Nierentumor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Klassifikation nach ICD-10
C64 Bösartige Neubildung der Niere, ausgenommen Nierenbecken
C65 Bösartige Neubildung des Nierenbeckens
D30.0 Gutartige Neubildung der Harnorgane – Niere
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Ein Nierentumor ist eine gutartige oder bösartige Geschwulst der Niere oder des Nierenbeckens.[1]

Gutartige Nierentumoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benigne (gutartige) Tumoren sind selten, oft symptomlos und Zufallsbefunde einer medizinischen Bildgebung.

Infrage kommen u. a.:

Bösartige Nierentumoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maligne (bösartige) Tumoren sind weitaus häufiger (etwa 80–85 %).

Die wichtigsten und häufigsten Formen sind:[1]

Einzelheiten zur Klassifikation finden sich – soweit nicht in den genannten Wiki-Artikeln zu finden – in der WHO-Klassifikation der Tumore des Harn- und männlichen Genitaltraktes von 2016.[2]

Klinische Erscheinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nierentumore können als Zufallsbefunde, aufgrund einer Hämaturie (Blut im Urin), bei einer tastbaren Raumforderung im Bauchraum, aufgrund von Bauchschmerzen oder aufgrund anderer Symptome wie ein paraneoplastisches Syndrom entdeckt werden.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. M. Palmeiro, J. L. Niza, A. L. Loureiro, J. P. Conceição e Silva: Unusual renal tumour: multilocular cystic renal cell carcinoma. In: BMJ Case Reports. Bd. 2016, März 2016, S. , doi:10.1136/bcr-2016-214386, PMID 26957035 (Review).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0, Stichwort Nierentumor.
  2. The 2016 WHO Classification of Tumours of the Urinary System and Male Genital Organs—Part A: Renal, Penile, and Testicular Tumours [1].
  3. I. S. Gill, M. Aron, D. A. Gervais, M. A. Jewett: Clinical practice. Small renal mass. In: The New England Journal of Medicine. Band 362, Nr. 7, Februar 2010, S. 624–634, doi:10.1056/NEJMcp0910041, PMID 20164486 (Review).