Niederwillingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 50° 46′ 20″ N, 11° 2′ 3″ O

Niederwillingen
Gemeinde Ilmtal
Höhe: 355 m ü. NN
Einwohner: 570
Eingemeindung: 1. Juni 1996
Postleitzahl: 99326
Vorwahl: 03629
Dorfkirche
Dorfkirche

Niederwillingen ist mit etwa 570 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Ilmtal im Ilm-Kreis (Thüringen).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederwillingen liegt an der Wipfra in etwa 370 Metern Höhe. Nördlich des Ortes liegen die weiten Ebenen des Thüringer Beckens, südwestlich beginnen am 502 Meter hohen Willinger Berg die Vorläufer von Reinsbergen und Thüringer Wald und südöstlich liegt eine etwa 440 Meter hohe Schwelle hinter der sich das Ilmtal erstreckt. In der Niederwillinger Umgebung wechseln sich Wälder und Ackerland ab. Am Ortsrand wurden seit 1993 drei Wohngebiete angelegt, die dem Ort über 200 neue Einwohner brachten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung Niederwillingens fällt in das Jahr 1286. Bis 1920 gehörte der Ort zum Amt Arnstadt in der Oberherrschaft im Fürstentum bzw. Freistaat Schwarzburg-Sondershausen. 1922 wurde der Landkreis Arnstadt gebildet, zu dem der Ort bis 1994 gehörte. Seitdem gehört er zum Ilm-Kreis. Von 1922 bis 1996 hatte die Gemeinde Niederwillingen Bestand, zu der neben dem Ort noch Behringen und Oberwillingen gehörten. Am 1. Juni 1996 traten alle Orte der Gemeinde Ilmtal mit Sitz in Griesheim bei.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die Kirche St. Peter und Paul. Sie ist romanischen Ursprungs und erhielt ihr heutiges Aussehen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen 1786. Zu DDR-Zeiten verschlechterte sich der bauliche Zustand der Kirche, sodass sie von 1990 bis 1994 saniert werden musste. Damals wurden auch eine Kreuzigungsdarstellung von 1723 und das Altarbild aus dem Jahre 1772 restauriert und die Orgel instand gesetzt.

Sehenswert sind auch die zahlreichen Fachwerkbauten im Dorf. 1995 gewann Niederwillingen den landesweiten Wettbewerb: „Unser Dorf soll schöner werden“.

In Niederwillingen befindet sich auch ein Tunnelmuseum, das Informationen über die Tunnel entlang der A 71 präsentiert.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederwillingen ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Heute arbeiten viele Einwohner in Stadtilm oder Arnstadt.

Straßen verbinden den Ort mit Stadtilm, Griesheim, Arnstadt, Oberwillingen und Marlishausen. Seit 1894 besitzt der Ort auch einen Eisenbahnanschluss an der Strecke Arnstadt- Saalfeld. Im Zuge der Sanierung der Bahnstrecke wurde der alte Bahnhof Niederwillingen aufgegeben. An dem neuen Haltepunkt, der näher am Ort angelegt wurde, hält sowohl der Regional-Express (RE) der Linie 7 Erfurt-Saalfeld als auch die Regionalbahn (RB) der Linie 23 Arnstadt-Saalfeld.

Die A 71 verläuft etwa 2 km westlich des Ortes, die nächstgelegenen Abfahrten sind Arnstadt-Süd und Ilmenau-Ost.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederwillingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien