Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau

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Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau
Empelde Kalimuseum Eingang.jpg
Museumseingang
Daten
Ort Ronnenberg Welt-IconKoordinaten: 52° 20′ 39,4″ N, 9° 39′ 20,4″ O
Art
Eröffnung 1996[1]
Besucheranzahl (jährlich) 1300[2]
Betreiber
Niedersächsisches Museum für Kali und Salzbergbau e.V.
Leitung
Otmar Haas[3]
Website
ISIL DE-MUS-927019

Das Niedersächsische Museum für Kali- und Salzbergbau ist ein Museum im Stadtteil Empelde der Stadt Ronnenberg in der Region Hannover.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Förderverein des Museums wurde 1991 als Verein „Bergbaudokumentation Hansa Empelde“ gegründet. Die anfängliche Dokumentensammlung zum Kaliwerk Hansa wurde ab 1994 in von der Stadt Ronnenberg zur Verfügung gestellten Räumen zu einem Museum ausgebaut, das 1996 eröffnet wurde.[1][4]

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seilscheibe und Teufenanzeiger, im Hintergrund das ehemalige Verwaltungsgebäude
Grubenlok im Freigelände

Das Museum zeigt in 7 Räumen[1] auf etwa 300 m² Ausstellungsfläche[5] Modelle und Objekte zum Empelder Kalibergbau, dem Benther Salzstock und zu Themen um Salzlagerstättenentstehung, Salzgewinnung und -verarbeitung sowie eine Mineraliensammlung.[1] Ein im Museum nachgebauter Streckenvortrieb und ein Blindschacht[6] ermöglichen den Besuchern Mitmacherfahrungen.[7]

Die Stadt Ronnenberg gewährt die mietfreie Nutzung der Räumlichkeiten, übernimmt die Betriebskosten und die bauliche Unterhaltung. Außerdem ist sie Mitglied bei der Bergbaudokumentation Hansa Empelde[4].

Im Freien zwischen dem von der Ausstellung mitgenutzten ehemaligen Betriebsgebäude und dem als Rathaus der Stadt Ronnenberg dienendem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Kaliwerks stehen Informationstafeln und Objekte wie Teufenanzeiger und Seilscheibe von Schacht III des Kaliwerks[1] und der Schachtdeckel des Schachts mit einem Durchmesser von 6,50 Meter.[2] Es gibt einen Grubenzug aus einer ehemals im Kaliwerk Bergmannssegen-Hugo unter Tage eingesetzten Elektro-Grubenlok BBC EL6 mit Personen- und Förderwagen sowie ein Grubenfahrrad.[1]

Besucher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1996 bis 2015 hatte das Museum insgesamt etwa 40.000 Besucher. In Spitzenjahren waren es 4500,[8] später sank die Besucherzahl auf beispielsweise etwa 1300 im Jahr 2013.[2]

Das Museum ist sonntags von 10 bis 14 Uhr und sonst nach telefonischer Vereinbarung[9] zu etwa 90 Minuten dauernden Führungen geöffnet.[6]

Trägerverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1991 gegründete Trägerverein „Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau e. V.“ hat etwa 100 Mitglieder[5] und ist als gemeinnützig anerkannt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Das Niedersächsische Kali- und Salzbergbaumuseum in Empelde. Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau, abgerufen am 7. März 2018.
  2. a b c Achim Linck: Salz brachte Glück und Leid. agrarheute.com, 19. Februar 2014, abgerufen am 7. März 2018.
  3. a b Der Verein. Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau, abgerufen am 7. März 2018.
  4. a b Matthias Biester (Archivar der Stadt Ronnenberg): Museen in Ronnenberg - Ein Spaziergang über und unter Tage. In: Peter Hertel u. a. (Hrsg.): Ronnenberg. Sieben Traditionen – Eine Stadt. Ronnenberg 2010, ISBN 978-3-00-030253-4, S. 37.
  5. a b Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau e.V. neuepresse.de, abgerufen am 7. März 2018.
  6. a b Damit die Geschichte lebendig bleibt. www.haz.de, 17. Juli 2017, abgerufen am 5. April 2018.
  7. Museum für Kali- und Salzbergbau. Region und Landeshauptstadt Hannover, abgerufen am 7. März 2018.
  8. Kalisalzmuseum feiert 20-jähriges Bestehen. www.haz.de, 26. Juni 2016, abgerufen am 5. April 2018.
  9. Öffnungszeiten. Niedersächsisches Museum für Kali- und Salzbergbau, abgerufen am 7. März 2018.