Nilam Farooq

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Nilam Farooq, 2019

Nilam Farooq (* 26. September 1989 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nilam Farooq wurde als Tochter eines pakistanischen Vaters und einer polnischen Mutter geboren und hat einen jüngeren Bruder.[1] Sie wuchs in ihrem Geburtsort Berlin im Bezirk Wilmersdorf auf,[2] besuchte das dortige humanistische Goethe-Gymnasium und machte ihr Abitur. Farooq zeigte früh Interesse an der Schauspielerei und fing schon als 14-Jährige an.[1] Sie spricht, neben Deutsch, fließend Polnisch und Englisch, außerdem machte sie ihr großes Latinum und das Graecum.[3]

Ab 2006 hatte Farooq erste Gast- und Nebenrollen als Schauspielerin im Fernsehen sowie bei Kurzfilmen. Ab Ende der 2000er Jahre trat sie in Werbespots auf. Ab Anfang der 2010er Jahre übernahm sie zudem einige Aufträge als Synchronsprecherin[4] und moderierte mehrere digitale Formate, die sich mit dem Thema Kriminalität[5] und Geschichte[6] beschäftigten.

Von 2013 bis 2019 war Farooq regelmäßig in der Fernsehserie SOKO Leipzig als Kommissarin Olivia Fareedi zu sehen.[7]

Des Weiteren spielte sie seither Rollen in diversen TV-Filmen und Reihen, zum Beispiel im Tatort – Roomservice[8] oder dem Polizeiruf 110: Grenzgänger.

Seit 2015 ist sie regelmäßig im Kino zu sehen, so unter anderem in Mein Blind-Date mit dem Leben, Karoline Herfurths Sweethearts, dem Horrorfilm Heilstätten oder David Dietls Rate Your Date.[9]

Für ihre Darstellung der Betty in Heilstätten gewann sie 2019 den Jupiter Award als Beste Darstellerin national.[10]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Stiller Frühling
  • 2007: Türk Rulet
  • 2008: Suzan
  • 2010: Tintenfischwolken
  • 2011: George 90°
  • 2012: Der Passagier

Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Telekom „Grenzen gab es gestern“
  • 2012: Lebe Viva
  • 2018: Wix.com

Synchronsprecherin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Berliner Morgenpost: Kinderkram
  • 2010: Upperdog – Rolle: Yanne
  • 2011: Royal Pains – Rolle: Anna
  • 2013: Quellen des Lebens – Rolle: Laura

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 2019: Jupiter Award – Beste Darstellerin national für "Heilstätten"[10] • 2018: nominiert Young Icons Award – Actress/Actor für "Mein Blind Date mit dem Leben"[12]

Video-Blog[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nilam

Nilam Farooq (2013)

Allgemeine Informationen
Genre Lifestyle
Gründung 9. Oktober 2010[13]
Kanäle Nilam
Abonnenten über 1.100.000
Aufrufe über 250.000.000
Videos über 1200

Von Oktober 2010 bis Ende 2017 bespielte sie ihren YouTube-Kanal daaruum – zwischenzeitlich umbenannt zu Nilam – und veröffentlicht dort einen Video-Blog (VLog) zu autobiographischen Themen wie Reisen und Lifestyle

Zunächst trat sie unter ihrem Pseudonym daaruum als YouTuberin auf. Am Neujahrstag 2014 gab sie auf ihrem YouTube-Kanal ihren echten Namen bekannt.[14] Kurz drauf schloss sie sich dem Netzwerk Mediakraft Networks an, für das sie ab Dezember 2014 auch den Geschichtskanal Blast From The Past moderierte.[6]

2011 gewann Farooq den Google -Nachwuchswettbewerb „Next Up“.[15] 2013 wurde sie im Rahmen des Videodays mit dem PlayAward für den Bereich Beauty, Lifestyle, Fashion ausgezeichnet.[16]

Ihr VLog, der seit 2016 den Namen Nilam trägt, gehörte zeitweise zu den 50 meist abonnierten deutschsprachigen Kanälen. Sie war zeitweilig die größte YouTuberin Deutschlands.[17][18] Seit Mai 2015 beteiligte sie sich am YouTube-Kanal ellevant. Im Juli 2015 gab sie bekannt, dass sie ihre Zusammenarbeit mit Mediakraft sowie ihre zwischenzeitliche Mitgliedschaft im Berliner Verein 301+ beendet hat.[19][20] Gegenüber Broadmark.de kündigte sie zugleich eine Neuorientierung ihrer Arbeit auf YouTube an.[21] An den einstigen Erfolg konnte Nilam jedoch in der Folge nicht mehr anknüpfen.[22]

Seit Ende 2017 ist sie nicht mehr als Videobloggerin aktiv.

