Niue

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Niuē (niueanisch)
Niue
Flagge Niues
Siegel Niues
Flagge Wappen
Amtssprache Niueanisch, Englisch[1]
Hauptstadt Alofi
Staatsform Selbstverwaltetes Territorium in freier Assoziierung mit Neuseeland[1]
Regierungssystem Parlamentarisches Regierungssystem[1]
Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II.
Regierungschef Premierminister Toke Talagi
Fläche 261,46[2] km²
Einwohnerzahl 1607 (Zensus 2011)[3]
Bevölkerungsdichte 6,15 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung -0,03 %[1] (2014, geschätzt)
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (Nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (Nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2003[1]
  • 10,01 Mio. US$
  • 10,01 Mio. US$
  • 5800 US$
  • 5800 US$
Währung Neuseeland-Dollar (NZD)
Gründung 29. September 1903
(eigenes Territorium)
Unabhängigkeit 19. Oktober 1974
(innere Autonomie)[4]
Nationalhymne Ko E Iki He Lagi
Nationalfeiertag 6. Februar (Waitangi Day, Nationalfeiertag Neuseelands)[1]
19. Oktober (Verfassungstag)[5]
Zeitzone UTC−11
Kfz-Kennzeichen NZ
ISO 3166 NU, NIU, 570[6]
Internet-TLD .nu[1]
Telefonvorwahl +683[1]
JapanNördliche MarianenPalauMikronesienOsttimorIndonesienMidwayinselnHawaiiJohnston-AtollWakePapua-NeuguineaMarshallinselnNauruKiribatiFranzösisch-PolynesienPitcairninselnTokelauCookinselnSalomonenNorfolkinselNeuseelandVanuatuTuvaluWallis und FutunaTongaNiueAustralienSamoaAmerikanisch-SamoaFidschiHowlandinselBakerinselPalmyraKingmanriffJarvisinselNeukaledonienJapanAntarktikaRusslandChile (Osterinsel)Vereinigte Staaten (Alaska)KanadaMexikoVereinigte StaatenNordkoreaSüdkoreaVolksrepublik ChinaRepublik China (Taiwan)VietnamLaosKambodschaThailandPhilippinenChinaSingapurMalaysiaBruneiNew Zealand on the globe (Niue special) (small islands magnified) (Polynesia centered).svg
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Verwaltungsgliederung Niues
Verwaltungsgliederung Niues

Niue (niueanisch: Niuē; englisch: [ˈnjuːeɪ]; alter Name Savage Island) ist eine isolierte Koralleninsel im Südpazifik in der Nähe von Tonga, 2400 km nordöstlich von Neuseeland. Sie liegt südlich von Samoa und westlich der Cookinseln. Seit 1974 ist Niue durch einen Assoziierungsvertrag mit Neuseeland verbunden.

Geologie und Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Küste mit Riffplateau (2007)

Niue ist die Spitze eines erloschenen Vulkans und mit 261,46 km² Fläche eines der größten gehobenen Atolle der Welt. Es erhebt sich etwa zwischen 4000 und 5000 Meter über den Meeresgrund.[7] Das innere Plateau der Insel ist meist flach und reicht bis zu 68 m über den Meeresspiegel. Niue hat an seinem Rand ein bis zu 30 Meter steil aufragendes Riff aus Kalkstein.[8] Von der Gesamtfläche können etwa 80 % für die Landwirtschaft genutzt werden, der Rest besteht aus meist tropischen Wäldern. Die Küste ist stark zerklüftet mit vielen Höhlen und Schluchten, zum Beispiel der Talava Cave an der Nordwestküste oder der Avaiki-Höhle im anstehenden Kalkstein an der Westküste. Nennenswerte Strände existieren nicht. Es gibt 14 Dörfer, das größte ist Alofi mit etwa 600 Einwohnern.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die durchschnittliche Temperatur in Niue beträgt 26 °C, und im Schnitt fallen etwas mehr als 2000 mm Niederschlag.[9] Da das Regenwasser schnell im porösen Korallenkalkstein versickert, bilden sich keine oberirdischen Gewässer. Man hat deshalb für die Wasserversorgung Zisternen gebaut.

