NoScript

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
NoScript
Entwickler Giorgio Maone
Aktuelle Version 2.9.0.11 [1]
(6. Apr. 2016[2])
Kategorie Add-on
Lizenz GNU GPLv2
Deutschsprachig ja
noscript.net

NoScript ist eine Erweiterung für den Browser Mozilla Firefox, die auf Webseiten aktive Inhalte blockiert.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Standardeinstellung werden alle aktiven Inhalte automatisch blockiert. Dazu gehören JavaScript, Java-Applets, Adobe Flash, Microsoft Silverlight und andere Web-Techniken. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, Frames und iFrames zu sperren.

Eine Freigabe von Seiten erfolgt über eine Positivliste oder nur temporär bis zum Schließen des Browsers. Blockierte Seiten werden auch innerhalb erlaubter Seiten gesperrt und erst nach einer gesonderten Freigabe ausgeführt.

Eine Import- und Exportfunktion ermöglicht das Sichern der Positivliste zum Beispiel bei einer Neuinstallation des Browsers. Auch die Synchronisation der Freigaben zwischen verschiedenen Installationen ist möglich.

XSS-Schutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clearclick-Warnung auf einer Demoseite

NoScript enthält einen Schutz vor Cross-Site-Scripting, der verhindert, dass fremde Inhalte in einer freigegebenen Webseite Schadcode ausführen können. Ausnahmen davon lassen sich über reguläre Ausdrücke erstellen.

Clearclick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Clearclick-Schutz erkennt Versuche von Clickjacking und weist den Benutzer durch einen Warnhinweis und weitere Möglichkeiten darauf hin.

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Version 1.0 von NoScript wurde am 13. Mai 2005 veröffentlicht.[3]

Nach über fünf Jahren und vielen Unterversionen wurde am 14. Juli 2010 Version 1.10 veröffentlicht. Dabei handelte es sich um die letzte Version, welche noch Unterstützung für Firefox 2 und ältere Versionen bot.[4]

Nur wenige Tage später, am 27. Juli 2010, wurde NoScript 2.0 veröffentlicht. Neben einer zuverlässigeren Clickjacking-Blockierung wurde der XSS-Schutz verbessert sowie die oben genannte Import- und Export-Funktion hinzugefügt.[4]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit derzeit rund 550.000 Downloads wöchentlich und rund 66 Mio. Downloads insgesamt (Stand: 1. Mai 2010) zählt NoScript zu den beliebtesten Firefox-Erweiterungen.[5]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 gewann NoScript – in der Version 1.1.4 – einen „PC World Class Award“.[6]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NoScript öffnet standardmäßig nach jeder Aktualisierung ungefragt die Hersteller-Webseite. Das lässt sich in den Einstellungen der Erweiterung im Reiter „Benachrichtigungen“ unter „Versionshinweise nach einem Update anzeigen“ durch Entfernen des Hakens abstellen. Außerdem hatte der Autor die Werbung auf seiner Seite durch sein Programm auf die Weiße Liste von Adblock Plus setzen lassen. Das ließ sich vom Anwender nicht rückgängig machen. Später wurde es aufgrund heftiger Kritik behoben.[7]

Nachbau auf anderen Browsern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept wurde später in anderen Browsern wie Google Chrome implementiert, etwa durch die Erweiterung „ScriptSafe“.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: NoScript – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Änderungsprotokoll bei noscript.net, abgerufen am 3. Juni 2016 (englisch).
  2. Freigabedatum bei mozilla.org, abgerufen am 3. Juni 2016 (teilweise englisch).
  3. Version 1.0 in der Versionsgeschichte bei mozilla.org, abgerufen am 18. Juni 2015 (teilweise englisch).
  4. a b Ronald Eikenberg (rei): Firefox-Erweiterung NoScript 2.0 ist fertig. In: Heise Online. 28. Juli 2010, abgerufen am 3. Dezember 2013.
  5. Firefox Add-ons – Seite bei der Mozilla Foundation; Stand: 28. Mai 2009
  6. „The 100 Best Products of 2006“ bei PCWorld (Memento vom 27. Juli 2008 im Internet Archive) (englisch).
  7. Krieg der Firefox-Extensions (NoScript vs. Adblock Plus) bei Die Memoiren des Josh K. Phisher, 2. Mai 2009
  8. Google Chrome Web Store