Nina Proll

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Nina Proll (2013)

Nina Proll, eigentlich Nina Bloéb[1] (* 12. Jänner 1974 in Wien), ist eine österreichische Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nina Proll wuchs in Haugschlag im Waldviertel nahe der tschechischen Grenze auf,[2] besuchte zunächst das Gymnasium Waidhofen und kam im Alter von 13 Jahren nach Wien. Im Alter von 16 Jahren besuchte sie erstmals einen Schauspielkurs und nahm Tanz- und Gesangsstunden. Nach der Matura am katholischen Mädchengymnasium Sacré Cœur besuchte sie ein Jahr die „Theater an der Wien Studios“ der Vereinigten Bühnen Wien und wechselte danach für zwei Jahre an die „Performing Arts Studios Vienna“, die sie 1996 absolvierte. Bereits während ihrer Ausbildung an den Performing Arts Studios Vienna war sie in Klagenfurt (Jesus Christ Superstar, 1994) und Amstetten (Sweet Charity, 1995) in professionellen Musical-Produktionen engagiert. Erst später wandte sie sich dem Film zu. 1999 feierte sie als Hauptdarstellerin in Barbara Alberts Spielfilmdebüt Nordrand (1999) ihren ersten großen Filmerfolg. Die Rolle brachte ihr mehrere Auszeichnungen, darunter den Marcello-Mastroianni-Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig als beste Nachwuchsschauspielerin und jene als Shooting Star des europäischen Films ein. 2002 spielte sie in der ersten österreichisch-chinesischen Filmkoproduktion Am anderen Ende der Brücke die Hauptrolle. 2016 war sie in der Rolle der Pascal in der Jugendbuchverfilmung Die Mitte der Welt von Jakob M. Erwa zu sehen.

Nina Proll ist seit Juli 2008 mit dem österreichischen Schauspieler Gregor Bloéb verheiratet;[3] sie nahm den Familiennamen Bloéb ihres Mannes an.[1] Ihr erster gemeinsamer Sohn kam im Juni 2008 auf die Welt, der zweite Sohn wurde im November 2010 geboren.[4]

Auf ihrer CD „12 Lieder, nicht die schlechtesten“ covert Nina Proll deutschsprachige Hits unter anderem von Hildegard Knef, Wir sind Helden, Münchener Freiheit und Falco. 2006 war sie mit ihrer neuen CD „Nina Proll live“ auf Österreich-Tournee.

Bei der 3. Staffel der österreichischen Dancing Stars war Nina Proll mit dabei, beginnend am 9. März 2007, sie schied mit ihrem Partner Balázs Ekker in Runde 7 aus. Am 13. Oktober 2020 wurde sie als Geistergräfin bei The Masked Singer Austria demaskiert und belegte den dritten Platz.

Mit dem Film Anna Fucking Molnar, in dem sie auch die Titelrolle Anna spielt, gab sie ihr Debüt als Drehbuchautorin.[5]

Im April 2021 beteiligte sich Proll an der Aktion #allesdichtmachen, bei der Schauspieler die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie ironisch-satirisch kommentierten.[6][7] Sie sprach sich zudem öffentlich gegen eine Impfung von Kindern gegen das Corona-Virus aus.[8]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nina Proll bei der Romyverleihung 2017

Fernsehfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Sonnenflecken
  • 2002: Alles anders

Musicals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikaufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[10]
12 Songs, nicht die schlechtesten
  AT 32 14.03.2004 (4 Wo.)
  • 1996: Cabaret – die CD zum Musical
  • 2001: Belle de Jour
  • 2003: Art of Pretending
  • 2004: 12 Songs, nicht die Schlechtesten
  • 2006: Nina Proll live
  • 2013: Lieder eines Armen Mädchens
  • 2020: I zag di au
  • 2020: Willkommen in der Demokratie

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nina Proll – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Siehe Antragstellerin Nr. 5. Nina Bloéb. In: Individualantrag gem Art 139 Abs 1 Z 3 B-VG vom 9. März 2021, eingebracht beim Verfassungsgerichtshof von der sogenannten „Florestan-Initiative“ gegen die Republik Österreich (Bund), Ballhausplatz 2, 1014 Wien. (Volltext 20210309_Individualantrag_v9_endg_geschwärzt im Dropbox-Konto der „Florestan“-Initiative: Verfassungsklage – Schließung der Kulturstätten. („News 3.3.2021: Die Florestan-Initiative reicht Verfassungsklage ein.“) Website der Initiative, Florian Dittrich Kulturmanagement e.U. (Hrsg.), abgerufen am 15. Juni 2021.)
  2. Nina Proll: Zurück in die Vergangenheit. NÖN.at, 9. September 2012; abgerufen am 14. November 2017
  3. Proll und Bloéb: Heimliche Hochzeit in Tirol. (Memento vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive) Kleine Zeitung, 17. Juli 2008
  4. „Prinz Poldi“: Nachwuchs für Nina Proll und Gregor Bloeb. In: Der Standard, 30. Juni 2008
  5. Film ab für Nina Proll in der Hofburg. Kurier, 25. April 2017; abgerufen am 30. Juli 2017.
  6. Video von Nina Proll auf YouTube-Kanal von #allesdichtmachen.
  7. Stephan Hilpold: #AllesDichtmachen: Satire darf das! In: Der Standard. 23. April 2021, abgerufen am 9. Mai 2021.
  8. peter.temel: "Entsetzlich": Schweiger, Proll und Stein mobilisieren in Film gegen Impfung für Kinder. 6. September 2021, abgerufen am 6. September 2021.
  9. Filmbericht Wir leben. dieStandard.at, 19. Juli 2005
  10. Chartquellen: AT