Bei stabilen Hochdruck-Wetterlagen liegt Niue auf der Grenze zwischen tropischem und subtropischem Bereich mit südöstlichen Winden. Bei Tiefdruckgebieten dreht der Wind auf Nordwest bis West. Tropische Wirbelstürme kommen ebenfalls aus dieser Himmelsrichtung und haben in den Jahren 1959, 1960, 1970, 1989, 1990 und zuletzt 2004 die Insel heimgesucht. Die durch die Wirbelstürme verursachten hohen Wellenberge richten an Land zwar wegen der Steilküste praktisch keinen Schaden an, die Korallenbänke sind jedoch stark betroffen. Am 6. Januar 2004 verwüstete der Zyklon Heta die Pazifikinsel schwer. Zwei Menschen verloren ihr Leben, über 200 Bewohner wurden obdachlos. Die durch den Zyklon bedingte Sturmflut richtete auf dem gesamten nordwestlichen Küstenabschnitt zwischen Liha Point im Nordosten und Halagigie Point im Westen schwere Verwüstungen an.[10]

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junger Palmendieb

Nur vor und an der Küste Niues lebt die Niue-Plattschwanz-Seeschlange (Laticauda schystorhyncha). Sie wird von den Einheimischen „Katuali“ genannt, erreicht eine Länge von bis zu einem Meter, hat einen platten Schwanz und verbringt einen Teil ihres Lebens an Land. Die Schlange ist hochgiftig, soll sich aber friedliebend verhalten.[11] Außerdem kommt auf Niue der Palmendieb (Birgus latro, auch Kokosnussräuber) vor.[12] Endemisch für die Insel ist Nacaduba niueensis, eine Schmetterlingsart aus der Familie der Bläulinge.[13] Der aufgrund seiner charakteristischen braunen Färbung und des komplizierten Musters auf der Unterseite der Flügel unverwechselbare Falter wird auf Sammlermünzen und Briefmarken abgebildet. Zudem lassen sich vor der Küste Niues Buckelwale antreffen. Niue ist einer der wenigen Plätze, wo man einige Monate im Jahr legal mit diesen baden darf.[14]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft wird durch den meist fruchtbaren Boden begünstigt. Problematisch ist jedoch, dass dieser nur in einem sehr begrenzten Maße zur Verfügung steht und daher fast ausschließlich der Selbstversorgung dienen kann. Angebaut werden vor allem Kokospalmen, Bananen, Passionsfrüchte, Limonen, Taro, Bataten, Maniok und Yams. Die Viehzucht umfasst vorwiegend Rinder, Schweine und Geflügel.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsmäßig wird Niue in 14 Villages (etwa: Gemeinden) gegliedert. Diese entsprechen den Dörfern mit dem jeweiligen Umland, wobei die Hauptstadt Alofi aus den Verwaltungseinheiten Alofi North und Alofi South besteht. Jede Gemeinde hat einen Village Council (Gemeinderat), der seinen eigenen Village Council Chairman wählt. Die Gemeinden entsprechen auch den Wahlbezirken. Jede Gemeinde entsendet einen Assemblyman (Vertreter) in das Parlament von Niue.[15]

Avatele Beach im Westen der Insel ist einer der wenigen Strände von Niue (2008)
Verwitterungserscheinungen an der Nordküste Niues (2007)
Nr. Village / Ort Bevölkerung
(Volkszählung
2011)[3]
Fläche[2] km² Bevölkerungs-
dichte
Einwohner/km²
Motu (historisches Stammesgebiet im Norden)
1 Makefu 64 17,13 3,7
2 Tuapa 97 12,54 7,7
3 Namukulu 12 1,48 8,1
4 Hikutavake 40 10,17 3,9
5 Toi 25 4,77 5,2
6 Mutalau 97 26,31 3,7
7 Lakepa 70 21,58 3,2
8 Liku 74 41,64 1,8
Tafiti (historisches Stammesgebiet im Süden)
9 Hakupu (Hakupu Atua)[16] 144 48,04 3,0
10 Vaiea 97 5,4 18,0
11 Avatele 137 13,99 9,8
12 Tamakautoga 136 11,93 11,4
13 Alofi South 440 46,48 13,2
14 Alofi North 174
Niue 1.607 261,46 6,1

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niue hat 1607 Einwohner (2011).[3] Eine starke Abwanderung nach Neuseeland hat die Einwohnerzahl seit 1966 um mehr als die Hälfte vermindert. Dies führte zu zahlreichen Wüstungen. In Neuseeland leben heute rund 24.000 Niueaner.[17] Die Niueaner sprechen eine eigene polynesische Sprache, das Niueanische, dessen nächste verwandte Sprache Tongaisch ist. Daneben wird auch Englisch gesprochen.