Kritik zum Video-Blog

Anfang 2015 schrieb die Süddeutsche Zeitung (SZ), dass „deutsche YouTube-Persönlichkeiten bis zu fünfstellige Beträge für die Einbindung von Produkten bestimmter Konzerne erhalten“ würden. Der Redaktion lag eine „Preisliste der populären Mode-Bloggerin Nilam Farooq alias ‚daaruum‘“ vor, die nie bestätigt wurde. Diese erhalte „für die Besprechung eines Produkts in einem Video bis zu 12.800 Euro“, jede Produktplatzierung auf ihrem Instagram-Account „schlage mit 2.970 Euro zu Buche“. Ausgelöst durch die Recherchen der SZ und auch von Report Mainz kam es auf YouTube zu einer kontroversen „Debatte über Transparenz bei Werbeinhalten“. Farooq wies die Kritik entschieden zurück, Schleichwerbung betrieben zu haben; sie habe vielmehr im Jahr 2014 in acht von 150 veröffentlichten Videos ein Produkt nach Empfehlung einer Firma getestet und die Kooperationen jedes Mal als solche gekennzeichnet.[23]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nilam Farooq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b teleschau – der mediendienst: Nilam Farooq. Schritt für Schritt nach vorn. In: NWZ-Inside.de. 2013, archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 21. März 2015.
  2. dpa: „Soko Leipzig“ bekommt Verstärkung – Nilam Farooq ermittelt in Internet und Social Media. In: LVZ-online. 28. August 2012, abgerufen am 20. März 2015.
  3. Nilam Farooq, auf agenturadam.de, abgerufen am 26. Januar 2019
  4. Pauline Schnor: Youtube-Star: daaruum, Berlins Klick-Millionärin. In: bz-berlin.de. 23. September 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  5. Christoph Spangenberg: Berliner Youtube-Stars. Klicks zum Ruhm. In: Tagesspiegel.de. 23. März 2013, S. 4, abgerufen am 20. März 2015.
  6. a b Alexander Clausen: Daaruum moderiert bei Blast From The Past. In: Broadmark.de. 14. Dezember 2014, abgerufen am 28. Juli 2016.
  7. Dietrich Siegl verlässt SOKO Wien, Nilam Farooq steigt bei SOKO Leipzig aus, auf www.wunschliste.de
  8. Drehstart für Lena-Odenthal-Tatort. In: SWR.de. 27. Juni 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  9. https://agenturadam.de/actress/nilam-farooq/#Vita. Abgerufen am 11. März 2019 (deutsch).
  10. a b Jupiter Award. Abgerufen am 15. April 2019.
  11. Filmstarts: Everest - Ein Yeti will hoch hinaus. Abgerufen am 24. August 2019.
  12. Young Icons Award. Abgerufen am 15. April 2019.
  13. Kanalinfos, abgerufen am 9. Dezember 2015
  14. ...(Ohne Titel). In: Nilam. 23. September 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  15. daaruum ist NextUp! (Nicht mehr online verfügbar.) In: Fashion4TV.de. Archiviert vom Original am 1. November 2014; abgerufen am 16. Februar 2015.
  16. PlayAward 2013. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Videodays.eu. Archiviert vom Original am 25. Februar 2015; abgerufen am 16. Februar 2015.
  17. Top 100 YouTubers in Germany by Subscribed. In: Socialblade.com. Abgerufen am 4. April 2015 (englisch).
  18. Anna Aridzanjan: YouTube-Stars (9): daaruum – Videobloggerin mit Schauspieltalent. In: Rhein-Zeitung. 22. Februar 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  19. Caspar von Au: "Daaruum" verlässt Netzwerk Mediakraft. In: Süddeutsche Zeitung. 3. Juli 2015, abgerufen am 5. Juli 2015.
  20. Nilam - daaruum on Twitter. In: Twitter.
  21. Pia Krauss: Nilam Farooq verlässt Mediakraft und 301plus, und pausiert zusätzlich ihren Kanal daaruum. In: Broadmark.de 3. Juli 2015. Abgerufen am 8. Juli 2015.
  22. YouTube Progress for Daaruum. In: Socialblade.com. Abgerufen am 28. Juli 2016 (englisch).
  23. Martin Schneider, Hakan Tanriverdi: So viel verdienen Youtube-Stars. In: Süddeutsche.de. 13. Februar 2015, abgerufen am 20. März 2015.