Niedersächsische Mühlenstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hinweise an der Niedersächsischen Mühlenstraße

Die Niedersächsische Mühlenstraße ist eine Ferienstraße, die die Besucher zu niedersächsischen Mühlen führen und so die Belange der Denkmalspflege mit denen des Tourismus vernetzen soll.

Emblem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schild der Niedersächsischen Mühlenstraße

Die Mühlen der Niedersächsischen Mühlenstraße sind mit dem Emblem (Skizze der Hüvener Mühle im Emsland) der „Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e. V.“ gekennzeichnet und mit einer Informationstafel ausgestattet. Diese beschreibt Geschichte und Ausstattung der jeweiligen Mühle.

Auswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in die Niedersächsische Mühlenstraße einbezogenen Mühlen sind unterschiedlicher Art: Es können überwiegend Wasser- oder Windmühlen besucht werden. Sie sind zu Wohnhäusern umgebaut, werden als Museum genutzt oder sind noch in Betrieb. Einige Mühlen können lediglich von außen besichtigt werden. Im Internationalen Wind- und Wassermühlenmuseum in Gifhorn kann außerdem eine Schiffmühle besichtigt werden. Rossmühlen gibt es im Museumsdorf Hösseringen und im Museumsdorf Cloppenburg. In mehreren von außen nicht ohne weiteres als Mühlen identifizierbaren Gebäuden befinden sich Motormühlen; ein Gebäude im Goldenstedter Ortsteil Einen beherbergt eine ehemalige Kornbrennerei mit Dampfmühle. Als Mühlen im Sinne der Niedersächsischen Mühlenstraße gelten auch Wasserkraftwerke wie das Kraftwerk Oldau an der Aller.

In die Niedersächsische Mühlenstraße sind auch Windmühlen ohne Flügel und Wassermühlen ohne Wasserräder aufgenommen worden. Diese Aufnahme soll als Anreiz an die Eigentümer wirken, die Mühlen zu vervollständigen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee zu dem Projekt „Niedersächsische Mühlenstraße“ entstand 1996.[2] Damals suchte die Bezirksregierung Lüneburg nach Wegen, den Tourismus im nördlichen Niedersachsen nachhaltig zu verbessern. Bereits 1995 hatte sich ein unter dem Namen „Verein zur Förderung historischer Mühlen im Gebiet der Müllerinnung Lüneburg e. V.“ gegründeter Verein die Aufgabe gestellt, Wind- und Wassermühlen im Vereinsgebiet, das zunächst die Landkreise Lüneburg, Harburg und Lüchow-Dannenberg umfasste, wiederherzustellen und deren Erhaltung zu fördern. Weiterhin erklärte der Verein, die mit dem Müllerhandwerk verbundene Tradition und Kultur pflegen und bewahren zu wollen.[3]

Unter der Trägerschaft des Lüneburger Fördervereins gründete sich 1996 eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Kreisbehörden, Mühlenvereinen und Heimatmuseen. Sie gaben den Startschuss für die Entwicklung eines touristischen Reiseweges zu Mühlen in Niedersachsen. 1998 wurde die Niedersächsische Mühlenstraße von dem in „Mühlenförderverein Lüneburg e. V.“ umbenannten Verein gegründet. Mit der Umbenennung wurde der Zuständigkeitsbereich des Fördervereins auf die Kreise Celle und Uelzen ausgedehnt. Der erste Abschnitt der Niedersächsischen Mühlenstraße wurde vom damaligen Niedersächsischen Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke am Deutschen Mühlentag 1998 an der Bardowicker Windmühle eröffnet. Die Mühlenstraße bestand zu dem Zeitpunkt aus 75 Mühlenstandorten im nordöstlichen Niedersachsen.

Der MFV Lüneburg e. V. war nach 1998 zuständig für die Koordinierung, Überwachung und Abwicklung von Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen an Mühlen der Niedersächsischen Mühlenstraße und für die Entwicklung touristischer Vermarktungskonzepte sowie für deren Finanzierung aus deutschen und europäischen Fördermitteln.

Die Niedersächsische Landesregierung verfolgt seit 1996 das Ziel, die Mühlenstraße auf ganz Niedersachsen auszudehnen. Aus diesem Grund wurde die Projektleitung 2004 an die landesweit tätige „Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e. V.“ abgegeben. Weitere Gebiete zwischen Nordsee, Elbe und Weser wurden der Straße 2005 zugeordnet.[4] Am 8. Juli 2006 wurde die Mühlenstraße auf das Gebiet zwischen Weser und Hunte (die Landkreise Nienburg/Weser und Diepholz) ausgeweitet. Die Route war 2006 2130 Kilometer lang und führte zu 256 Mühlen.

