Niedermirsberg

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Niedermirsberg
Koordinaten: 49° 47′ 2″ N, 11° 8′ 47″ O
Höhe: 349 (334–381) m ü. NHN
Einwohner: 376 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 91320
Vorwahl: 09194
Der Ebermannstädter Gemeindeteil Niedermirsberg
Der Ebermannstädter Gemeindeteil Niedermirsberg

Niedermirsberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Ebermannstadt im oberfränkischen Landkreis Forchheim in Bayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme von Niedermirsberg

Das im Süden der Heiligenstädter Flächenalb gelegene Pfarrdorf[2] befindet sich etwa drei Kilometer westnordwestlich des Ortszentrums von Ebermannstadt auf einer Höhe von 349 m ü. NHN.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts unterstand Niedermirsberg der Landeshoheit des Hochstifts Bamberg.[4][5] Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte dabei dessen Amt Forchheim in seiner Funktion als Vogteiamt aus.[6] Auch die Hochgerichtsbarkeit stand diesem Amt in seiner Rolle als Centamt zu.

Als das Hochstift Bamberg infolge des Reichsdeputationshauptschluss 1802/03 säkularisiert und unter Bruch der Reichsverfassung vom Kurfürstentum Pfalz-Baiern annektiert wurde, wurde Niedermirsberg ein Bestandteil der bei der „napoleonischen Flurbereinigung“ gewaltsam in Besitz genommenen neubayerischen Gebiete.[7][8]

Durch die Verwaltungsreformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern wurde Niedermirsberg mit dem Zweiten Gemeindeedikt 1818 eine Ruralgemeinde. Im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Niedermirsberg am 1. April 1971 in die Stadt Ebermannstadt eingegliedert.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine von der Kreisstraße FO 41 kommende Gemeindeverbindungsstraße durchquert den Ort und führt weiter nach Rüssenbach. Am südlichen Ortsrand von Niedermirsberg zweigt von dieser eine Straße ab, die nach Neuses führt. Der ÖPNV bedient das Dorf an einer Bushaltestelle der Buslinie 236 des VGN in Richtung Ebermannstadt und in die Gegenrichtung nach Weilersbach. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Pretzfeld und Ebermannstadt, sie liegen beide an der Wiesenttalbahn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am südlichen Ortsrand gelegene Wassermühle

In und um Niedermirsberg gibt es vier denkmalgeschützte Objekte, darunter die katholische Filialkirche St. Jacobus maior und eine Wassermühle am südlichen Ortsrand, die aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niedermirsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 301 (Digitalisat). Abgerufen am 17. September 2019
  2. Niedermirsberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. September 2019.
  3. Geografische Lage von Niedermirsberg im BayernAtlas, abgerufen am 17. September 2019
  4. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 31.
  5. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 97–103.
  6. Dorothea Fastnacht: Ebermannstadt. Ehemaliger Landkreis Ebermannstadt. In: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. S. 179.
  7. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 35.
  8. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 106–107.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 682.