Niederschlettenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederschlettenbach
Niederschlettenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederschlettenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 5′ N, 7° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 203 m ü. NHN
Fläche: 7,64 km2
Einwohner: 308 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06394
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 29
66994 Dahn
Webpräsenz: www.niederschlettenbach.de
Ortsbürgermeister: Roman Mertz
Lage der Ortsgemeinde Niederschlettenbach im Landkreis Südwestpfalz
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Über dieses Bild

Niederschlettenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederschlettenbach liegt im Dahner Felsenland und gehört zum Naturpark Pfälzerwald. Der Ort befindet sich an der Einmündung des Erlenbachtales in das Wieslautertal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Codex Edelini berichtet zum Jahr 1068 über die Weihe der Laurentiuskirche in Slettenbach (Niederschlettenbach).[2][3] Ein alter Giebelstein mit der Weiheinschrift vom 13. Mai 1068 ist im alten Chor eingemauert. Ein römischer Götterstein „Diana“ aus dem späten 2. bzw. frühen 3. Jahrhundert ist an der Ostseite des Turmes eingemauert.(na)

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Dorf schwer beschädigt. Viele alte Fachwerkhäuser wurden dabei zerstört. Der Ort wird von der Pfarrkirche St. Laurentius mit einem gotischen Chor um 1220/30 und einem Turm aus dem 14. Jahrhundert überragt. Am Turm befindet sich eine mittelalterliche Sonnenuhr.

Ein Kilometer westlich von Niederschlettenbach steht die gotische St. Anna-Kapelle, erbaut um 1400. Jährliche Wallfahrt am Samstag nach dem 26. Juli. In dieser Kapelle liegen die Gebeine von Hans Trapp, dem Ritter von der Burg Berwartstein († 1503).

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 67,6 Prozent der Einwohner katholisch und 16,2 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederschlettenbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahre 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Durch einen silbernen Schrägwellenbalken, belegt mit einem roten Krummstab, von Blau und Grün geteilt, oben ein silberner Großbuchstabe S, unten eine silbern gedeckte rote Kirche mit silbernen Randsteinen, im Schildfuß ein sechsstrahliger goldener Stern“.

Es wurde 1982 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert. Die SüdwestBus-Linie 548 stellt die Verbindung zu den nächsten Städten (Dahn und Bad Bergzabern) und nach Weißenburg her.

Vier Kilometer nordwestlich liegt der nächste Bahnhof, Bundenthal-Rumbach an der Wieslauterbahn, der jedoch nur sonn- und feiertags bedient wird. Der nächste täglich bediente Bahnhof ist Weißenburg, 13 Kilometer südöstlich gelegen. Von dort aus führen die Pfälzische Maximiliansbahn Richtung Neustadt an der Weinstraße und die SNCF Richtung Straßburg.

Niederschlettenbach liegt fünf Kilometer südlich der Bundesstraße 427 Dahn–Bad Bergzabern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederschlettenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Christoph Dette (Hrsg.): Liber possessionum Wizenburgensis, Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, Bd. 59, Mainz 1987, S. 150f. Digitalisat
  3. Martin Dolch; Albrecht Greule: Historische Siedlungsnamen der Pfalz, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1991, S. 341.
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.