Etwa zwei Drittel der Bevölkerung gehören der reformierten Ekalesia Niue an, daneben gibt es Katholiken, Mormonen, Zeugen Jehovas, Presbyterianer, Methodisten und Adventisten.[18]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Karte von Niue (um 1900)

Niue wurde wahrscheinlich seit dem 10. Jahrhundert von Polynesiern aus Samoa besiedelt, weitere Siedler kamen im 16. Jahrhundert von Tonga.[19] Niue hatte danach aber nur wenig Kontakt mit Nachbarinseln und entwickelte sich eigenständig, was sich in großen Unterschieden gegenüber Sprache und Kultur auf anderen Inseln der Region ausdrückt.

1774 entdeckte James Cook Niue für Europa. Er konnte dort wegen der feindlich gesinnten Bevölkerung nicht landen und gab der Insel den Namen Savage Island (Insel der Wilden).[20] Missionare aus England bekehrten um 1846 die meisten Bewohner zum Christentum.

Vom 20. Oktober 1900 bis zum 11. Juni 1901 war Niue Teil der British Western Pacific Territories. Am 11. Juni 1901 wurde Niue von Neuseeland als Teil der Cookinseln annektiert.[4] 1903 wurde Niue von den Cookinseln abgetrennt. 1974 wurde das Abkommen zur Assoziation mit Neuseeland geschlossen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der völkerrechtliche Status Niues ist von besonderer Natur. Niue ist ein autonomes Gebiet in „freier Assoziation mit Neuseeland“. Dieser Status wurde von Niue in einem Akt der Selbstbestimmung gewählt, der von den Vereinten Nationen gebilligt wurde und fortlaufend überwacht wird. Diesen Status besitzen auch die Cookinseln. Somit ist Neuseeland Suzerän Niues.

Niue ist ein sich selbst verwaltendes Territorium. Die gesetzgebende und ausführende Gewalt unterliegt keinen Beschränkungen durch Neuseeland. Die Einwohner des Landes sind Bürger Neuseelands. Auf Wunsch von Niue nimmt Neuseeland weiterhin bestimmte Zuständigkeiten des Landes im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik wahr.

Sowohl Niues abgeschiedene Lage als auch kulturelle und sprachliche Unterschiede zur übrigen polynesischen Bevölkerung der Cookinseln haben zu seiner Selbstverwaltung geführt.

Die starke Abwanderung, noch einmal intensiviert durch die Folgen der Sturmkatastrophe, führte 2004 zu Spekulationen neuseeländischer Politiker, dass der Assoziationsstatus in Zukunft zu Gunsten Neuseelands verändert werden könnte. Die vor allem vom neuseeländischen Außenminister Phil Goff vorgebrachten Überlegungen wurden vom niueischen Premierminister Young Vivian entschieden abgelehnt.

Niue ist assoziiertes Mitglied des Commonwealth of Nations und seit 1975 Mitglied des Pacific Islands Forum. Eine Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen bleibt dem Inselstaat aufgrund der Assoziierung und der geringen weltweiten Anerkennung bisher verwehrt. Obwohl Niue denselben Status besitzt wie die Cookinseln, hat auch Deutschland den Pazifikstaat bisher nicht anerkannt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Briefmarke zu ½ Penny von 1932
James Cook auf einer Brief- und Steuermarke von 1932

