Nimritz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nimritz
Nimritz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nimritz hervorgehoben

Koordinaten: 50° 42′ N, 11° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Oppurg
Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 2,13 km2
Einwohner: 327 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07381
Vorwahl: 03647
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 074
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Türkenhof 5
07381 Oppurg
Website: www.vg-oppurg.de
Bürgermeister: Peter Graetsch
Lage der Gemeinde Nimritz im Saale-Orla-Kreis
Bad LobensteinBodelwitzBurgkDittersdorfDittersdorfDittersdorfDöbritzDrebaDreitzschEßbachGefellGerodaKeilaGörkwitzGöschitzGössitzGrobengereuthHirschberg (Saale)GertewitzKirschkauKnauKospodaKrölpaLangenorlaLausnitzLemnitzLinda bei Neustadt an der OrlaLöhmaMiesitzMittelpöllnitzMoßbachMoxaNeundorf (bei Schleiz)Neustadt an der OrlaNeustadt an der OrlaNimritzOberoppurgOettersdorfOppurgPaskaPeuschenPlothenPörmitzPößneckQuaschwitzRanisRemptendorfRosendorfRosenthal am RennsteigSaalburg-EbersdorfSchleizSchmieritzSchmordaSchöndorfSeislaSolkwitzTannaTegauTömmelsdorfTriptisVolkmannsdorfWeiraWernburgWilhelmsdorf (Saale)WurzbachZiegenrückThüringenKarte
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Nimritz ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Oppurg im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nimritz liegt südwestlich von Oppurg und südlich der Bundesstraße 281 von Gera nach Saalfeld und auch südlich der Bahnstrecke zwischen beiden Städten. Die Flur der Gemeinde Nimritz liegt an einem flachen Nordhang, der von zerklüfteten Erosionsrinnen und einem Bachlauf durchzogen ist. Es ist der Übergang des Südostthüringer Schiefergebirges zur Orlasenke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nimritz wurde im Dezember 1074 erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Im 13. Jahrhundert wurde ein Ministerialengeschlecht von Nimritz erwähnt, das in Gefolgschaft der Orlamünder Grafen stand und später wettinischer Lehensträger wurde. 1383 war die Burg im Besitz der Herren von Beulwitz und im 16. Jahrhundert waren die Herren von Etzdorf Eigner. Das gotische Gebäude wurde 1560 umgebaut und im 17. und 18. Jahrhundert erweitert.

Die Freiwillige Feuerwehr Nimritz wurde im Herbst 1883 gegründet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 291
  • 1995: 296
  • 1996: 319
  • 1997: 342
  • 1998: 344
  • 1999: 335
  • 2000: 340
  • 2001: 332
  • 2002: 331
  • 2003: 336
  • 2004: 335
  • 2005: 332
  • 2006: 326
  • 2007: 321
  • 2008: 324
  • 2009: 317
  • 2010: 344
  • 2011: 337
  • 2012: 333
  • 2013: 331
  • 2014: 326
  • 2015: 329
  • 2016: 324
  • 2017: 316
  • 2018: 327
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein markantes Gebäude der Gemeinde ist Schloss Nimritz, das einst eine Wasserburg war. Es handelt sich um ein mehrgliedriges Renaissanceschloss mit Turm und einen barocken Anbau. Bis 1945 gehörte es den Beust-Nimritz. 1946 brach man einen Teil mit dem Turm ab.[3][4] Das Schloss ist inzwischen wieder in Privatbesitz, der Bauunternehmer Dr. Wulf Bennert sanierte es mit hohem Einsatz und erhielt dafür 2006 den Thüringer Denkmalschutzpreis.[5]
  • Die Dorfkirche Nimritz stammt in ihrer heutigen Form aus dem 18. Jahrhundert.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nimritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 201.
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 190.
  4. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. 430 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 217–218.
  5. Artikel von 2006 und Architekturbüro Elster + Henker (Memento des Originals vom 28. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elster-henker.de
  6. VG Oppurg/Kirchen, aufgerufen am 31. Januar 2016