Niederweiler (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederweiler
Niederweiler (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederweiler hervorgehoben
Koordinaten: 50° 2′ N, 6° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 397 m ü. NHN
Fläche: 4,58 km2
Einwohner: 91 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06569
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 092
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Günter Weber
Lage der Ortsgemeinde Niederweiler im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
BW

Niederweiler ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederweiler liegt in der Südwesteifel, ca. 10 km nordwestlich der Kreisstadt Bitburg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf dem Höhenrücken zwischen Nims und Prüm. Die Ortslage liegt auf 410 m ü. NHN, innerhalb der gesamten Gemarkung wird der niedrigste Punkt an der Prüm auf 280 m ü. NHN erreicht, die höchste Stelle liegt 455 m ü. NHN. Mit 57 % wird der Großteil der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, 33 % sind bewaldet. Auch mehrere Streuobstwiesen sind vorhanden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von einer frühen, sesshaften Besiedelung des Gemeindegebietes zeugen Funde aus der vorchristlichen Zeit. Ein 1966 auf dem Flur Ringelstein gefundenes Urnengräberfeld von etwa 1000 v. Chr. – vermutlich zum Siedlungszentrum Biersdorf-Wiersdorf gehörend – weist auf die menschliche Anwesenheit in der Eisenzeit hin. Ab etwa 600 v. Chr. sind zahlreiche Hügelgräber entstanden, die man 1934 „Auf dem Krambusch“ und 1964 „Bei Ringelstein“ fand. Die Römer nahmen das Niederweiler Gebiet um 50 v. Chr. für sich in Anspruch. Aus dieser Zeit konnten an mehreren Stellen im heutigen Gemeindegebiet Überreste sichergestellt werden. Auch die Franken haben 600–700 sterbliche Reste in Niederweiler hinterlassen.

Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahre 1257 erwähnt. Damals vermachte Ritter Diffried von Hamm dem Kloster Himmerod die Hälfte seiner Güter zu „Wilre“ bei „Ham“. Die Nennung des Ortes bezog sich damals noch auf die heute getrennten Gemeinden Ober- und Niederweiler zusammen. Die Pfarrkirche Biersdorf besaß 1330 fünf Filialen, darunter auch in Nieder- und Oberweiler.

Ab etwa 1000 gehörte Niederweiler zur Meierei Geckler in der luxemburgischen Grafschaft Vianden.

Die Bürgermeisterei Biersdorf verwaltete den Ort ab 1816 und ging 1856 an die Bürgermeisterei Bickendorf, 1927 umbenannt in „Amt Bickendorf“. Dieses wiederum wurde mit weiteren Ämtern im Zuge der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform 1970 zur Verbandsgemeinde Bitburg-Land zusammengeschlossen, die seitdem auch für die Verwaltung der Ortsgemeinde Niederweiler zuständig war. Seit dem 1. Juli 2014 gehört Niederweiler der neuen Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederweiler; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 66
1835 94
1871 116
1905 107
1939 126
1950 128
Jahr Einwohner
1961 103
1970 99
1987 99
1997 102
2005 84
2017 91

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederweiler besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Niederweiler (Eifel)
[5]
Wappenbegründung: Auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zur Grafschaft Vianden deutet das rote Wappen mit silbernem Balken. Die beiden brennenden Kerzen sind das Attribut des Kirchenpatrones, des heiligen Blasius.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wahrzeichen der Ortschaft ist die um 1700 errichtete und gut erhaltene Filialkirche St. Blasius. Im Jahre 1738 entstand der als vorbildlich restauriert angesehene Steinaltar. An der Kirche sind die Tafeln der Vierzehn Nothelfer sowie zwei Nischenkreuze aus den Jahren um 1600 und 1620 angebracht, die das Bauwerk auch regional bekannt machen.
  • In der Nähe befindet sich das Jagdschloss Merkeshausen. Das Schloss wurde 1893 mit Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden errichtet. 1933 wurde das Anwesen an die Bitburger Brauerei verkauft. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss zerstört und später durch einen Neubau ersetzt. Hier steht noch das erhalten gebliebene Forsthaus von Schloss Merkeshausen.[6][7]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederweiler

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wanderrouten in und um Niederweiler [8]
  • Naturdenkmale Esche und Silberahorn beim Forstgut Merkeshausen

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Niederweiler

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Schulgebäude wird heute als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Des Weiteren ist die Gemeinde Standort einer Freiwilligen Feuerwehr.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/I). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 43–44 (315 S., Mit 12 Taf. u. 227 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederweiler (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2018 liegt vor.], S. 68 (PDF; 1,9 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappen Niederweiler
  6. Eintrag zu Jagdschloss Merkeshausen in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 15. Februar 2018.
  7. Eintrag zu Schloss Merkeshausen in der privaten Datenbank „Alle Burgen“; abgerufen am 15. Februar 2018.
  8. Zum Schloss Merkeshausen im Prümtal. Abgerufen am 4. Februar 2018.
  9. Hüttenbrennen in Niederweiler. Abgerufen am 4. Februar 2018.
  10. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  11. Hüttensonntag in der Eifel. Abgerufen am 10. August 2017.