Niesky

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Niesky
Niesky
Deutschlandkarte, Position der Stadt Niesky hervorgehoben
Koordinaten: 51° 17′ N, 14° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Görlitz
Höhe: 172 m ü. NHN
Fläche: 53,6 km²
Einwohner: 9607 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02906
Vorwahlen: 03588, 035894 (Kosel)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 370
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Muskauer Straße 20–22
02906 Niesky
Webpräsenz: www.niesky.de
Oberbürgermeisterin: Beate Hoffmann (parteilos)
Lage der Stadt Niesky im Landkreis Görlitz
Bärwalder See Berzdorfer See Talsperre Quitzdorf Talsperre Quitzdorf Polen Tschechien Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Bad Muskau Beiersdorf Bernstadt a. d. Eigen Herrnhut Bertsdorf-Hörnitz Boxberg/O.L. Boxberg/O.L. Dürrhennersdorf Ebersbach-Neugersdorf Kottmar (Gemeinde) Gablenz (Oberlausitz) Görlitz Görlitz Groß Düben Groß Düben Großschönau (Sachsen) Großschweidnitz Hähnichen Hainewalde Herrnhut Hohendubrau Horka Jonsdorf Kodersdorf Königshain Krauschwitz (Sachsen) Kreba-Neudorf Lawalde Leutersdorf (Oberlausitz) Löbau Markersdorf (Sachsen) Markersdorf (Sachsen) Mittelherwigsdorf Mücka Mücka Neißeaue Neusalza-Spremberg Kottmar (Gemeinde) Niesky Kottmar (Gemeinde) Oderwitz Olbersdorf Oppach Ostritz Oybin Quitzdorf am See Reichenbach/O.L. Rietschen Rosenbach Rothenburg/Oberlausitz Schleife (Ort) Schönau-Berzdorf auf dem Eigen Schönbach (Sachsen) Schöpstal Seifhennersdorf Reichenbach/O.L. Trebendorf Trebendorf Vierkirchen (Oberlausitz) Waldhufen Weißkeißel Weißwasser/Oberlausitz Zittau Zittau Landkreis Bautzen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Niesky (obersorbisch Niska) ist eine Kleinstadt im Landkreis Görlitz in der Oberlausitz. Mit knapp 10.000 Einwohnern zählt Niesky zu den kleinsten Städten im Freistaat Sachsen, die den Status der Großen Kreisstadt haben.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden im Uhrzeigersinn sind von Norden aus Rietschen, Hähnichen, Horka, Kodersdorf, Waldhufen, Quitzdorf am See und Kreba-Neudorf.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt gliedert sich in fünf Ortsteile, neben der Nieskyer Innenstadt sind dies Kosel (obersorbisch Kózło) und Stannewisch (Stanojšćo) im Norden, Ödernitz (Wódrjeńca) im Südosten und See (Jězor) im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst 1742 als Kolonie der Herrnhuter Brüdergemeine entstanden, ist Niesky eine der jüngsten Ortsgründungen im Landkreis Görlitz, entwickelte sich aber schon bald zu einem regional bedeutenden Ort.

Grundriss von Niesky 1823, Norden ist rechts, Monplaisir unten links

Am 8. August 1742 legten böhmische Emigranten, die aus Glaubensbedrängnis ihre katholische Heimat verlassen hatten, den Grundstein zu den ersten drei Häusern des Ortes. Sie hatten sich der Brüdergemeine in Herrnhut angeschlossen und bekamen die Möglichkeit, sich auf dem Rittergut Trebus niederzulassen, dessen Besitzer Siegmund August von Gersdorf selbst Mitglied der Brüderunität war. Im Dezember 1750 erwarb ein jugendliches Mitglied der Brüdergemeine, Günther Urban Anton von Lüdecke (1723–1788), das Rittergut. Der Zinzendorfplatz Nieskys wurde nach dem Vorbild der Schlossanlage Pillnitz entworfen.

Der Name der neuen Ansiedlung stammt aus dem Tschechischen, nízký bedeutet auf deutsch „niedrig“. Niedrig lag ihre neue Heimat im Vergleich zu den Bergen Böhmens. Zugleich betonte der Ortsname im religiösen Verständnis, wie schlicht, klein und niedrig der Mensch vor Gott ist.

Durch Innenminister Carl Severing wurde im März 1929 der Zusammenschluss Nieskys mit seinen Vororten Neuhof, Neusärchen und Neuödernitz angeordnet. 1935 erhielt Niesky mit knapp 7000 Einwohnern das Stadtrecht.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Wiesengrund von Niesky ein Außenlager des KZ Groß-Rosen errichtet, in dem 1200 KZ-Häftlinge aus zahlreichen Ländern für die Firma Christoph & Unmack (heute Waggonbau) Zwangsarbeit verrichten mussten. Bei einem Evakuierungsmarsch nach Spohla/Brandhofen starben mehr als 100 von ihnen. An diese Opfer erinnert heute ein Gedenkstein am Ort des ehemaligen Außenlagers.[2] Unter den Zwangsarbeitern in Niesky befanden sich auch Juden aus Breslau.[3]

Von 1816 an gehörte Niesky zum Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) in der preußischen Provinz Schlesien (bzw. bei deren Teilung in der Provinz Niederschlesien).

