen: Elmpt und Niederkrüchten. Zwischen Schwalm und Grenzwald. Willich 1993
  • Manfred A. Jülicher: Niederkrüchten 1985. Bildband zur Darstellung des Ortes in 1985. Niederkrüchten 1985
  • Manfred A. Jülicher: Niederkrüchtener Mundart, Léewe en Krööchte, Landwirtschaft und Brauchtum vor 1945. Niederkrüchten 1975
  • Rolf Nagel: Niederkrüchtens Wappen. In: Heimatbuch des Kreises Viersen, 39. Folge/1988, S. 185–189.
  • Matthias Siegers, Klaus Blech: Ein neues Rathaus für die Gemeinde Niederkrüchten. In: Heimatbuch des Kreises Viersen, 38. Folge/1987, S. 244–248.
  • Edmund Weeger: Geschichte der Pfarrei Niederkrüchten im Dekanat Erkelenz. Kempen 1913

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederkrüchten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 23. September 2015. (Hilfe dazu)
  2. Fußnote 37
  3. Karl-Heinz Achten: Die Evakuierung des Grenzdorfes Elmpt im Kriegsjahr 1944. In: Heimatbuch des Kreises Viersen 2015.
  4. Karl-Heinz Achten: Der Einmarsch der Amerikaner in Elmpt 1945 sowie die schwierige Anfangsphase der Beziehungen zwischen den deutsch-niederländischen Nachbarn. In: Heimatbuch des Kreis Viersen 2016.
  5. Webseite der zuständigen Pfarrei zum Pfeddersheimer Gnadenbild
  6. Landeswahlleiterin NRW: Kommunalwahl 2014 – Endgültiges Ergebnis für: Niederkrüchten
  7. Hauptsatzung der Gemeinde Niederkrüchten, § 2. Abgerufen am 3. Dezember 2012 (PDF; 31 kB).