Niklaus Stoecklin

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Niklaus Stoecklin (* 19. April 1896 in Basel; † 31. Dezember 1982 ebenda) war ein Schweizer Maler und Grafiker.

Wandbild Liebespaare von 1919–1920, von Niklaus Stöcklin (1896–1982) über den ehemaligen Aushängekästen des Zivilstandsamtes in den die bevorstehenden Heiraten publiziert wurden. Standort, Müsterplatz 14, Basel. Die Fresken lösten heftige Debatten aus und wurden in der Nacht vom 20. zum 21. August 1921 mit roter und blauer Anilinfarbe übergossen.
Wandbild, Liebespaare, Münsterplatz Basel

Er gilt als Schweizer Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit und des magischen Realismus sowie als bedeutender Plakatgestalter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stoecklin war der Sohn des Kaufmanns Johann Niklaus Stoecklin (1859–1923) und der Genoveva Fanny, geborene Müller (1859–1939). Er war der Bruder von Franziska Stoecklin. Bei seinem Onkel Heinrich Müller erlernte er das Handwerk des Kunstmalers.

Über Jahrzehnte widmete sich Stoecklin auch der Plakatgestaltung.[1] Einige seiner Werke gingen aus Wettbewerben des Kunstkredits Basel-Stadt hervor. Durch seine öffentlichen Werke, unter anderem das Wandbild über dem Aushang der Eheverkündigungen beim Basler Münsterplatz (1920), und durch seinen Einsatz als Laternenmaler für die Basler Fasnacht wurde er zur bekannten Persönlichkeit in Basel. Darüber hinaus schuf er auch einige Briefmarken für die Schweizer Post.

Im Jahr 1925 war er einziger Schweizer Vertreter in Gustav Friedrich Hartlaubs Ausstellung Neue Sachlichkeit in der Kunsthalle Mannheim.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Birkhäuser: Niklaus Stöcklin und seine naturalistische Malerei. In: Das Werk, Bd. 27, Heft 6, 1940, S. 177–186.
  • Dorothea Christ: Niklaus Stoecklin zum Gedenken. In: Jahrbuch z’Rieche1983 (online)
  • Ulrich Gerster: „Influenced by the very latest modern art“. On Niklaus Stoecklin’s oeuvre, 1917–30. in: Paolo Baldacci (Hg.): De Chirico, Max Ernst, Magritte, Balthus. A look into the invisible. Ausstellungskatalog, Palazzo Strozzi, Florenz. Mandragora, Florenz 2010, ISBN 978-88-7461-152-2, S. 93–101.
  • Hanspeter His, Antonio Hernandez: Niklaus Stoecklin: Plakate und angewandte Graphik. Pharos, Basel 1966.
  • Beatrice Holderegger: Zwei unvergessene Basler Künstler: Hans Stocker und Niklaus Stoecklin. In: Jurablätter: Monatsschrift für Heimat- und Volkskunde, Bd. 45, 1983, S. 125–139 (Digitalisat).
  • Hans Krattiger: Niklaus Stoecklin. In: Jahrbuch z’Rieche, 1976.
  • Christoph Vögele: Niklaus Stoecklin 1896–1982. Ausstellungskatalog, Kunstmuseum Winterthur / Städtische Museen Freiburg, Museum für Neue Kunst. Wiese Verlag, Basel 1996, ISBN 3-906664-13-9.
  • Erziehungsdepartement Basel-Stadt. Niklaus Stöcklin. In: Kunst für Basel: 75 Jahre Kunstkredit Basel-Stadt. Kunst im öffentlichen Raum. Schwabe Verlag, Basel 1974, ISBN 3-7965-0968-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niklaus Stoecklin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albert Baur, Architektur und Kunst, 1928: Plakate von Niklaus Stöcklin. Abgerufen am 9. November 2019.