Mit Abschluss des EU-Förderprogrammes ETLR (Entwicklung typischer ländlicher Räume) im August 2006 musste die weitere Vernetzung der niedersächsischen Landkreise vorübergehend eingestellt werden.[5]

Im Jahr 2009 kamen die Landkreise Cloppenburg, Oldenburg und Vechta zur Niedersächsischen Mühlenstraße hinzu. Offiziell wurde der Abschnitt in der „Region Oldenburger Münsterland und Wildeshauser Geest“ am 28. Mai 2009 bei der „Neumühle“ in Endel (Gemeinde Visbek) eingeweiht.[1] Zurzeit ist die Niedersächsische Mühlenstraße 2800 km lang und berührt 301 Mühlenstandorte.[6]

Im Jahre 2010 ist die „Region Ostfriesland“ in die Niedersächsische Mühlenstraße einbezogen worden. Zu dieser Region gehören die ostfriesischen Landkreise Aurich, Leer und Wittmund und die Stadt Emden sowie die oldenburgischen Landkreise Ammerland, Friesland und Wesermarsch und die Stadt Wilhelmshaven. Bis 2013 sollen alle 38 Landkreise und kreisfreien Städte mit mehr als 600 Mühlenstandorten zum Gebiet der Niedersächsischen Mühlenstraße gehören. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine am 12. Juli 2010 amtlich anerkannte „Stiftung Niedersächsische Mühlenstraße“ gegründet, die zusätzliche Geldmittel für die Mühlenstraße einwerben soll.[7][8]

Im Frühjahr 2011 wurde die „Niedersächsische Mühlenstraße“ durch die Region „Zwischen Harz und Heide“ erweitert. Sie führt nun auch durch Gebiete von Braunschweig, dem Landkreis Helmstedt, dem Landkreis Peine, Salzgitter, dem Landkreis Wolfenbüttel und Wolfsburg. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 23. Mai bei der Abbenroder Bockwindmühle in Abbenrode (Cremlingen).[9][10]

Es fehlen noch die Regionen Südniedersachsen, Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim sowie Mittelniedersachsen / Umland Hannovers. In dieser Reihenfolge sollen die Regionen der Niedersächsischen Mühlenstraße angeschlossen werden.[11]

Nach Vervollständigung der Mühlenstraße wird auch die niedersächsische Mühle, an der am Pfingstmontag 1987 zum ersten Mal ein Mühlentag (der Vorläufer des Deutschen Mühlentags) begangen wurde, nämlich die Windmühle Lechtingen, in das Netz der Niedersächsischen Mühlenstraße einbezogen sein.

Organisation und Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuständig für die Bearbeitung aller Belange der Niedersächsischen Mühlenstraße ist heute die „Arbeitsgruppe Mühlenstraße in der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e. V.“ Als Schirmherr fungiert der jeweilige niedersächsische Landwirtschaftsminister. Landesweit wird die Straße durch 120 Träger- und Fördervereine unterstützt.

Im Jahre 2009 zahlten die einbezogenen Landkreise und kreisfreien Städte jeweils 3000 €. Vom Niedersächsischen Landesamt für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaft ist ein Zuschuss in Höhe von 9800 € vorgesehen.[1]

Mühlenstandorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niedersächsische Mühlenstraße führt zu Mühlen in folgenden Landkreisen und kreisfreien Städten:

In Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Region Lüneburger Heide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Proitzer Mühle“ in Schnega-Proitze

Region Zwischen Harz und Heide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Harz und Heide
Wendhausen Mühle fünf Flügel.jpg
Die Windmühle Wendhausen, einzige fünfflügelige Windmühle in Deutschland.
Flechtorfer Mühle.jpg
Die Flechtorfer Mühle, rechts die modernen Anlagen.


Region Zwischen Weser und Hunte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Windmühle Mösloh in Warmsen, Landkreis Nienburg

Region Weserbergland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Windmühle in Tündern, Landkreis Hameln-Pyrmont

Region Zwischen Nordsee, Elbe und Weser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wassermühle Stuckenborstel im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Region Oldenburger Münsterland und Wildeshauser Geest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Region Ostfriesland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Niedersächsischen Mühlenstraße liegen auch die Windmühle „Paula“ in Steinhude sowie die Bockwindmühle in Hänigsen (beide Mühlen liegen in der Region Hannover).

