Nina Wang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Nina Wang oder Kung Yu Sum (chinesisch 龔如心, Pinyin Gŏng Rúxīn; * 29. September 1937 in Shanghai; † 3. April 2007 in Hongkong) war eine chinesische Unternehmerin. Mit einem geschätzten Vermögen von 9,3 Milliarden Euro galt sie als die reichste Frau Asiens.

1955 heiratete sie Teddy Wang, mit dem sie bereits seit ihrem 13. Lebensjahr zusammen war. Sie zogen nach Hongkong, wo Teddy die Chinachem Group etablierte, ein Pharma-Unternehmen, das eines der größten Unternehmen in Hongkong wurde. Nach Nina Wang ist der Gebäudekomplex Nina Towers in Tsuen Wan benannt.

Kidnapping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. April 1983 wurde der PKW des Ehepaars gekapert. Teddy Wang wurde für acht Tage an ein Bett gefesselt festgehalten, bis seine Frau Nina 11 Millionen US-Dollar Lösegeld bezahlte. Am 10. April 1990 wurde Teddy erneut entführt. Nach seinem Verschwinden übernahm Nina Wang die Führung des Unternehmens und baute sie weiter aus. Teddy Wang wurde 1999 für tot erklärt, obwohl seine Leiche nie gefunden wurde.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. April 2007 gab Chinachem bekannt, dass Nina Wang am Vortag im Hong Kong Sanatorium & Hospital verstorben war. Die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben, aber gemäß Medienberichten soll sie an Krebs gelitten haben.[1] Nina Wang hatte keine Kinder, wurde aber von zwei Geschwistern überlebt.[2] In einem Testament von 2002 vermachte Nina Wang ihr Vermögen von umgerechnet rund 3,1 Milliarden Euro einer Wohltätigkeitsorganisation, die sie selbst gegründet hatte. Vier Jahre später jedoch setzte sie Zeitungsberichten zufolge ihren Feng Shui Meister Chan Chun Chuen als Alleinerben ein. Gegen diese Verfügung hatten die Angehörigen und Bekannte Klage erhoben. Im Juli 2013 urteilte ein Gericht in Hongkong, Chan Chun Chuen habe das Testament gefälscht und verurteilte ihn zu zwölf Jahren Gefängnis.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/6524861.stm
  2. http://news.yahoo.com/s/nm/20070404/od_uk_nm/oukoe_uk_hongkong_ninawang (Memento vom 6. April 2007 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]