Der Kreissitz wurde 1945 nach Weißwasser verlegt, was sich nach Anschluss des westlichen Rumpfes des ehemaligen Landkreises Görlitz als unpraktisch erwies, so dass Niesky 1947 Kreisstadt wurde. Aus diesem Landkreis Niesky wurden im Rahmen der Verwaltungsreform am 25. Juli 1952 die Kreise Weißwasser, Niesky und Görlitz-Land gebildet. Bis zur Kreisreform 1994 war Niesky Kreisstadt dieses Kreises Niesky. Der Kreissitz des danach gegründeten Niederschlesischen Oberlausitzkreises kam in die kreisfreie Stadt Görlitz, wurde durch das 3. Änderungsgesetz am 16. Juni 1996 jedoch nach Niesky verlegt. Durch die erneute Kreisreform am 1. August 2008 verlor Niesky mit Bildung des Landkreises Görlitz den Kreissitz an Görlitz und bekam den Status der Großen Kreisstadt.

Der Zinzendorfplatz mit der evangelischen Kirche der Herrnhuter Brüdergemeine.

Der denkmalgeschützte Zinzendorfplatz bildet den Mittelpunkt der Stadt. Der Platz mit seinen Gebäuden – teilweise aus dem 18. Jahrhundert – spiegelt die über 250-jährige Geschichte von Niesky wider. Bis zum heutigen Tag ist das erste Haus Nieskys erhalten geblieben. 1986 wurde darin das städtische Heimatmuseum eingerichtet.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niesky befindet sich die mit der Brüdergemeine verbundene Diakonissenanstalt Emmaus. Zu ihr gehören ein Krankenhaus, ein Altenpflegeheim, eine Medizinische Berufsfachschule (Krankenpflege), eine Altenpflegeschule, eine Kindertagesstätte und ein ambulanter Hospizdienst.

Es gibt insgesamt vier evangelische Kirchen, eine neuapostolische Kirche, ein Gemeindezentrum der Zeugen Jehovas und eine katholische Holzkirche von 1935.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1825 – 0576
  • 1885 – 1303
  • 1946 – 7436
  • 1950 – 8309
  • 1960 – 8456
  • 1981 – 11.871
  • 1984 – 12.359
  • 1999 – 12.029
  • 2002 – 11.432
  • 2004 – 11.092
  • 2005 – 10.981
  • 2006 – 10.766
  • 2007 – 10.557
  • 2008 – 10.272
  • 2009 – 10.168
  • 2011 – 09901
  • 2012 – 09732
  • 2013 – 09591
Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen (ab 1999)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 49,3 % (2009: 44,1 %)
 %
40
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20
10
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34,4 %
23,7 %
22,8 %
8,5 %
5,3 %
5,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 18 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 7 Sitze
  • Bürgerbewegung Niesky (BBN): 4 Sitze
  • LINKE: 4 Sitze
  • SPD: 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz
  • NPD: 1 Sitz
Rathaus
Stadtbibliothek
Raschkehaus

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niesky führt seit dem 30. März 1932 ein Wappen. Es zeigt eine dreizinnige goldene Mauer auf blauem Grund. Darüber befinden sich quer übereinanderliegend, ein goldenes Kreuz und ein goldener Hammer. Die Farben Blau und Gelb sowie die Mauer sind typische Symbole der Oberlausitz, im Speziellen der Oberlausitzer Städte wie Bautzen. Das Kreuz symbolisiert die Herrnhuter Brüdergemeine, auf die die Ortsgründung zurückgeht; der Hammer steht für die Nieskyer Fabrikanten.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FrankreichFrankreich Albert in der Picardie (Frankreich)
  • DeutschlandDeutschland Holzgerlingen in Baden-Württemberg
  • PolenPolen Jawor, Polen
  • DeutschlandDeutschland Oelde in Nordrhein-Westfalen
  • TschechienTschechien Turnov, Tschechien

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Gedenkstein aus dem Jahr 1946 im linken Teil des Waldfriedhofs erinnert an die örtlichen Opfer des Faschismus: Fritz Proske, Erich Pflug, Fritz Schubert, Gustav Walter, Fritz Hüttig, Erich Weber und Ludwig Ey. Davor steht ein nach 1990 errichteter Gedenkstein für „alle Opfer der Gewaltherrschaft“, der das 1949 auf dem Zinzendorfplatz errichtete Ehrenmal der VVN für alle Opfer des Faschismus ersetzen soll, welches nach 1990 beseitigt wurde.