Außerhalb Niedersachsens befinden sich die folgenden Mühlen, die zur Niedersächsischen Mühlenstraße gehören:

Im Land Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockwindmühle im Freilichtmuseum Bremerhaven (Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 22)
  • Vier Windmühlen in der Stadt Bremen [47]

In Sachsen-Anhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorstellung einzelner Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgestellte Mühlenmodelle im Internationalen Wind- und Wassermühlenmuseum

Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 65

Internationales Wind- und Wasser-Mühlenmuseum Gifhorn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem rund 16 ha großen Gelände des Internationalen Wind- und Wasser-Mühlenmuseums in Gifhorn stehen 16 wiederaufgebaute, beziehungsweise nachgebaute Mühlen, in herkunftstypischer Landschaftsumgebung. In einer Ausstellungshalle befinden sich zahlreiche Mühlenmodelle. Auf dem Gelände finden sich ein Dorfplatz mit Fachhallenhäusern (Niedersachsenhaus) sowie eine russische Stabkirche.

Windmühle Eyendorf (Landkreis Harburg)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windmühle Eyendorf

Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 24

Die Windmühle wurde 1897 von dem Mühlenbauer Bergmann aus Salzhausen als Erdholländer mit einstöckigem Unterbau westlich von Eyendorf auf der hohen Geest errichtet. 1911 wurde ein Dieselmotor zur Verstärkung der Antriebskraft eingebaut. Die Mühle ist mit Jalousieklappenflügeln und doppelter Windrose ausgestattet. 1972 wurde durch einen Orkan die Kappe abgeworfen. Der Wiederaufbau der Mühle erfolgte erst 1981 durch den 1978 gegründeten „Verein zur Erhaltung der Eyendorfer Windmühle e. V.“, so dass der gewerbliche Mahlbetrieb bis Ende der 1980er Jahre aufrechterhalten werden konnte. Im Mai 1998 brach ein Flügel aus Fichtenholz während eines Mühlenfestes. Die im selben Jahr ersetzten Flügel aus Pitchpine mussten bereits im Jahr 2000 durch Stahlruten ausgetauscht werden. Die Mühle wird als Museumsmühle genutzt und ist zu festgesetzten Terminen in Betrieb. Am letzten Samstag im Mai findet alljährlich ein Mühlenfest statt.

Windmühle Garlstorf (Landkreis Harburg)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windmühle Garlstorf

Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 37

Die Windmühle Garlstorf ist ein Galerieholländer mit zweistöckigem Unterbau aus Backstein und vierstöckigem sehr schlanken, mit Schiefer gedeckten Achtkant und wurde 1865 durch die Gebrüder Benecke aus Kirchgellersen errichtet. Die taillierte Form des Achtkants soll Windverwirbelungen an den Flügeln reduzieren und so eine bessere Windausnutzung gewährleisten. Die Mühle wurde zunächst von Herrmann Benecke betrieben, erlebte dann verschiedene Besitzerwechsel. Sie wurde 1920 von dem Mühlenbesitzer Heinrich Bornemann aus Luhmühlen erworben, der sie 1924 zur Motormühle umbaute und 1934 die Mühlengebäude vergrößerte. 1964 wurde die Mühle mit drei Walzenstühlen und einem Schrotgang betrieben. Danach wurde sie bei weiteren Besitzerwechseln schrittweise stillgelegt und zur Wohnmühle umgebaut. Die innere Mühlentechnik wurde entfernt. Der jetzige Eigentümer führte umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen durch und versah die Mühle wieder mit Flügeln und Windrose. Der aktuelle Zustand der Mühle: Die mit Holzschindeln gedeckte und mit einer zusätzlichen Galerie versehene Kappe sowie das Flügelkreuz sind festgesetzt. Der durchbohrte, gusseiserne Wellenkopf weist darauf hin, dass ursprünglich wohl Jalousieklappenflügel vorhanden waren. Das Bruststück und die Ruten des jetzigen Flügelkreuzes sind als mehrschichtige Einzelhölzer ausgeführt, die durch Stahlzwingen zusammengehalten werden.

Windmühle Handorf (Landkreis Lüneburg)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windmühle Handorf

Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 3

1868/69 von Müller und Mühlenbauer Jürgen Meyer für seinen Sohn Georg erbauter Galerieholländer in Handorf mit zweigeschossigem Ziegelunterbau. Der achteckige Mühlenrumpf ist mit Reet eingedeckt. Georg Meyer baute 1907 einen Sauggasmotor ein. 1921 wurde die Mühle durch vollständige Erneuerung der technischen Einrichtung mit einem Walzenstuhl, einem Schrot- und einem Mahlgang ausgestattet. In den 1960er Jahren legte Gerhard Meyer, der letzte aus der Handorfer Mühlendynastie, die Mühle still und verkaufte sie. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb 1983 der heutige Eigentümer die Mühle und baute sie zu einer Wohnmühle um. Die 1989 erneuerten Holzflügel brachen durch Frühjahrsstürme 1998 ab und wurden durch Stahlruten im Jahr 2000 ersetzt.

