Niedertaufkirchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Niedertaufkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niedertaufkirchen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 20′ N, 12° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Rohrbach
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 26,69 km2
Einwohner: 1452 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84494
Vorwahl: 08639
Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 131
Gemeindegliederung: 62 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rohrbach 20
84513 Erharting
Website: www.niedertaufkirchen.de
Erster Bürgermeister: Sebastian Winkler (Freie Wählergemeinschaft Niedertaufkirchen/Freie Wählergemeinschaft Roßbach)
Lage der Gemeinde Niedertaufkirchen im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild
Kirche St. Martin, Niedertaufkirchen

Niedertaufkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Südostoberbayern im tertiären Hügelland zwischen den Talniederungen von Rott und Isen rund fünf Kilometer südlich von Neumarkt-Sankt Veit und zwölf Kilometer nördlich der Kreisstadt Mühldorf. Durch das ländlich geprägte Gemeindegebiet verläuft in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 299.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 62 Gemeindeteile:[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Niedertaufkirchen und Roßbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Ortsteil Haunertsholzen ist schon um 788 der Bestand einer salzburgischen Kirche belegt. Über viele Jahrhunderte bis zur Säkularisation 1802 war der Grundherr das Erzstift Salzburg und dessen Vogtgericht Mühldorf (Unteramt Altmühldorf, Obmannschaft Niedertaufkirchen). Niedertaufkirchen gehörte gleichwohl zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Roßbach eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1097 auf 1426 um 329 Einwohner bzw. um 30 %.

  • 1961: 1181 Einwohner
  • 1970: 1188 Einwohner
  • 1987: 1083 Einwohner
  • 1991: 1121 Einwohner
  • 1995: 1204 Einwohner
  • 2000: 1267 Einwohner
  • 2005: 1346 Einwohner
  • 2010: 1316 Einwohner
  • 2015: 1339 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Freie Wählergemeinschaft Niedertaufkirchen/Freie Wählergemeinschaft Roßbach (FWGN/FWGR): zehn Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: zwei Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Sebastian Winkler (Freie Wählergemeinschaft Niedertaufkirchen/Freie Wählergemeinschaft Roßbach).[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Niedertaufkirchen
Blasonierung:Geteilt von Gold und Rot; oben ein wachsender, rot bewehrter schwarzer Löwe, unten ein silberner Balken, der mit einem schwarzen Schwert belegt ist.“[7]

Wappenführung seit 1983

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Martin, katholische Pfarrkirche in Niedertaufkirchen
  • St. Ägidius, katholische Pfarrkirche in Roßbach
  • Schloss Hellsberg: Erhalten sind der spätgotische Palas (errichtet 1520) und die frühgotische, z. T. barockisierte Schlosskapelle St. Michael.

Wirtschaft und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2013 102 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in der Gemeinde, davon elf in Land- und Forstwirtschaft, 44 im produzierenden Gewerbe, 16 im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe und 31 im Dienstleistungsbereich. Von den Einwohnern standen 505 in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Die Zahl der Auspendler überwog somit um 403 Personen.

Im Jahr 2010 wurden 58 landwirtschaftliche Betriebe gezählt. Im Jahr 2013 waren von der Gemeindefläche 1985 Hektar landwirtschaftlich genutzt, das sind 74,4 %.

In der Gemeinde gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 51 Plätzen, sie wurde 2014 von 38 Kindern besucht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niedertaufkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Niedertaufkirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. Mai 2021.
  3. Gemeinde Niedertaufkirchen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 583.
  5. Gemeinderat - Gemeinde Niedertaufkirchen. Abgerufen am 12. Dezember 2020.
  6. Bürgermeister. Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach (verantwortlich für den Inhalt: Gemeinde Niedertaufkirchen), abgerufen am 29. September 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Niedertaufkirchen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte