Nizip

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Nizip
Wappen fehlt
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Nizip (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Gaziantep
Koordinaten: 37° 2′ N, 37° 46′ OKoordinaten: 37° 1′ 30″ N, 37° 46′ 0″ O
Einwohner: 100.488[1] (2012)
Telefonvorwahl: (+90) 342
Postleitzahl: 27700
Kfz-Kennzeichen: 27
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Hacı Fevzi Akdoğan (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Nizip
Einwohner: 135.819[1] (2012)
Fläche: 1.046 km²
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Kaymakam: Harun Sarıfakıoğulları
Webpräsenz (Kaymakam):

Nizip (zazaisch Sêwrege, kurdisch Nesip) ist eine Kreisstadt im Osten der türkischen Provinz Gaziantep.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nizip fand am 24. Juni 1839 eine Schlacht zwischen dem Osmanischen Reich unter Sultan Mahmud II. und Ägypten, das sich unter Muhammad Ali Pascha, dem Khediven, vom Osmanischen Reich gelöst hatte, statt. Die ägyptischen Truppen, die in den Jahren vorher Palästina und Syrien erobert hatten, standen unter dem Befehl von Ibrahim Pascha, dem Sohn Muhammad Alis, und siegten über die osmanischen Truppen unter Hafiz Pascha. An der Schlacht nahm auch Helmuth von Moltke, der spätere deutsche Generalfeldmarschall, als preußischer Militärberater der osmanischen Armee teil.

Die Eindrücke seiner Jahre im Osmanischen Reich hat Moltke in seinem Werk "Unter dem Halbmond. Briefe über Zustände und Begebenheiten in der Türkei aus den Jahren 1835 bis 1839" aufgezeichnet. Über die Schlacht und ihre Vorgeschichte hat er besonders ausführlich berichtet.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten in Nizip ist die noch vollständig erhaltene Kirche Fevkani Kilisesi. Das genaue Baudatum sowie andere Informationen sind unbekannt. Ihr Baustil ähnelt dem byzantinischer Kirchen, die im 11. und 12. Jahrhundert errichtet wurden. Eine Restaurierung dieses Kulturerbes blieb langezeit aus, da Nizip wie viele andere Städte im Osten zu wenig finanzielle Mittel besaß. Die Kirche diente eine Zeitlang als Herberge und wurde danach als Lagerhalle genutzt, bevor Anfang 2010 mit der Restaurierung der Kirche begonnen wurde. Diese führte, inklusive dem neu gestalteten und erweiterten Grundstück um das Gebäude herum, zu einem Ort, der vor allem Menschen mit Behinderungen gewidmet ist und durch verschiedene Sozialverbände genutzt wird. Gleichzeitig stellt das historische Bauwerk eine touristische Sehenswürdigkeit für Nizip dar.[3]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nizip – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 9. November 2014 im Internet Archive), abgerufen 9. November 2014
  2. Helmuth von Moltke: Unter dem Halbmond. Briefe über Zustände und Begebenheiten in der Türkei aus den Jahren 1835 - 1839. Mittler, Berlin, Posen & Bromberg 1841, S. 378–399. Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek, abgerufen 16. Dezember 2017
  3. “Fevkani Kilisesi Nizip’e” (türkisch)