Die Mühle kann von außen besichtigt werden.

Windmühle Hittbergen (Landkreis Lüneburg)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windmühle Hittbergen

Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 13

Die linksseitig der Elbe liegenden Dörfer um Hittbergen unterlagen ursprünglich dem Mahlzwang der Lauenburger Mühle. Da es oft nur schwer oder gar nicht möglich war, den Fluss zu überqueren, ließen die Einwohner dieser Orte oft in Mühlen der linken Elbseite mahlen. 1726 errichtete der Lauenburger Müller Johann Schoel auf einem stehengebliebenen Rest eines früheren Elbdeiches in Hittbergen eine Bockwindmühle. 1807 wurde die Bockwindmühle durch eine Holländermühle ersetzt. Diese brannte jedoch 1886 ab. Daraufhin wurde der jetzige Galerieholländer mit zweistöckigem Unterbau und viergeschossigem geräumigen Achtkant bis zur Kappe aus Backsteinen aufgebaut. 1951 wurde von Windantrieb auf Motorantrieb umgestellt und 1961 die Mühle stillgelegt. 1998/99 wurden Flügel, Kappe und Windrose umfassend restauriert. Die Mühle wird zurzeit als Wohnmühle genutzt. Der aktuelle Zustand der Mühle: Die Kappe ist mit Kupferblechen gedeckt, Die Windrosenflügel sind ohne Funktion. Die Mühle ist mit Segelgatterflügeln aus Stahlruten ausgeführt, obwohl die durchbohrte Flügelwelle und Reste der alten Flügelmechanik darauf hinweisen, dass die Mühle früher mit Jalousieklappenflügeln ausgestattet war.

Die Mühle ist von außen zu besichtigen. Das Grundstück darf auf eigene Gefahr betreten werden.

Wassermühle Heiligenthal (Landkreis Lüneburg)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wassermühle Heiligenthal

Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 18

Die Wassermühle liegt am südlichen Ortseingang von Heiligenthal, einem Ortsteil von Südergellersen und wird mit Wasser des aufgestauten Hasenburger Bachs betrieben. Der Standort ist seit dem 14. Jahrhundert als Mühlenstandort belegt. Die jetzige Mühle wurde 1950 aus Felsquadern, Backstein und Fachwerk aufgebaut. Das Wasserrad wurde durch eine Turbine ersetzt, sodass die Tagesleistung auf 5 t erhöht wurde. Der Mahlbetrieb wurde 1981 eingestellt. Das zur Mühle gehörige seit 1749 bezeugte Schankrecht, wurde seit 1973 genutzt um den Mühlenhof allmählich in einen Gastronomiebetrieb umzuwandeln. Die zur Mühle gehörige Scheune wurde zum Restaurant umgebaut, das Mühlengebäude wurde als Hotel eingerichtet. Die Mühlentechnik ist weitestgehend erhalten. Die Turbine wird jetzt zur Stromerzeugung genutzt.

Industriemuseum Unterer Eisenhammer (Landkreis Schaumburg)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Industriemuseum Unterer Eisenhammer

Niedersächsische Mühlenstraße Nr. 13

Der Untere Eisenhammer im Ortsteil Exten der Stadt Rinteln ist seit 2006 geschütztes Bau- und Industriedenkmal. Seit seiner Gründung im Jahre 1746 ist der Untere Eisenhammer im Besitz der Familie Kretzer. Bis 2004 wurden hier noch Spaten und Hacken geschmiedet. Das Hammergebäude von 1900 ist unverändert erhalten. Die Wasserräder liefen einst beidseits des Gebäudes. Das letzte Wasserrad wurde 1952 entfernt, der Schacht zugebaut. Im Jahr 2005 hat der „Verein für Heimatpflege und Kultur Exten e. V.“ Gebäude und Inventar gepachtet, um das Industriedenkmal als Museum zu erhalten.

