No Mercy (2025)
| Film | |
| Titel | No Mercy |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Österreich |
| Originalsprache | Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Persisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 104 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Isa Willinger |
| Drehbuch | Isa Willinger |
| Produktion | Ira Tondowski, Alex Tondowski, Sabine Gruber, Peter Drössler |
| Musik | Brii Bauer, Jeschka Oszilat |
| Kamera | Bernadette Paaßen, Siri Klug, Doro Götz |
| Schnitt | Lena Hatebur, Niki Mossböck |
| Besetzung | |
No Mercy ist ein deutsch-österreichischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2025 über Filmregisseurinnen und die Frage nach einer feministischen Bildsprache.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Film besucht die Filmemacherin Isa Willinger zahlreiche international bekannte Regisseurinnen, darunter Céline Sciamma, Alice Diop, Joey Soloway, Nina Menkes, Valie Export, Catherine Breillat, Ana Lily Amirpour, Margit Czenki, Mouly Surya, Monika Treut, Apolline Traoré, Marzieh Meshkini und Virginie Despentes. Filmausschnitte und die Gespräche mit ihnen verdichten sich zu einem vielschichtigen Dialog über ihre Kunst, gesellschaftliche Erfahrungen von Frauen und die Bilder, die unsere Welt prägen. Inspiriert von einer Beobachtung der Regisseurin Kira Muratova, dass Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen,[1] sprechen sie über intime Themen wie Sex, Lust, Gewalt, Rache, Trauma, Mutterschaft sowie über Widerstand und Utopien. Auch beziehen sie Position zum viel diskutierten Konzept des Female Gaze.[2]
Produktion
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Produziert wurde der Film durch Ira und Alex Tondowski von Tondowski Films in Koproduktion mit Sabine Gruber und Peter Drössler von FlairFilm sowie mit ZDF/Arte und dem ORF.[3] Gefördert wurde No Mercy von Eurimages, Medienboard Berlin-Brandenburg, BKM, Deutscher Filmförderfonds, Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien und Creative Europe Media.[4] Der Kinostart erfolgt am 27. Februar 2026[5] in Österreich durch den Stadtkino Filmverleih und am 5. März 2026[6] in Deutschland durch den Real Fiction Filmverleih.
Kritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film wurde 2025 unter anderem von der Viennale,[7] Doc NYC,[8] Filmfest Hamburg,[9] Festival dei Popoli[10] und Festival do Rio[11] eingeladen. Er erhielt von der internationalen Presse insgesamt positive Rezensionen.
Pia Reiser bespricht den Film für fm4 mit den Worten: „Große Begeisterung meinerseits gibt es über No Mercy von Isa Willinger […]. Willinger will keine These aufstellen, wie Filme von Filmemacherinnen generell aussehen. Sie lässt Widersprüche zu, lässt auch Regisseurinnen zu Wort kommen, die mit dem Label female filmmaker auch nicht viel anfangen können. […] Ein fantastischer Nebeneffekt der Dokumentation ‚No Mercy‘ ist es auch, dass sie Namen und Filme versammelt und eine essentielle Ergänzung zur so männlich geprägten Filmgeschichtsschreibung abliefert.“[12]
Im Hollywood Reporter heißt es, das Line-up sei eindrucksvoll.[13] Epd Film urteilt „Ein erfrischend anregender Film“[14]. Die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beobachtet, dass die Künstlerinnen im Film sich zu einem „Chor kluger, abgeklärter Frauen", vereinen, „von denen jede eine eigene Meinung hat"[15]. Auch critic.de, Die Welt und Monopol heben die Vielstimmigkeit des Films positiv hervor.[16][17][18] Michael Bordwell schreibt in seinem Blog Cinephile Mike, Willinger habe mit dem Film einen Liebesbrief an all jene Filmemacherinnen entworfen, die den Weg für die nächste Generation geebnet hätten[19] und Steve Kopian bekennt, dass No Mercy einer der großartigsten Filme über das Genre Film sei, der ihm bisher untergekommen sei. „Period. Full Stop. […] a look at cinema in ways that you probably have never considered before. One of the great films of 2025 and Doc NYC“ (auf Deutsch: Punkt. Punkt. […] ein Blick auf das Kino in einer Art, über die man bisher nie nachgedacht hat. Einer der großen Filme 2025 und des Doc NYC).[20]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Corinna Götz: Review Festival: „No Mercy – Der gnadenlose Blick“. In: the-spot-mediafilm.com. 1. Oktober 2025, abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ Marina Pavido: No Mercy (2025) von Isa Willinger. In: cinema-austriaco.org. 24. Oktober 2025, abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ No Mercy – The Female Gaze. In: dokweb.net. idf – Institute of Documentary Film, abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
- ↑ No Mercy. In: filminstitut.at. ÖFI – Österreichisches Filminstitut, abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ No Mercy. In: stadtkinowien.at. Abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ No Mercy. In: realfictionfilme.de, abgerufen am 19. Dezember 2025.
- ↑ No Mercy. In: viennale.at. Abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ No Mercy. In: docnyc.net. Abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
- ↑ No Mercy. In: filmfesthamburg.de. Abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ No Mercy. In: festivaldeipopoli.org. Abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
- ↑ No Mercy. In: festivaldorio.com.br. Abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Pia Reiser: Vorhang auf, Ruhe im Saal! In: fm4. 22. Oktober 2025, abgerufen am 19. Dezember 2025.
- ↑ Georg Szalai: “Do Women Make the Harsher Films?” Isa Willinger Explores That Question in ‘No Mercy’. In: The Hollywood Reporter. 20. Oktober 2025, abgerufen am 17. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Kritik zu No Mercy | epd Film. Abgerufen am 29. März 2026.
- ↑ Ist der weibliche Blick besonders gnadenlos? 4. März 2026, abgerufen am 10. März 2026.
- ↑ www.critic.de: No Mercy | Kritik. 2. März 2026, abgerufen am 10. März 2026.
- ↑ „No Mercy“ im Kino: Was Männer auf der Leinwand nie zeigen - WELT. Abgerufen am 29. März 2026.
- ↑ Der weibliche Blick schlägt zurück | Monopol. Abgerufen am 29. März 2026.
- ↑ Michael Bordwell: 16th Annual DOC NYC Festival – 2025: No Mercy. In: cinephilemike.com. Abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Steve Kopian: No Mercy (2025) Doc NYC 2025. In: unseenfilms.net. 13. November 2025, abgerufen am 17. Januar 2026 (englisch).