Niue ist stark von neuseeländischen Hilfszahlungen abhängig, im Budgetjahr 2015/16 belief sich die Hilfe Neuseelands auf 22,5 Mio. NZ$.[21] Die Landwirtschaft dient vor allem der Selbstversorgung. Die Industrie verarbeitet hauptsächlich die erzeugten Nahrungsmittel. Der Verkauf von Briefmarken und selbstgemachtem Kunsthandwerk sind wichtige Einnahmequellen. Wie überall in Polynesien leidet die Wirtschaft unter dem Mangel an Ressourcen, der Abgeschiedenheit und der schrumpfenden Bevölkerung. Zudem erschütterte Anfang 2004 der Zyklon Heta die empfindliche Wirtschaft stark. Beim Wiederaufbau ist das Land auf ausländische Hilfe angewiesen. Die Regierung versucht, den Tourismus und das Finanzwesen zu fördern. Der Tourismus ist stark eingeschränkt, da es kaum Unterkünfte und keinen nennenswerten Strand gibt. Die schroffen Klippen verhindern fast überall den Zugang zum Meer. Murray McCully, Neuseelands Außenminister, beschloss ein staatliches Investment-Programm in Niues Tourismussektor im Wert von 7,5 Mio. NZ$. Der Tourismus, so McCully, sei der größte Antrieb für Niues Wirtschaftswachstum und könne die Eigenständigkeit Niues fördern.[22]

Die Handelsbilanz Niues ist chronisch defizitär. Im Jahr 2008 standen Einfuhren im Wert von beinahe 11 Mio. NZ$ Ausfuhren von lediglich 27.000 NZ$ gegenüber.[23]

Am 28. Januar 2016 legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Niue auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftaucht.[24]

Im April 2016 wurde, basierend auf den an die Öffentlichkeit geratenen Panama Papers, Niue als Drehscheibe im Handel mit hochpreisigen Kunstwerken genannt.[25]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niue hat keinen Hafen.[1] Alle Güter müssen von den vor Alofi auf Reede liegenden Schiffen auf kleinere Boote umgeschlagen werden, die dann in einem von zwei Richtfeuern markierten Fahrwasser durch eine Lücke im Korallenriff zur dortigen Anlegestelle gelangen können.[8] Auf Niue gibt es mit dem Hanan International Airport einen Flughafen mit asphaltierter Landebahn. Bis Oktober 2005 wurde Niue einmal wöchentlich von Apia (Samoa) aus angeflogen. Jeden Freitag (ab November 2005) und seit Mai 2014 zusätzlich jeden Mittwoch fliegt die Air New Zealand ab Auckland mit einem Airbus A320 den Flughafen Niue an.

Insgesamt hat die Insel 120 Kilometer Straßen 1. Ordnung;[1] davon sind 67 Kilometer Rundstraße. Es gibt keinen öffentlichen Nahverkehr.

In Niue gibt es einen Radio- und einen Fernsehsender sowie ein Internet-Café. Die Nachrichten werden vom neuseeländischen Fernsehen übernommen. Da Niue auf der anderen Seite der Datumslinie liegt, ist es einer der wenigen Orte der Erde, an denen man stets nur die Nachrichten „von morgen“ sehen kann.

Die Insel plant, ihren Strombedarf ab 2025 zu 80 % durch erneuerbare Energien (Windenergie und Solarenergie) zu decken.[26]

Niue sorgte 2003 für Schlagzeilen, als die Internet Users Society Niue (IUSN) ein flächendeckendes, kostenloses WLAN auf der Insel einrichtete. Zunächst gab es Widerstand von der Regierung, die sich im Streit mit der IUSN befindet. Inzwischen sind jedoch bereits 18 Hotspots in Betrieb, ein weiterer ist in Vorbereitung (Stand September 2014[27]). Somit wurde Niue die erste „Wi-Fi Nation“.[28]

Top-Level-Domain .nu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Insel stehen (2009) 1100 Internet-Usern 382.600 Domains (2008) gegenüber.[1] Der Grund liegt in der internationalen Namenskennung. nu, das in einigen skandinavischen Sprachen und im Niederländischen „jetzt“ bedeutet und entsprechend gern verwendet wird, weil daraus interessante Namen gebildet werden können. Beispielsweise sicherte sich eine schwedische Internetfirma aus Kalmar die Domain sverige.nu und vertreibt Domains mit der .nu-Endung. Für die Zuweisung der internationalen Top-Level-Domain setzt die hierfür zuständige IANA einen gewissen Autonomiestatus des betreffenden Gebietes voraus.