Seit dem Jahr 2006 ist die Anlage ein geschütztes Baudenkmal. Im historischen Eisenhammer mit eigener Stromerzeugung werden vorindustrielle Werkzeuge und Maschinen zum Schmieden aus der Zeit um die Jahrhundertwende gezeigt. Die Ausstellung umfasst die komplett erhaltene alte und funktionstüchtige Handwerkstechnik. Der Eisenhammer kann besichtigt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niedersächsische Mühlenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Einmaliges kulturhistorisches Projekt. „Oldenburgische Volkszeitung“ vom 29. Mai 2009, S. 14
  2. Landkreis Verden: Auf Müllers Spuren durch den Landkreis. Niedersächsische Mühlenstraße führt zu elf Mühlenstandorten im Landkreis. Pressemitteilung vom 1. März 2006
  3. Mühlenförderverein Lüneburg e. V.: Wir stellen uns vor
  4. Tourismusverband Stade: Die Niedersächsische Mühlenstraße
  5. Arbeitsgruppe Mühlenstraße in der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e. V.: Die Weiterführung der Niedersächsischen Mühlenstraße (NMS). Meldung vom 22. August 2007
  6. Arbeitsgruppe Mühlenstraße in der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e. V.: Die Niedersächsische Mühlenstraße(NMS) wächst. 27. Dezember 2008
  7. Niedersächsisches Ministerialblatt. 28. Juli 2010
  8. Mühlen für die Zukunft bewahren. Landeszeitung. 9. September 2010
  9. Reisewege zu 32 Mühlen im Braunschweiger Land. „Braunschweiger Zeitung“ vom 23. Mai 2011
  10. Niedersächsische Mühlenstraße erweitert. „NDR Fernsehen Niedersachsen“ Sendebeitrag vom 23. Mai 2011 um 18.00 Uhr
  11. Philipp Oppermann: Stiftung Niedersächsische Mühlenstraße gegründet (PDF-Datei; 2,55 MB). Der Mühlstein. Ausgabe 49, November 2010, S. 15f.
  12. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Celle, abgerufen am 16. Oktober 2012
  13. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Gifhorn, abgerufen am 16. Oktober 2012
  14. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Harburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  15. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Lüchow-Dannenberg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  16. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Lüneburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  17. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Heidekreis, abgerufen am 16. Oktober 2012
  18. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Uelzen, abgerufen am 16. Oktober 2012
  19. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Braunschweig, abgerufen am 16. Oktober 2012
  20. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Helmstedt, abgerufen am 16. Oktober 2012
  21. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Peine, abgerufen am 16. Oktober 2012
  22. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Salzgitter, abgerufen am 16. Oktober 2012
  23. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Wolfenbüttel, abgerufen am 16. Oktober 2012
  24. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Wolfsburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  25. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Diepholz, abgerufen am 16. Oktober 2012
  26. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Nienburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  27. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Hameln-Pyrmont, abgerufen am 16. Oktober 2012
  28. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Holzminden, abgerufen am 16. Oktober 2012
  29. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Schaumburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  30. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Cuxhaven, abgerufen am 16. Oktober 2012
  31. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Osterholz, abgerufen am 16. Oktober 2012
  32. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Rotenburg (Wümme), abgerufen am 16. Oktober 2012
  33. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Stade, abgerufen am 16. Oktober 2012
  34. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Verden, abgerufen am 16. Oktober 2012
  35. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Cloppenburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  36. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Oldenburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  37. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Oldenburg, abgerufen am 16. Oktober 2012
  38. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Vechta, abgerufen am 16. Oktober 2012
  39. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Ammerland, abgerufen am 16. Oktober 2012
  40. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Aurich, abgerufen am 16. Oktober 2012
  41. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Emden, abgerufen am 16. Oktober 2012
  42. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Friesland, abgerufen am 16. Oktober 2012
  43. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Leer, abgerufen am 16. Oktober 2012
  44. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Wesermarsch, abgerufen am 16. Oktober 2012
  45. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Wilhelmshaven, abgerufen am 16. Oktober 2012
  46. Niedersächsische Mühlenstraße – Landkreis Wittmund, abgerufen am 16. Oktober 2012
  47. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Bremen (Bremen), abgerufen am 16. Oktober 2012
  48. Niedersächsische Mühlenstraße – Stadt Bremerhaven (Bremen), abgerufen am 16. Oktober 2012
  49. Niedersächsische Mühlenstraße – Mühlen in Abbenrode (Sachsen-Anhalt), abgerufen am 16. Oktober 2012
  50. Niedersächsische Mühlenstraße – Lauenburg (Schleswig-Holstein), abgerufen am 16. Oktober 2012
  51. Niedersächsische Mühlenstraße – Bruchmühle Brahlstorf (Mecklenburg-Vorpommern), abgerufen am 16. Oktober 2012