Niklaus Fritschi

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Niklaus Fritschi (* 27. Januar 1945 in St. Gallen) ist ein Schweizer Architekt, Maler und Zeichner. Zusammen mit Benedikt Stahl unterhält er in einer Architektenpartnerschaft das Atelier Fritschi + Stahl in Düsseldorf-Gerresheim.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Lehre als Bauzeichner studierte Fritschi von 1969 bis 1975 das Fach Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf.[1] Dort waren die Architekten Ernst Althoff und Hans Hollein seine Lehrer. Mit Hollein erarbeitete er eine Sanierungsstudie für eine Bergarbeiterkolonie in Recklinghausen. 1976 erhielt Fritschi für seine Diplomarbeit, ein Konzept zum Erhalt der Siedlung Eisenheim (Oberhausen), den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler. Nach einer Tätigkeit als freier Mitarbeiter Holleins bildete er ab 1979 eine Ateliergemeinschaft mit Althoff. 1984 gründete er ein eigenes Architekturbüro. Als Architekt wurde er vor allem durch das Projekt Rheinuferpromenade international bekannt, das er um 1990 zusammen mit Benedikt Stahl und Günter Baum (* 1950) entwickelt hatte. 1991 schloss er sich mit ihnen zu einer Architektenpartnerschaft zusammen. Von 1986 bis 2010 unterrichtete er an der Fachhochschule Düsseldorf.[2] 2005 wurde er in den Konvent der Baukultur der Bundesstiftung Baukultur berufen. Zeitweise war er Mitglied des Gestaltungsbeirats der Stadt Wuppertal. Ehrenamtlich engagiert sich Fritschi seit 2014 als Ehrenvorsitzender des Vereins Förderkreis Industriepfad Düsseldorf-Gerresheim, dessen Gründungsvorsitzender er seit 2007 war.[3]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abendliche Ansicht der von Fritschi, Stahl, Baum und Partner gestalteten Rheinuferpromenade, im Vordergrund das von ihnen später konzipierte Ausstellungshaus Kunst im Tunnel (KIT), 2008

Städtebau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architektur und Kunst: Zeichnungen und Modelle von Architekten. Bahnhof Eller, Düsseldorf 1984
  • mit Ercan Ağirbaş und Thorsten Scheer (Hrsg.): Voyage d’Orient – Das verkehrte Projekt. Önel-Verlag, Köln 2005, ISBN 978-3-9333-4880-7
  • mit Benedikt Stahl: Die Stadt als Bühne. In: Werkbund-Akademie, Heft 9/2007: Architektur als Bühne
  • mit Peter Henkel: 175 Jahre Eisenbahn Düsseldorf-Elberfeld. Die erste Eisenbahnlinie in Westdeutschland als Düsseldorfs dritte Geburtsstunde. Droste, Düsseldorf 2013, ISBN 978-3-7700-1515-3

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Imgard Bernrieder, Niklaus Fritschi: Niklaus Fritschi. Zeichnungen Malerei Collagen. Droste, Düsseldorf 2015, ISBN 978-3-7700-6004-7
  • Dirk Meyhöfer (Hrsg.): Architectural Visions for Europe. Hans Hollein, Sir Norman Foster, Dominique Perrault, Romuald Logler, Hans-Ullrich Bitsch and Niklaus Fritschi, Matteo Thun. Vieweg & Teubner, Wiesbaden 1994, ISBN 978-3-5280-8108-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Henkel: Eröffnungsrede zur Ausstellung Niklaus Fritschi im Kulturbahnhof Eller, Düsseldorf, 20. September 2015 (PDF)
  2. Interview mit Niklaus Fritschi: „Der Ehrenhof braucht ein würdiges Ambiente am Rhein“. Artikel vom 15. Februar 2014 im Portal rp-online.de, abgerufen am 9. Juli 2016
  3. Thorsten Breitkopf: Der Schöpfer des Düsseldorfer Rheinufers wird 70. Artikel vom 19. September 2015 im Portal rp-online.de, abgerufen am 9. Juli 2016
  4. Frank Maier-Solgk: Copacabana am Rhein. In: DABregional, 3/15 vom 2. März 2015, S. 21 (PDF)
  5. Zweite Freitreppe am Rhein. Artikel vom 18. Februar 2014 im Portal derwesten.de, abgerufen am 9. Juli 2016