Niels-Stensen-Kliniken

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Niels-Stensen-Kliniken GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 2008
Sitz Georgsmarienhütte, Deutschland
Leitung Werner Lullmann, Bernd Runde (Stellvertreter)
Mitarbeiter 4.321 (2011)[1]
Umsatz 240,56 Mio. EUR (2011)[1]
Branche Gesundheit
Website http://www.niels-stensen-kliniken.de

Die Niels-Stensen-Kliniken GmbH ist ein kirchlicher Krankenhausträger, in dessen Trägerschaft fünf somatische Krankenhäuser, eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Innere Medizin, eine Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, zwei Altenpflegeheime und ein Bildungszentrum sowie weitere Einrichtungen in der Region Osnabrück stehen.

Die Krankenhäuser betreiben insgesamt 1374 Betten, die Altenpflegeheime bieten 96 Plätze. Angestellt sind dort rund 4321 Mitarbeiter. Insgesamt betreibt die Gesellschaft 10 Einrichtungen.[1] Die Holding erzielte im Jahre 2014 einen Jahresüberschuss von 1,87 Mio. Euro.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2002 wurde die „Managementgesellschaft katholischer Krankenhäuser der Region Osnabrück mbH“ (MKO) gegründet. Gründungsgesellschafter waren der Bischöfliche Stuhl zu Osnabrück und die Ordensgemeinschaft der Thuiner Franziskanerinnen. Zusammengeführt wurden das Marienhospital Osnabrück, das Franziskus-Hospital Harderberg Georgsmarienhütte und das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln.

Im Januar 2004 wurde eine gemeinsame Holding gegründet, die auch das neu errichtete Altenpflegeheim Haus St. Michael Ostercappeln einschloss.

2007 wurden die Krankenpflegeschulen der Krankenhäuser zusammengeführt. Diese laufen seither unter dem Namen „Bildungszentrum St. Hildegard“ als das größte Zentrum für Aus-, Fort- und Weiterbildung für Gesundheitsberufe in Niedersachsen.

Im Herbst 2008 wurde die Magdalenen-Klinik, eine Fachklinik für psychische und psychosomatische Erkrankungen, gegründet.

Zum 1. Oktober wurde die „MKO“ umfirmiert und trägt seitdem den Namen „Niels-Stensen-Kliniken GmbH“. Durch den einheitlichen Namen, der Namensbestandteil aller Einrichtungen ist, wird das gemeinsame Engagement im Gesundheitssektor betont. Zugleich wird mit dem neuen Namen auch die Philosophie des Trägerverbundes deutlicher transportiert. Der Namensgeber des Verbundes, der selige Niels Stensen, steht mit seiner Biografie für die Verbindung von Medizin und Naturwissenschaft mit Theologie und Seelsorge. Er war ein berühmter Wissenschaftler des 17. Jahrhunderts. Als Priester und Bischof trieb ihn die Sorge um die Menschen in ihren Nöten an.

Das Logo der Niels-Stensen-Kliniken greift Elemente aus dem Leben des seligen Niels Stensen sowie des heiligen Franz von Assisi auf, der der Patron der Thuiner Franziskanerinnen ist. Beide Persönlichkeiten stehen für Werte, die das Miteinander und die Arbeit der Einrichtungen des Verbundes tragen und prägen: der Glaube an Christus als Wurzel karitativen Handelns und das mitfühlende Herz, das die konsequente Hinwendung zum Mitmenschen beinhaltet. Mit Kreuz und Herz findet sich im neuen Logo die bildliche Entsprechung dieser Lebensmaximen.

Am 1. Januar 2009 trat das Christliche Klinikum Melle dem Verbund bei und der bisherige Träger dieses Hauses, die Christliche Gesundheits- und Pflegezentrum Melle GmbH, wurde Mitgesellschafter der Niels-Stensen-Kliniken GmbH.

Zum 1. Januar 2010 traten das Marienhospital Ankum-Bersenbrück und das Niels Stensen Pflegezentrum in Ankum in den Verbund; deren bisherige Trägerin, die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus Ankum, wurde weitere Gesellschafterin der Niels-Stensen-Kliniken GmbH. Am 1. Mai 2010 wurde die Niels-Stensen-Kliniken GmbH Hauptgesellschafterin der Träger-GmbH des Bramscher Krankenhauses, das bis dahin von der Johanniter GmbH, Berlin, getragen wurde. Das Haus wechselte mit dem Träger auch den Namen und wurde in Niels-Stensen-Kliniken Bramsche umbenannt.[3]

Namenspatron Niels Stensen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niels Stensen lebte von 1638 bis 1686. Der tiefreligiöse Däne studierte zunächst Medizin, erwarb sich wissenschaftlichen Ruhm als Anatom und Geologe und wandte sich während eines langen Italienaufenthaltes der katholischen Kirche zu, konvertierte 1667 und wurde erst zum Priester, dann zum Bischof geweiht. Als Apostolischer Vikar in den nordischen Missionen war er kurze Zeit auch für die Region Osnabrück zuständig.[4]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kliniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niels-Stensen-Kliniken Bramsche
  • Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle
  • Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg (Georgsmarienhütte)
  • Niels-Stensen-Kliniken Magdalenen-Klinik (Georgsmarienhütte-Harderberg)
  • Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Ankum- Bersenbrück
  • Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück
  • Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln

Altenheime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niels-Stensen-Kliniken Altenpflegeheim Haus St. Michael (Ostercappeln)
  • Niels-Stensen-Kliniken Niels Stensen Pflegezentrum (Ankum)

Bildungszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niels-Stensen-Kliniken Bildungszentrum St. Hildegard (Osnabrück)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jahresbericht 2011 (PDF; 2,9 MB)
  2. https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet
  3. http://www.niels-stensen-kliniken.de/niels-stensen-kliniken/wir-ueber-uns/geschichte.html
  4. Hermann Wieh, Niels Stensen- wer ist das?, Verlag Dom Buchhandlung, Osnabrück 2009