Nikolaus von Below (Politiker)

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Andreas Nikolaus Georg von Below, auch Andreas Nicolai Georg von Below (* 29. Septemberjul./ 11. Oktober 1837greg. in Brest-Litowsk, Weißrussland; † 22. Oktober 1919 auf Gut Gohren) war ein deutscher Gutsbesitzer, Politiker und Mitglied des Preußischen Herrenhauses.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er entstammte einem alten mecklenburg-pommerschen Adelsgeschlecht und war der Sohn des kaiserlich russischen Generalmajors und Gutsbesitzers Karl Friedrich von Below (1794–1867), Wirklicher Staatsrat und Vizegouverneur von Estland, und der Wilhelmine Freiin von Stackelberg (1800–1882).[1]

Below heiratete in erster Ehe am 20. September 1862 in Hemmingen (Württemberg) Sophie Freiin Varnbüler von und zu Hemmingen (* 6. März 1843 in Hemmingen; † 30. August 1876 ebenda), die Tochter des königlich württembergischen Staatsministers Karl Freiherr Varnbüler von und zu Hemmingen (1809–1889) und der Henriette Freiin von Süßkind.

In zweiter Ehe heiratete er am 26. Januar 1880 in Wiesbaden die Gutsbesitzerin Wilhelmine Schmidt (* 22. August 1846 in Magdeburg; † 23, Juni 1901 auf Gut Kusserow, Landkreis Schlawe), Herrin auf Gut Kusserow.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Below besuchte in Reval die Ritter- und Domschule. Bei Ausbruch des Krimkrieges 1854 wurde er Soldat und 1856 zum Leutnant im Kaiserlich Russischen Garde Dragoner Regiment ernannt. 1857 wechselte er als Leutnant in preußische Dienste über. Im preußischen Garde-Husaren-Regiment nahm er am Deutsch-Deutschen Krieg 1866 und am Frankreichfeldzug 1871 teil. Dazwischen studierte er 1862 bis 1863 in Bonn ohne Abschluss. Danach war Below Fideikommissherr auf Saleske und Gutsherr auf Gohren, königlich preußischer Major, Ehrenritter des Johanniterordens und seit 1894 Mitglied des Preußischen Herrenhauses auf Lebenszeit.

Im Wahlkreis Köslin 1 (Stolp-Lauenburg-Bütow) wurde Below 1874 in das Preußische Abgeordnetenhaus gewählt, dem er zunächst bis 1875 angehörte. Von 1886 bis 1892 war erneut Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.[2] Der Wahlkreis Köslin 2 (Bütow-Rummelsburg-Schlawe) entsandte Below 1871 bis 1874 und der Wahlkreis Regierungsbezirk Köslin 1 (Stolp-Lauenburg) 1878 bis 1881 in den Reichstag. Er schloss sich dort der Fraktion der Konservativen an.[3]

Um Pommern hat sich Nikolaus von Below besonders verdient gemacht. Er war viele Jahre Präsident der pommerschen ökonomischen Gesellschaft. Darüber hinaus war er langjähriges Mitglied des Deutschen Landwirtschaftsrates und des preußischen Landesökonomiekollegiums.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch der baltischen Ritterschaften, Teil 2,3: Estland, Band 3. Görlitz, 1930 S. 354–355.
  2. Mann, Bernhard (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 60 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3)
  3. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 50.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A Band V, Seite 38, Band 29 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1962, ISSN 0435-2408
  • Georg Hirth (Hrsg.): Deutscher Parlaments-Almanach. 13. Ausgabe, 1878
  • Franz Neuber (Hrsg.): Deutsches Zeitgenossen Lexikon. 1905
  • Hermann Degener (Hrsg.): Wer ist's? 1909
  • Max Schwarz: MdR, Biographisches Handbuch der Reichstage. 1965

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]