Ein weiteres Denkmal auf dem Fritz-Thiele-Platz erinnert an den kommunistischen NS-Gegner Fritz Thiele, der nach langer Zuchthaushaft 1942 im KZ Auschwitz ermordet wurde. Ein ähnlicher Gedenkstein in der Herbert-Balzer-Straße ist dem kommunistischen Widerstandskämpfer Herbert Balzer gewidmet, der 1945 im Außenlager Gleina/Zeitz des KZ Buchenwald ermordet wurde.[2]

Auf dem denkmalgeschützten Gottesacker der Brüdergemeine befindet sich ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

An die am Ende des Zweiten Weltkrieges in der Umgebung gefallenen deutschen Gefallenen erinnert ein Gedenkstein und ein Gräberfeld auf dem Waldfriedhof.

Ein unter Denkmalschutz stehender Obelisk auf dem Neusärichener Friedhof erinnert an vier gefallene Soldaten im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Diese gehörten unter anderem niederschlesischen und westpreußischen Regimentern an.

Konrad-Wachsmann-Haus, 2010

Konrad-Wachsmann-Haus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das hölzerne Direktorenhaus in der Nieskyer Goethestraße ist neben dem Einsteinhaus in Caputh bei Potsdam der einzig in Deutschland erhaltene Konrad-Wachsmann-Bau. Es war zu DDR-Zeiten Sitz der FDJ-Kreisleitung und stand seit 1990 leer. Die Stadt erwarb das Gebäude 2005 und begann im Frühjahr 2010 mit Unterstützung des Bundes und der Wüstenrot-Stiftung mit dessen Sanierung.[5]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niesky ist die Musikszene eher schwach ausgeprägt. Außer Bands wie Pax Dei, die 2006 ihr zwanzigjähriges Jubiläum feierten und mit einem Spektrum von Kinderkonzerten, Chor und Gospel bis Rock und sogar Mittelalter aufwarten können, gibt es in der Jugendszene einige Bands, die sich verstärkt mit Metal, Hardcore, Punk und Alternative Rock beschäftigen und die Folkband Rinser of 'Winds. Ansonsten wird Musik in der Musikschule, Jugendzentrum H.O.L.Z., in diversen Diskos und im Bürgerhaus Niesky praktiziert.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Radsportverein Niesky e.V.
  • 1. Nieskyer Karateverein „Nippon Niesky“
  • ELV Tornado Niesky
  • FV Eintracht Niesky
  • SV See 90 e.V.
  • LSV Niesky
  • TUS Einheit Niesky
  • TSV Niesky
  • Hockeyclub Niesky 1920 e.V.
  • Akrobatik-Team Niesky
  • SC 90 Niesky
  • MSG Niesky e.V. im ADMV
  • Tischtennisverein Niesky e.V.
  • Schachclub 90 Niesky
  • Wasserwacht Niesky
  • Ironsports e.V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Niesky im November 2015 vor dem Ausbau der Strecke und der Modernisierung der Bahnhofsanlagen

Niesky liegt an der Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau (Reisezugverkehr in der Relation Görlitz–Niesky–Hoyerswerda) sowie an der Bundesstraße 115, über die die nahegelegene Bundesautobahn 4 erreicht werden kann. Der zweigleisige und elektrifizierte Ausbau der Bahnstrecke im Abschnitt zwischen Knappenrode und dem deutsch-polnischen Grenzübergang bei Zentendorf als Teil der Niederschlesischen Magistrale ist geplant, jedoch mehrfach verschoben worden.

Im Personenverkehr wird die Linie Görlitz–Niesky–Hoyerswerda von der ODEG nur noch bis Horka bedient, zwischen Horka und Hoyerswerda verkehren Busse im Schienenersatzverkehr. Das Ende der Sicherungsarbeiten hat sich seit Ende 2012 mehrfach verzögert, nachdem am 8. März 2012 ein rund 200 Meter langer Uferabschnitt am Speicherbecken Lohsa I während der Sanierungsmaßnahmen abgerutscht war. Dadurch wird der Bahnhof Niesky seit 2013 nicht von Personenzügen angefahren.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Neu-Ödernitz“ von Christoph & Unmack

Niesky war lange Zeit von der Produktion von Holzhäusern geprägt, die traditionsreichste Firma war Christoph & Unmack. Während der DDR-Zeit gab es hier zwei große Werke der Schwerindustrie, das Waggonbau-Werk sowie das MLK Metalleichtbaukombinat (Stahlbau). In beiden Werken waren jeweils mehr als 1.000 Personen beschäftigt. Nach der Wende wurde das Personal in beiden Betrieben so weit abgebaut, dass heute das „Emmaus“-Krankenhaus in Niesky der größte Arbeitgeber ist.

