Niedermittlau

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Niedermittlau
Gemeinde Hasselroth
Koordinaten: 50° 10′ 5″ N, 9° 7′ 35″ O
Höhe: 133 (125–138) m ü. NN
Einwohner: 3000[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 63594
Vorwahl: 06055

Niedermittlau ist einer der drei Ortsteile der Gemeinde Hasselroth im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Der Ort besteht aus zwei Teilen, nämlich dem Altdorf und der etwa 1000 m nördlich gelegenen Bahnhofsiedlung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Rande des hessischen Spessarts im Büdingen-Meerholzer Hügelland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Laurentiuskirche in Niedermittlau

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf im Jahre 1151 in einer Schrift des Klosters Selbold. In ihr wird eine Kapelle in Mittlau genannt. Eine Besiedlung muss also schon vorher stattgefunden haben. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurde in Niedermittlau die Leinweberei ausgeübt.

Der Ort gehörte früher zum Landkreis Gelnhausen und hatte 1939 insgesamt 1102 Einwohner.

Am 1. Juli 1974 wurde Niedermittlau im Zuge der Gebietsreform in Hessen per Gesetzt in die Gemeinde Hasselroth eingegliedert.[2][3]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den historischen Dokumenten ist der Ort unter folgenden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):

  • Mitela (1207–1209)
  • Mitla major (1258)
  • Mittelaw (1394)
  • Niddern Mittlaw (1554)

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Hasselroth-Niedermittlau

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ort gibt es eine Veranstaltungshalle, die Friedrich-Hofacker-Halle.
  • Für die jungen Einwohner gibt es die Kindertagesstätte Am Krähenwald, eine evangelische Kindertagesstätte und eine Grundschule.
Eine Regionalbahn von Wächtersbach nach Frankfurt (Main) Hbf hält außerplanmäßig auf Gleis 3 des Bahnhofs Niedermittlau. Im Hintergrund ist die Brücke der Umgehungsstraße von Gründau nach Niedermittlau erkennbar.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort treffen sich die Landesstraße 3269 sowie die Kreisstraßen 862, 902 und 903. Im Norden verläuft die Bundesautobahn 66. In der Siedlung befindet sich der Haltepunkt Niedermittlau an der Bahnstrecke Fulda–Hanau, der hessischen Kinzigtalbahn. Sie wurde 1860 eröffnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niedermittlau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Ort im Internetauftritt der Gemeinde Hasselroth, abgerufen im September 2015.
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 5 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 363.