Niema Movassat

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Niema Movassat (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Niema Movassat (* 22. August 1984 in Wuppertal) ist Mitglied des Deutschen Bundestages für die Partei DIE LINKE.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Movassat wurde als Sohn eines iranischen Ingenieurs und einer iranischen Röntgenassistentin in Wuppertal geboren. In seinem dritten Lebensjahr zog seine Familie mit ihm nach Oberhausen. Hier besuchte er zunächst die Adolf-Feld-Grundschule und absolvierte 2004 sein Abitur am Elsa-Brändström-Gymnasium. Im Anschluss studierte er Rechtswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und schloss dieses Studium im April 2009 mit der Ersten Juristischen Staatsprüfung als Diplom-Jurist ab. Im selben Jahr wurde er auf Vorschlag der Linksjugend [’solid] NRW auf Platz acht der Landesliste Nordrhein-Westfalen der Partei DIE LINKE gewählt, über die er dann in den Bundestag einzog. Gleichzeitig kandidierte er als Direktkandidat im Wahlkreis 118 Oberhausen/Wesel III.[1]

Movassat ist verheiratet und hat ein Kind.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niema Movassat trat im Juni 2000 in den Jugendverband [’solid] – die sozialistische jugend und im August desselben Jahres in die PDS ein. Anlass für den Eintritt in die Partei war der erste Kriegseinsatz deutscher Soldaten seit 1945 im Kosovo.[2] Im Jugendverband war er von 2002 bis 2005 Landessprecher in Nordrhein-Westfalen. 2003 wurde er in den Landesvorstand der PDS NRW gewählt. Auch in der Linkspartei.PDS und der Partei DIE LINKE gehörte er weiterhin bis zum Herbst 2008 dem Landesvorstand als jugendpolitischer Sprecher an. Zugleich war er ab 2007 auch innen- und rechtspolitischer Sprecher des Landesverbandes. Vom Mai 2008 bis zum Mai 2010 gehörte Niema Movassat als jugendpolitischer Sprecher dem Parteivorstand der LINKEN an.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Januar 2007 bis Oktober 2009 war er Mitglied der Bezirksvertretung Oberhausen-Sterkrade.

Am 27. September 2009 wurde Movassat über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den 17. Bundestag gewählt und ist seitdem Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war der jüngste Abgeordnete seiner Fraktion, bis Yvonne Ploetz im Februar 2010 für den zurückgetretenen Oskar Lafontaine nachrückte. Movassat ist Mitglied und seit 2013 Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Stellvertreter im Auswärtigen Ausschuss. Zudem ist er Sprecher für Welternährung für die Fraktion DIE LINKE. Von 2009 bis 2013 war er Obmann seiner Fraktion im Unterausschuss Gesundheit in Entwicklungsländern; diesen Unterausschuss gibt es seit der neuesten Legislaturperiode nicht mehr.

Movassat wurde am 20. Dezember 2012 von der Wahlkreisversammlung Oberhausen/Dinslaken seiner Partei mit 89 % der Stimmen erneut zum Direktkandidaten des Wahlkreises gewählt.[3] Am 2. Februar 2013 wurde er von der LandesvertreterInnenversammlung der Partei DIE LINKE. NRW mit 87,1 % auf den aussichtsreichen Listenplatz 6 gewählt. Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 wurde er wieder in den Bundestag gewählt.

Im November 2016 wurde er erneut zum Direktkandidaten seiner Partei für den Wahlkreis Oberhausen/Wesel III gewählt und im März 2017 auf Platz 6 der Landesliste.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niema Movassat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. spiegel.de
  2. Gil Eilin Jung: Niema Movassat – Der Youngster In: Legal Tribun Online (abgerufen am 21. Juni 2010)
  3. @1@2Vorlage:Toter Link/www.linkeliste-ob.de Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: DIE LINKE Oberhausen nominiert Niema Movassat für die Bundestagswahl