Da „nu“ auf Französisch „nackt“ bedeutet, wird die Domain auch gern für französischsprachige Erotikseiten benutzt.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der einzige Fernsehsender und der einzige Radiosender (sendet auf FM und AM) auf Niue werden von der Broadcasting Corporation of Niue betrieben, einer staatlichen Rundfunkanstalt. Als vom Staat unabhängiges Medium, das nicht internetbasiert ist, besteht nur die Zeitung Niue Star, die gleichzeitig die einzige Zeitung des Landes ist.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niue hat eine eigene Fußballnationalmannschaft, der Fußballverband Niue Island Soccer Association ist aber nicht Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA und lediglich assoziiertes Mitglied des Kontinentalverbandes OFC. Daher kann sich das Land nicht für Fußball-Weltmeisterschaften oder den OFC Nations Cup qualifizieren. Bisher hat Niue erst zwei Länderspiele absolviert, beide bei den Südpazifik-Spielen 1983. Die Spiele gegen Papua-Neuguinea (0:19) und Tahiti (0:14) gingen verloren.

Dagegen besitzt Niue eine relativ erfolgreiche Rugby-Nationalmannschaft, die an der Qualifikation zur WM 2007 teilnahm. In deren Rahmen wurde am 23. Juli 2005 ein Sieg gegen Tahiti (55:8) erreicht, dem jedoch zwei Wochen später eine Niederlage gegen die Cookinseln folgte (5:24), wodurch die Qualifikation für die Endrunde verpasst wurde. Derzeit (Oktober 2017) wird die Mannschaft in der Weltrangliste auf Rang 86 geführt[29]. Besonderes Aufsehen erregten zwei Siege gegen das viel höher eingeschätzte Japan Anfang 2003.

Münzprägung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit einiger Zeit gibt die Regierung von Niue Sammler- und Anlagemünzen heraus. Die Münzen gelten zwar per Beschluss als offizielles Zahlungsmittel, sind zu diesem Zweck auf Niue aber nicht in Gebrauch. Die Motive reichen von Tennisspielern bis zu Figuren aus Disney-Comics und den Science-Fiction-Serien Doctor Who und Star Wars.[30]

