Niederwetz

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Niederwetz
Koordinaten: 50° 29′ 21″ N, 8° 29′ 56″ O
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 6,44 km²[1]
Einwohner: 1148 (31. Dez. 2002)[2]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35641
Vorwahl: 06445

Niederwetz ist ein Ortsteil der Gemeinde Schöffengrund im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederwetz liegt jeweils im Norden von Östlichem Hintertaunus und Naturpark Taunus am südlichen Lahn-Zufluss Wetzbach. Im Dorf treffen sich die Landesstraße 3284 und die Kreisstraße 360. Die nächste größere Stadt ist Wetzlar, welche 7,5 km nördlich liegt.

Nachbarorte sind Schwalbach (nordwestlich) Reiskirchen (nördlich), und Oberwetz (östlich).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wird erstmals unter dem Namen „Wettiffa“ im Jahre 832 im Lorscher Codex urkundlich genannt. Niederwetz wird durch den Wetzbach in zwei Teile getrennt. Ursprünglich gehörte die eine Hälfte zu Nassau-Weilburg, die andere zu Solms-Braunfels. 1823 erfolgte eine Zusammenfügung beider Ortshälften durch den damaligen Landrat.

Eine Kirche wird schon im 13. Jahrhundert genannt.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 schloss sich die selbstständige Gemeinde Niederwetz mit fünf weiteren Gemeinden im Zuge der hessischen Gebietsreform zur Großgemeinde Schöffengrund zusammen.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Niederwetz lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederwetz: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
385
1840
  
424
1846
  
415
1852
  
400
1858
  
387
1864
  
413
1871
  
409
1875
  
412
1885
  
401
1895
  
371
1905
  
413
1910
  
431
1925
  
479
1939
  
501
1946
  
727
1950
  
724
1956
  
665
1961
  
690
1967
  
745
1970
  
793
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1834: 385 evangelische Einwohner
• 1961: 617 evangelische (= 89,42 %), 72 katholische (= 10,43 %) Einwohner

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niederwetz gibt es ein Backhaus und das Vincent-Motorradmuseum. In der Nähe stehen die zum Dorf gehörende Streichsmühle oder Schlesingers Mühle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Niederwetz, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Infoblatt der Gemeinde Schöffengrund von 2003, Seite 29 (PDF).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 380.
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).