Niederseefeld

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Niederseefeld
Koordinaten: 51° 53′ 15″ N, 13° 18′ 4″ O
Höhe: 92 m ü. NHN
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Hohenseefeld
Postleitzahl: 14913
Vorwahl: 033746
Dorfkirche Niederseefeld
Dorfkirche Niederseefeld

Niederseefeld ist ein zum Ortsteil Hohenseefeld gehörender Wohnplatz der Gemeinde Niederer Fläming im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Der Ort gehört dem Amt Dahme/Mark an und war bis zu seiner Eingemeindung nach Hohenseefeld am 1. Juli 1950 eine eigenständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederseefeld liegt etwa acht Kilometer westlich der Stadt Dahme/Mark und 19 Kilometer südöstlich von Jüterbog im Fläming. Umliegende Ortschaften sind Hohenseefeld im Osten, Herbersdorf im Süden, Wiepersdorf im Westen sowie Nonnendorf und Waltersdorf im Nordwesten. Nördlich von Niederseefeld liegt die Bundesstraße 102.

Der Ort Niederseefeld ist baulich mit dem Nachbardorf Hohenseefeld verschmolzen, die Grenze zwischen den beiden Dörfern bildet der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Ihlower Graben, ein Zufluss des Schweinitzer Fließes. Die Bebauung von Niederseefeld erstreckt sich entlang der Niederseefelder Straße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederseefeld, ein Straßendorf, wurde erstmals in der Mitte des 15. Jahrhunderts als Sefelde urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert wurde der Ort als Neddern Sehefelde bezeichnet. Der Zusatz kam hinzu, um das Dorf von dem benachbarten Hohenseefeld unterscheiden zu können. Der Ortsname bezieht sich auf die Lage des Ortes an einem See, gemeint könnte damit der heutige Dorfteich zwischen Nieder- und Hohenseefeld sein.[1] Niederseefeld gehörte zum Amt Seyda und bildetet somit eine Exklave des Amtes, die im Norden und Osten an das Amt Dahme, im Süden an das Amt Schlieben und im Westen an das Amt Jüterbog grenzte. Im Jahr 1813 brannte Niederseefeld als Folge von Kampfhandlungen während des Sechsten Koalitionskrieges ab.[2] Nach dem Wiener Kongress wurde das Amt Seyda aufgelöst und das bis dahin sächsische Niederseefeld wurde preußisch. Seitdem lag Niederseefeld im Kreis Jüterbog-Luckenwalde im Regierungsbezirk Potsdam. 1841 hatte Niederseefeld 159 Einwohner.[3]

Am 1. Juli 1950 wurde Niederseefeld nach Hohenseefeld eingemeindet, Niederseefeld hatte zu diesem Zeitpunkt 254 Einwohner. Nach der DDR-Kreisreform 1952 lag Niederseefeld im Kreis Jüterbog im Bezirk Potsdam. Seit der Wende und der brandenburgischen Kreisreform 1993 gehört Niederseefeld zum Landkreis Teltow-Fläming. Die Gemeinde Hohenseefeld wurde am 1. August 2002 nach Niederer Fläming eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Dorfkirche Niederseefeld ist ein spätgotischer Feldsteinbau, vermutlich aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahr 1882 erfolgte eine umfassende Sanierung der Kirche, aus diesem Jahr stammt auch die Empore sowie die gesamte Innenausstattung.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 170
1890 170
1910 176
Jahr Einwohner
1925 165
1933 193
1939 165
Jahr Einwohner
1946 254

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. Alter – Herkunft – Bedeutung. be.bra Wissenschaft, Berlin 2005, S. 157.
  2. Ortsteile – Hohenseefeld und Niederseefeld. Gemeinde Niederer Fläming, abgerufen am 20. Januar 2019.
  3. G. F. Reimer (Hg.): Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Potsdam und der Stadt Berlin. Verlag der Ganderschen Buchhandlung, 1841, S. 111.
  4. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Brandenburg. Bearbeitet von Gerhard Vinken und anderen, durchgesehen von Barbara Rimpel. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 487.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Teltow-Fläming. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 20. Januar 2019.