Darüber hinaus gibt Niue auch bekanntere Münzen aus, wie die „Niue Lunar Serie“ oder die „Niue Turtle“. Beide Münzserien werden, wie viele andere von Niue herausgegebene Geldstücke, von der New Zealand Mint geprägt.[31]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. H. McLintock: Niue Island. In: Ministry for Culture and Heritage (Hrsg.): An Encyclopaedia of New Zealand. Wellington 1966, ISBN 978-0-478-18451-8 (englisch, teara.govt.nz [abgerufen am 13. Dezember 2015]).
  • Stephenson Percy Smith: Niue – The Island and its People. Hrsg.: The Polynesian Society. Institute of Pacific Studies, Suva 1983 (englisch, Nachdruck aus dem Jahr 1902/1903 der University of South Pacific).
  • Stephen I. Levine: Niue. In: The Contemporary Pacific. Band 13, Nr. 1 (Frühling), 2001, S. 239–246 (englisch).
  • James P. Terry, Warwick E. Murray (Hrsg.): Niue Island. Geographical Perspectives on the Rock of Polynesia. International Scientific Council for Island Development, Paris 2004, ISBN 92-990023-0-4 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Niue – geographische und historische Karten
 Wiktionary: Niue – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Niue – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k CIA World Factbook: Niue (englisch)
  2. a b Total Land Area of Niue. In: Niue Environmental statistics. Department of Justice, Lands and Survey, archiviert vom Original am 28. November 2007; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  3. a b c Kimray Vaha: Niue Census of Population and Households 2011. Hrsg.: Statistics Niue. Government of Niue – Department of Finance, Planning and Statistics, 2012, Chapter 2: Population Structure and Processes – 2.1.2b Geographical Distribution of the Total Residential Population, S. 21, Table 2.5: Distribution of Total Residential Population in households (including absentees) by sex and location, 2011 Census (englisch, online [PDF; 11,8 MB; abgerufen am 28. Oktober 2017]).
  4. a b Niue. Chronology. In: World Statesmen.org. Ben Cahoon; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  5. Europa Publications (Hrsg.): The Europa World Year Book 2008. Routledge, London, 2008, ISBN 978-1-85743-451-4, S. 3359.
  6. Country Codes. In: Statoids. Gwillim Law; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  7. P. J. Hill: Volcanic core of Niue Island, southwest Pacific Ocean. In: BMR Journal of Australian Geology & Geophysics. Band 8, Nr. 4. Bureau of Mineral Resources, Geology and Geophysics (BMR), Dezember 1983, S. 323–328 (englisch, online verfügbar durch Geoscience Australia [PDF; 11,0 MB]).
  8. a b Floor Anthoni: Cyclone Heta wreaks havoc on Niue Island. In: In-depth articles about our coasts and seas. seafriends.org.nz, 2004; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  9. Environment Statistics. In: Statistics Niue. Niue Stats; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  10. Floor Anthoni: Niue’s marine ecology. Hurricanes. In: Niue Island. seafriends.org.nz; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  11. Susan Scott: The sea snakes of Niue are harmless swimmers. In: Ocean Watch. 21. April 2014; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch, Kolumne im Honolulu Star-Advertiser).
  12. Craig Schiller: Assessment of the status of the Coconut Crab „Birgus latro“ on Niue island with recommendations regarding an appropriate resource management strategy. A Consultancy report prepared for The Food And Agriculture Organisation of the United Nations. Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), April 1992; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  13. David Britton: Niue Blue Nacaduba niueensis. In: australianmuseum.net.au. Australian Museum, 29. August 2012; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  14. Whale watching. In: The Official Website Of Niue Tourism. Niue Tourism Office; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  15. Niue Islands Village Council Ordinance 1967. Ordinance 41 of 1967. In: Niue Sessional Legislation. Pacific Islands Legal Information Institute, 1. Mai 1967; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  16. Stephenson Percy Smith: Niue – The Island and its People. Hrsg.: The Polynesian Society. The Institute of Pacific Studies and the Niue Extension Center of the University of the South Pacific, Suva 1983, The History of Niue-Fekai, written by Mohe-Lagi, S. 132–133 (englisch, Niue, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – Reprint der Erstausgabe von 1902/1903).
  17. Niue. Our relationship with Niue. New Zealand Ministry of Foreign Affairs and Trade; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  18. Kimray Vaha: Niue Census of Population and Households 2011. Hrsg.: Statistics Niue. Government of Niue – Department of Finance, Planning and Statistics, 2012, Chapter 3: Social Characteristics – 3.2 Religion, S. 46 (englisch, online [PDF; 11,8 MB; abgerufen am 28. Oktober 2017]).
  19. Niue – Photos – History. A short history of Niue. In: OzOutback – Images of the World. Ludo Kuipers; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  20. Floor Anthoni: A short history of Niue. Timeline. In: Niue Island. seafriends.org.nz, 2004; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  21. Aid partnership with Niue. New Zealand Ministry of Foreign Affairs and Trade; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  22. Michael Serge: Government announces major Niue investment. In: nzherald.co.nz. NZME. Publishing, 15. Oktober 2015, abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  23. International Trade. In: Statistics Niue. Niue Stats; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  24. Martin Hirsch: EU will neue schwarze Liste von Steueroasen. In: trend.at. news networld internetservice GmbH, 28. Januar 2016, abgerufen am 28. Oktober 2017 (Agenturmeldung der Austria Presse Agentur).
  25. Pazifikinsel Niue als Picasso-Drehscheibe – Kunst der Geheimhaltung. In: news.ORF.at. Österreichischer Rundfunk (ORF), 8. April 2016; abgerufen am 28. Oktober 2017.
  26. Niue looks to sun for power. In: Radio New Zealand News. Radio New Zealand, 16. November 2015; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  27. Internet Niue – Connecting Niue to the World since 1997. Internet Niue Ltd; abgerufen am .
  28. World’s First WiFi Nation. In: LightReading – Networking the Communications Industry. Light Reading, 23. Juni 2003; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  29. World Rugby Rankings – Men’s. World Rugby, 23. Oktober 2017; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).
  30. Seltsame Münzen auf Pazifikstaat Niue: Das macht zwei Micky Maus, bitte. In: SPIEGEL ONLINE. 13. Oktober 2014; abgerufen am 28. Oktober 2017 (Meldung der Agence France-Presse).
  31. New Zealand Mint. In: Goldseiten.de. GS Management GmbH & Co.KG; abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch).

Koordinaten: 19° 4′ S, 169° 52′ W