Nikita Dhawan

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Nikita Dhawan (* 1972 in Thane) ist eine indische Wissenschaftlerin. Seit Oktober 2014 ist sie Professorin für Politische Theorie mit thematischer Akzentuierung im Feld der Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck sowie Direktorin des Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies am Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen” der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Transnationaler Feminismus, Globale Gerechtigkeit, Menschenrechte sowie Demokratie und Dekolonisierung.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Vornamen erhielt Dhawan zu Ehren Nikita Chruschtschows.[2] Sie studierte an der University of Mumbai Germanistik und Philosophie, außerdem an der SNDT Women's University Mumbai Gender Studies. An der Ruhr-Universität Bochum wurde sie 2006 promoviert. 2006/2007 lehrte sie als Gastprofessorin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 2007 arbeitete sie als Stipendiatin am International Graduate Centre for the Study of Culture. 2008 war sie Lehrbeauftragte an der Universität Innsbruck. Von 2008 bis 2014 hatte sie eine befristete Juniorprofessur für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender/Postkoloniale Studien an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main inne, die im Sommer 2014 nicht in eine Dauerstelle umgewandelt wurde.[2].

Sie hatte Gastaufenthalte an der Universidad de Costa Rica (2013), am Institute for International Law and the Humanities an der Universität Melbourne, Australien (2013), im Program of Critical Theory an der University of California, Berkeley, USA (2012), an der Universität La Laguna, Teneriffa, Spanien (2011), der Universität Busan, Südkorea (2011), am Graduiertenkolleg “Dynamiken von Raum und Geschlecht” der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität Kassel (2011), der Witwatersrand-Universität, Johannesburg, Südafrika (2010) und der Columbia University, New York, USA (2008).

Seit 2012 gehört sie zu den 13 Wissenschaftlerinnen, die die Femina Politica, die einzige deutschsprachige Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, beraten.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • gemeinsam mit María do Mar Castro Varela: Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung, Bielefeld 2015.
  • Impossible Speech. On the Politics of Silence and Violence, Sankt Augustin 2007.
  • als Hrsg.: Decolonizing Enlightenment. Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World, Opladen 2014.
  • Aufklärung vor Europäern retten, 2015: http://www.taz.de/!159309/.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.uibk.ac.at
  2. a b Martín Steinhagen: Goethe-Universität: „Mission Impossible“. In: fr-online.de. 9. Oktober 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.