1835 gründete Johann Ehregott Christoph einen Handwerksbetrieb, aus dem später der Waggonbau hervorging. 1917 begann der Bau von Schienenfahrzeugen. Ab 1950 erfolgte die Ausrichtung auf Spezialgüterwagen (v.a. Kipp-, Schüttgut-, Autotransport- und Schiebewandwaggons) sowie Güter- und Personenwagenkomponenten.[6] Es war eines der wenigen Unternehmen, die zu DDR-Zeiten in den Westen exportieren durften.[7] 1990 wurde das Unternehmen privatisiert, von 1998 bis 2005 war Bombardier der Eigentümer. 2005 wurde der Betrieb als WBN Waggonbau Niesky GmbH aus dem Bombardier-Konzern ausgegliedert. 2006 betrug der Umsatz 36 Millionen Euro. Aufträge kommen aus Österreich, der Schweiz, Frankreich und Schweden. Nach der Insolvenzanmeldung im Oktober 2007 stieg die DB Mobility Logistics AG im Januar 2008 als Gesellschafter ein. Mit Wirkung zum 2. Juli 2008 wurde das Unternehmen unter dem Namen DB Waggonbau Niesky GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH in den DB-Konzern eingegliedert. Dadurch konnte das Insolvenzverfahren am 11. August 2008 aufgehoben werden.[8] Aufgrund der schlechten Auftragslage[9] verkaufte die DB Mitte 2014 das Unternehmen an den Münchener Investor Quantum.[10] Das Unternehmen firmiert seither wieder unter dem Namen WBN Waggonbau Niesky GmbH und hat rund 300 Beschäftigte, die 2014 einen Umsatz von ca. 34 Millionen Euro erwirtschafteten.[11] Anfang 2015 erhielt das Unternehmen mit dem Bau von drei LKW-Shuttle-Zügen für Eurotunnel im Wert von 40 Millionen EUR seinen bisher größten Auftrag.[12]

Daneben befindet sich in Niesky noch die Molkerei Niesky GmbH, die sich vor allem auf die Herstellung von Käse spezialisiert hat.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hof des Friedrich-Schleiermacher-Gymnasiums Niesky (Unterrichtsgebäude der Sekundarstufe II).

Niesky hat zwei Grundschulen (eine davon im Ortsteil See), eine Oberschule und ein Gymnasium mit zwei Gebäuden (Klassenstufen 5-10 werden am Gebäude Bahnhofstraße und die Sekundarstufe II mit den Jahrgängen 11+12 wird am Zinzendorfplatz unterrichtet). Darüber hinaus gibt es noch eine Förderschule, die Kreisvolkshochschule sowie eine Volksmusikschule.[13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Lusatia Verlag, Bautzen 2006, ISBN 978-3-929091-96-0, S. 299 ff.
  • Niesky. Ein Streifzug durch die Vergangenheit. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1992, ISBN 3-89264-664-3 (Bildband).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gedenkstätten für die Opfer des NS II, Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung Bonn, S. 721
  3. Bernhard Brilling: Evakuierung der Breslauer Juden nach Tormersdorf bei Görlitz, Kreis Rothenburg, Oberlausitz, in: Mitteilungen des Verbandes ehemaliger Breslauer und Schlesier Juden in Israel, 46/​47, 1980.
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  5. Niesky saniert Wachsmann-Bau - Nur zwei Häuser des Architekten sind in Deutschland erhalten in: Märkische Oderzeitung, 29. Dezember 2009, S. 18
  6. Unternehmensvorstellung - WBN Waggonbau Niesky GmbH. WBN Waggonbau Niesky GmbH, 18. August 2014, abgerufen am 29. März 2015 (PDF).
  7. Freistaat Sachsen (Hrsg.), Innovatives Sachsen, März 2016, S. 8.
  8. Vgl. www.waggonbau-niesky.com, DB Fahrzeuginstandhaltung neuer Gesellschafter. Archiviert vom Original am 13. August 2006. Abgerufen am 19. Januar 2011.
  9. Personalanpassungen bei der DB Waggonbau Niesky GmbH notwendig. Deutsche Bahn AG, 8. Oktober 2013, abgerufen am 29. März 2015.
  10. Deutsche Bahn verkauft Waggonbau an Münchener Beteiligungsgesellschaft. Sächsische Zeitung, 14. Mai 2014, abgerufen am 29. März 2015.
  11. Quantum, Beteiligungen. Quantum Capital Partners AG, 2014, abgerufen am 29. März 2015.
  12. Eurotunnel: Waggonbau Niesky baut Shuttle-Züge. eurailpress.de, 14. Januar 2015, abgerufen am 29. März 2015.
  13. niesky.de: Schulen in Niesky. Abgerufen am 25. September 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niesky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien