Niederndodeleben

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Niederndodeleben
Gemeinde Hohe Börde
Wappen von Niederndodeleben
Koordinaten: 52° 8′ 4″ N, 11° 29′ 55″ O
Höhe: 79 m ü. NHN
Fläche: 28,11 km²
Einwohner: 4192 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39167
Vorwahl: 039204
Karte
Lage von Niederndodeleben im Landkreis Börde
Postamt Niederndodeleben

Niederndodeleben ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Hohe Börde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Bis zum 1. Januar 2010 war Niederndodeleben eine eigenständige Gemeinde, die von der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Börde verwaltet wurde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederndodeleben liegt in der Magdeburger Börde etwa neun Kilometer westlich des Stadtzentrums von Magdeburg. Umliegende Ortschaften sind Irxleben im Norden, die Magdeburger Stadtteile Neu Olvenstedt, Diesdorf und Sudenburg im Osten, Ottersleben im Südosten, Hohendodeleben im Süden, Domersleben und Klein Rodensleben im Südwesten sowie Wellen im Westen.

Durch Niederndodeleben verläuft die Landesstraße L 49 von Dreileben nach Magdeburg. Südlich des Ortes verläuft die Bahnstrecke Magdeburg-Braunschweig, an der Niederndodeleben einen Haltepunkt hat. Weitere in der Gemarkung von Niederndodeleben gelegene Verkehrswege sind die Bundesstraße 1 von Helmstedt nach Magdeburg, die Bundesautobahn 2 von Hannover nach Berlin und die Bundesautobahn 14 von Dahlenwarsleben nach Leipzig. In der Gemarkung liegen zudem das Kreuz Magdeburg (A 2/A 14) und die Anschlussstelle Magdeburg-Stadtfeld an der A 14.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. September 937 ist die erste urkundliche Erwähnung in einer Schenkungsurkunde Otto I. an das Mauritiuskloster. Damals trug diese Gemeinde den Namen Dudolon. Im Laufe der Zeit wandelten sich die Namen immer weiter ab.

Aus romanischer Zeit stammt die einstige Wehrkirche St. Peter und Paul. Von der Orgel, die Heinrich Compenius der Jüngere 1611 baute, sind noch Originalteile im heutigen Werk enthalten.

In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Kirche St. Stephanus im bis zum 1. Juli 1950 selbständigen Dorf Schnarsleben begonnen. Schnarsleben wurde am 28. Juni 1152 erstmals urkundlich erwähnt. In der Urkunde bestätigt Bischof Ulrich von Halberstadt dem Kloster Hillersleben seine Besitzungen.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Niederndodeleben, Ackendorf, Bebertal, Eichenbarleben, Groß Santersleben, Hermsdorf, Hohenwarsleben, Irxleben, Nordgermersleben, Ochtmersleben, Schackensleben und Wellen zur neuen Gemeinde Hohe Börde zusammen.[1]

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Ortsteil Niederndodeleben wurde eine Ortschaftsverfassung eingeführt. Der Ortschaftsrat von Niederndodeleben besteht aus 9 Mitgliedern.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 5. Oktober 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „Geteilt von Rot und Silber; unten eine blaue Blüte der Wegwarte oder Zichorie (Cichorium intybus).“

Der rot-silbern geteilte Schild ist das Wappen des Erzstiftes Magdeburg, die Zichorienblüte (Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)) deutet auf den hier stark betriebenen Anbau dieser Feldfrucht hin.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1988 wurde in Niederndodeleben das Mauritiushaus als ökumenische Begegnungs- und Bildungsstätte der evangelischen Kirche gegründet. Sein erster Leiter war Pfarrer Markus Meckel, welcher das Mauritiushaus verließ, als er zum letzten Außenminister der DDR ernannt wurde.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Niederndodeleben liegt an der Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg. Es verkehren Regionalbahnen der Linie RB40 der Relation Burg (b Magdeburg)–Braunschweig.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  2. Mauritiushaus - Willkommen - Geschichte. Abgerufen am 19. Januar 2019.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimat- und Kulturverein Niederndodeleben Schnarsleben e.V. (Hrsg.): Niederndodeleben - Bördedorf zwischen Wartberg und Schrotetal. ISBN 3-929757-48-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederndodeleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien