Nightingale Island

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Nightingale Island
Die Insel von See aus gesehen
Die Insel von See aus gesehen
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Tristan da Cunha
Geographische Lage 37° 25′ 19″ S, 12° 28′ 37″ WKoordinaten: 37° 25′ 19″ S, 12° 28′ 37″ W
Nightingale Island (Südatlantik)
Nightingale Island
Länge 2,5 km
Breite 1,5 km
Fläche 2,6 km²
Höchste Erhebung 337 m
Einwohner unbewohnt
Tristan da Cunha und Nightingale Island
Tristan da Cunha und Nightingale Island

Nightingale Island ist eine Insel im Südatlantik, die zur Inselgruppe Tristan da Cunha und somit zum Britischen Überseegebiet St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha gehört. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die kleineren Inseln Middle Island und Stoltenhoff Island.

Nightingale Island ist etwa 2,5 km lang, 1,5 km breit und hat eine Fläche von etwa 2,6 km². Der höchste Punkt liegt im Norden der Insel auf 337 Meter über Meereshöhe.[1] Nightingale Island wird wegen seiner Fauna von Kreuzfahrtschiffen aufgesucht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nightingale wurde 1506 von Tristão da Cunha entdeckt. 1656 landete die Besatzung des holländischen Schiffs t'Nachtglas auf der Insel, die von ihr Gebroken Eyland genannt wurde. Später wurde die Insel nach Gamaliel Nightingale benannt, der die Insel 1760 erforschte.

Am 10. Oktober 1961 zwang ein Vulkanausbruch auf Tristan da Cunha, der die einzige Siedlung der Insel bedrohte, die gesamte dortige Bevölkerung zur Evakuierung. Die Bewohner suchten für eine Nacht Schutz auf Nightingale Island und wurden anschließend mit dem Schiff nach Kapstadt und von dort weiter nach Großbritannien gebracht, von wo aus die meisten Insulaner 1963 wieder in ihre Heimat zurückkehrten.[2]

Am 29. und 30. Juli 2004 ereignete sich, begleitet von Schwarmbeben, ein untermeerischer Vulkanausbruch an der Südostflanke von Nightingale Island. In den folgenden Tagen wurden größere Brocken schwimmenden phonolithischen Bimssteins südwestlich von Tristan da Cunha aufgefunden.[3]

Im März 2011 lief das Frachtschiff Oliva vor der Insel auf Grund und zerbrach. Dabei trat eine größere Menge Schweröl aus.[4]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blechnum palmiforme auf Nightingale
Turdus eremita auf Nightingale

Nightingale Island dient als Brutstätte für mehr als eine Million Seevögel, unter anderen brüten hier Großer Sturmtaucher (Puffinus gravis), Gelbnasenalbatros (Thalassarche chlororhynchos) und Felsenpinguin (Eudyptes chrysocome). Die Insel darf nur in Begleitung von Einheimischen aus Tristan da Cunha betreten werden.

Blick auf (v. l. n. r) Nightingale Island, Middle Island, Stoltenhoff Island und Inaccessible Island

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nightingale Island – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TPC R-1C South Atlantic Ocean; Tristan da Cunha group; Gough Island. In: U.S. Defense Mapping Agency Aerospace Center (Hrsg.): Tactical Pilotage Charts 1:500.000. 1989 (englisch, online in der Perry-Castañeda Library Map Collection der University of Texas at Austin).
  2. Tristan da Cunha Volcanic Interlude 1961–1963. In: Tristan da Cunha Website. Tristan da Cunha Government und Tristan da Cunha Association, abgerufen am 20. Mai 2017 (englisch).
  3. Global Volcanism Program, 2004. Report on Nightingale Island (United Kingdom). In: Richard Wunderman (Hrsg.): Bulletin of the Global Volcanism Network. Band 29, Nr. 8. Smithsonian Institution, August 2004, doi:10.5479/si.GVP.BGVN200408-386011 (englisch).
  4. Tristan da Cunha MS Oliva Shipwreck. In: Tristan da Cunha Website. Tristan da Cunha Government und Tristan da Cunha Association, abgerufen am 20. Mai 2017 (englisch).